3. Februar 2012
Rückblickend betrachtet scheint die Zeit immer rasend schnell vergangen zu sein: Noch gestern war Ihr kleiner Schatz ein hilfsbedürftiges Baby, das sich kaum aus eigener Kraft auf die Seite drehen konnte, und schon ist aus ihm ein selbstbewusstes Kleinkind geworden. Es erkundet auf seinen eigenen Beinen die Welt und wickelt einen untrüglichen Sinn dafür, dass verbotene Dinge besonders spannend sind.

Ihr Kind lernt jetzt, auf den eigenen Füßen zu stehen - im wahrsten Sinne des Wortes. Wie lange es allerdings dauert, bis das Kleine laufen lernt, dafür gibt es keine feste Regel. Es gibt Kinder, die bis zum 18. oder 19. Lebensmonat auf allen Vieren durchs Leben gehen oder sich sicherheitshalber an Möbelstücken festhalten. Also keine Sorge, falls es doch etwas länger dauern sollte, als die Oma erwartet.
Langsam nimmt es immer mehr Wörter in sein Repertoire auf. Nicht nur Mama und Papa, sondern auch andere Personen und verschiedene Spielzeuge bekommen einen Namen und das Kind schafft es schnell, seine Bedürfnisse zu äußern. Das, was Mama sagt, ist aber nicht immer ganz so wichtig: Lebensmittel sind zum Beispiel ein tolles Spielzeug, und wer alleine essen lernen will, muss erstmal ausprobieren, wie weit eine Erbse rollen kann und wo ein Fruchjoghurt sich überall verteilen lässt.
Bald werden mit Wachsmalstiften die ersten Kunstwerke gemalt, denn kleine Kinder lernen sehr schnell, wie sie mit den Fingern präzise greifen können. Spielen und das Experimentieren mit Farben macht ihnen Spaß. Natürlich gibt es aber auch viele traurige Momente – so legt man sich auf den noch wackeligen Füßen beim Rennen schnell mal auf die Nase, oder noch schlimmer, Mama und Papa überlassen einen kurzzeitig der Obhut eines Babysitters. Langsam muss das Kleine lernen, dass es manche Dinge auf der Welt eben doch ganz alleine schaffen muss.
Bald schafft Ihr Kleinkind auch eine Treppe aufwärts und tritt ohne Probleme einen Fußball. Bei den ersten Versuchen zu werfen wird jedoch noch einiges zu Bruch gehen. Auch schlagen und beißen wird in dieser Phase häufig ausprobiert – eine Zeit, in der die Eltern sehr geduldig sein müssen. Mit Anbruch des zweiten Lebensjahres wird das Kind immer selbstständiger, beginnt vielleicht bis drei zu zählen und spricht erste richtige Sätze. Es braucht weniger Schlaf und kann langsam und Schritt für Schritt ans Töpfchen gewöhnt werden.
Was genau sich in der Entwicklung eines ein- bis zweijährigen Kindes abspielt, haben wir hier in Zwei-Monats-Schritten aufgeschlüsselt.
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