Mein erstes Jahr - Entwicklung eines Babys

Hurra, das Baby ist da! Wenn ein kleiner Mensch das Licht der Welt erblickt, überschlagen sich die Emotionen: Freude und Stolz vermischen sich mit Unsicherheit, ob man auch wirklich alles richtig macht und wie sich das bisherige Leben wohl verändern wird. Zudem entwickelt sich der neue Erdenbürger ja rasend schnell. Wie schafft man es, seinen Bedürfnissen perfekt gerecht zu werden? Was geschieht, wenn es krank wird oder wenn die Entwicklung nicht so verläuft wie geplant?

Informationen zur körperlichen, geistigen und sozialen kindlichen Entwicklung im ersten Lebensjahr

So wie Sie möglicherweise zum ersten Mal Eltern werden, ist Ihr Kind zum ersten Mal ein Baby. Jede Entwicklung verläuft ein wenig anders. Wir erklären in unserem Überblick, wie sich Körper, Fähigkeiten und Wahrnehmung Ihres Babys Monat für Monat verändern, was es lernt und vielleicht schon verstehen oder tun kann.

Bei manchen Kindern entwickeln sich bestimmte Fähigkeiten schneller oder langsamer als bei anderen - das ist ganz normal. Deutliche Abweichungen sollten jedoch besser mit einem Kinderarzt besprochen werden.

Entwicklungsschritte - ein grober Überblick

In den ersten Wochen seines Lebens verbringt Ihr kleiner Schatz die meiste Zeit - 16 bis 17 Stunden am Tag - schlafend. Der neue Erdenbürger muss die ganzen neuen Reize verarbeiten, die auf ihn einströmen. Er kann bereits Farben sehen und klare Formen erkennen.

Ein Meilenstein der ersten drei Monate ist das Lächeln, das er jedem Menschen schenken wird.

Einige Babys neigen dazu, in dieser Zeit viel zu schreien – sie brauchen vor allem:

Ein halbes Jahr

Bis zum Alter von sechs Monaten bildet sich die Motorik des Babys immer weiter heraus, es kann Dinge von einer Hand in die andere nehmen, sich im Liegen auf seine Ärmchen stützen und brabbelt gerne vor sich hin.

Später lernt es gerade zu sitzen und durch die Gegend zu robben, dann zu krabbeln. Es reiht nun schon öfter Ketten von Silben aneinander und kann sehr gut unterscheiden, wer bekannt und wer fremd ist.

Im Alter von 6 Monaten kann das Baby sich schon auf seinen Ärmchen aufstützen wenn es in Bauchlage l
Im Alter von 6 Monaten kann das Baby sich schon auf seinen Ärmchen aufstützen wenn es in Bauchlage liegt

Ein kleiner Mensch

Im Alter zwischen neun und zwölf Monaten wird es anfangen, sich an Möbeln hochzuziehen und so langsam das Gehen und Stehen zu üben. Jetzt fallen möglicherweise auch die ersten Worte, meist verdoppelte Silben wie "Ma-Ma" oder "Da-Da".

Auch sein Speiseplan sieht jetzt deutlich vielfältiger aus als zu Beginn. Es wird immer mehr zu einem kleinen Kind, das seine ganz eigenen Vorstellungen hat.

Nachfolgend gehen wir etwas detaillierter auf die körperlichen, geistigen und sozialen Entwicklungsschritte des Babys ein...

Die körperliche Entwicklung des Säuglings

Jeder Säugling ist einzigartig und so unterschiedlich ist auch die jeweilige Entwicklung. Trotzdem erreicht das kleine Menschlein im ersten Lebensjahr Meilensteine in seinem speziellen Tempo. Das Neugeborene ist damit beschäftigt, zu trinken, zu schlafen und an Gewicht zuzulegen.

Was der Säugling kann und nicht kann, dient immer nur als grobe Richtschnur. Ob sich das Baby normal entwickelt, kann man immer mit der Hebamme und dem Kinderarzt abklären.

Von der Geburt bis zum ersten Lebensjahr bezeichnet man das Kind als Säugling. Die typische Babyfigur zeichnet sich dadurch aus, dass der Kopf in der Relation zum Rumpf relativ groß erscheint. In dieser Zeit nimmt das Kind hauptsächlich an Körpergewicht zu.

Nach der Geburt

  • Durch die Haltung im Mutterleib hat es noch O-Beine, diese werden sich aber langsam strecken.
  • Zu seinen wichtigsten Organen zählt die Haut, über die es wahrnimmt und spürt.
  • Der Magen-Darmtrakt ist noch nicht voll ausgereift.
  • Noch kann der Säugling wenig, Nervensystem und Muskelkontrolle müssen noch ausreifen, aber es kann lutschen und saugen.
  • Weinen ist die einzige Form, mit der das Baby seine Bedürfnisse anmelden kann.
Weinen ist die einzige Form der Willensäusserung für einen neugeborenen Säugling
Weinen ist die einzige Form der Willensäusserung für einen neugeborenen Säugling

Erste Fähigkeiten im ersten Lebensmonat

  • Im ersten Monat kann der Säugling schon das Köpfchen heben und entdeckt seine Hände und Füße.

  • Von Bedeutung sind die so genannten Reflexe. So hat das Baby zum Beispiel den Saugreflex, wenn seine Lippen berührt werden. In den Vorsorgeuntersuchungen überprüft der Kinderarzt diese Reflexe. Um sich zu beruhigen, saugt es an Finger und Daumen.

  • Mit den Augen kann er schon Gegenstände verfolgen.

Fähigkeiten im zweiten bis vierten Lebensmonat

  • Im zweiten Lebensmonat zeigt sich oft das erste Lächeln und das Baby kann Bewegungen besser kontrollieren. Es beginnt zu lallen und kann in Bauchlage schon den Kopf heben. Der Alltag bekommt langsam einen Rhythmus.

  • Im dritten Lebensmonat verbessern sich Arm-, Hand- und Beinkoordination, der Schlafrhythmus des Kindes pendelt sich ein. Es kann sich vielleicht schon aus der Seitenlage auf den Rücken drehen. Das Baby fängt langsam an zu plappern.

  • Im vierten Lebensmonat kann sich der Säugling drehen, das Stillen wird seltener und natürlich legt er immer noch an Gewicht zu. Spielsachen und Personen werden mit den Augen verfolgt; nach Gegenständen lernt es jetzt zu greifen und auch schmusen, singen und geschaukelt werden gefällt ihm besonders gut.

Der Säugling saugt und trinkt, dadurch trainiert er seine Gesichtsmuskeln; er schläft noch viel und lernt einen Tag-Nacht-Rhythmus zu finden. Fremde und vertraute Personen werden unterschieden. Die eigenen Hände sind jetzt das interessanteste Spielzeug.

Fähigkeiten im fünften und sechsten Lebensmonat

  • Vielleicht kann das Kind im fünften Lebensmonat schon ohne fremde Hilfe sitzen. Es kann Gegenstände jetzt mit beiden Händen greifen. In Bauchlage stützt es sich mit den Armen ab und der Kopf wird immer sicherer gehalten.

  • Im sechsten Lebensmonat kann das Kind nach Dingen greifen und sich in alle Richtungen drehen. Das Kind schult seine Stimme und die Kommunikationsfähigkeit. Manche Kinder trainieren schon im sechsten Lebensmonat das Sitzen; der Kopf kann zumeist schon sicher gehalten werden.

    Aus der Rückenlage kann sich das Kind oft schon in die Bauchlage bringen. Mit der Zunge kann nun auch schon die Nahrung geformt werden und man kann anfangen Beikost zu füttern. Jetzt ist der Magen-Darmtrakt ausgereift, dass es Zeit für die Beikost ist.

Das Kind kann immer mehr und besser verstoffwechseln. Das Immunsystem wird ausgebildet und wenn das Kind bis zum sechsten Monat voll gestillt wird, wirkt dies unterstützend.

In dieser Zeit etwa hat der Säugling einen Schließreflex, der ihm ermöglicht, unter Wasser zu tauchen. Daher fangen in dieser Zeit einige Eltern mit dem Babyschwimmen an.

Fähigkeiten im siebten bis zwölften Lebensmonat

  • Im siebten Lebensmonat kann der Säugling auf den Füßen stehend auf- und abhüpfen. Bei vielen Kindern fängt jetzt die Zahnung an.

  • Mit acht Monaten kann das Kind vielleicht schon eigenständig sitzen, krabbeln und schon stehen, wenn es sich an Möbeln hochzieht.

  • Mit neun Monaten kann das Kind schon kurz vor dem Laufen sein. Das Kind wird jetzt bis zum zwölften Lebensmonat mobil, unabhängig und fängt an zu reden, feste Nahrung ist Gewohnheit. Das Kind fängt an immer mehr zu verstehen und schaut Bilderbücher an.

Die meisten Babys krabbeln gegen Ende des ersten Lebensjahres schon sehr gut und schnell
Die meisten Babys krabbeln gegen Ende des ersten Lebensjahres schon sehr gut und schnell

Die geistige Entwicklung des Säuglings

Für den Säugling ist die einzige Art sich mitzuteilen, das Schreien. Egal ob er

- das Baby kann diese Bedürfnisse das nur durch Schreien signalisieren. Wenn Ihr Baby schreit, erhält es schnell umsorgende Aufmerksamkeit. Dies ist mit eine der wichtigsten Erfahrungen in der Sprachentwicklung Ihres Kindes. Denn wozu sollte es sprechen lernen, wenn nicht deshalb, um mit Ihnen zu kommunizieren.

In den ersten Wochen gewöhnt es sich an die Stimmen der ihm vertrauten Personen, besonders der Mutter. Der Säugling ist empfänglich für Körperkontakt und Zuwendung. Viele Menschen benutzen eine Babysprache, die dem Kind aber nicht entgegen kommt.

Sogar schon vor seiner Geburt macht Baby die ersten Spracherfahrungen: Es hört Ihre Stimme und bemerkt unterschiedliche Stimm(ungs)lagen. Wann immer Sie als Mutter beruhigend mit Ihrem (ungeborenen) Baby sprechen, wird es Ihnen zuhören. Ebenso, wenn Sie aufgeregt sind und lauter reden, wird Ihr Baby aufmerksam und vielleicht sogar unruhig reagieren.

Kommunikation beruht immer auf einem gegenseitigen Reagieren. Deshalb sollte Ihr Baby vor allem in den ersten 3 Lebensmonaten sicher darauf vertrauen lernen können, dass Sie achtsam und liebevoll reagieren, wenn es schreit.

Erster bis vierter Lebensmonat

Im ersten Lebensmonat sind Eltern und Kind noch damit beschäftigt, sich kennenzulernen und eine Bindung aufzubauen. Der Säugling kann schon Blickkontakt halten. Später fängt das Kind an erst zu lallen und dann zu plappern. Der Tagesablauf wird strukturiert und das Kind fängt an zu lächeln.

Das Sehvermögen wird besser, es reagiert auf Bewegungen und auf Geräusche. Fingerspiele, Reime und ähnliches verfolgt das Kind schon aufmerksam.

Im zweiten Lebensmonat kann der Säugling schon lächeln und er erkennt Farben. Mit drei Monaten formt das Baby Laute und beginnt zu reagieren und eine Wechselbeziehung einzugehen. Die Eltern werden klar erkannt.

Ab dem vierten Lebensmonat

Bisher war das Lächeln Ihres Kindes eher ein Reflex, doch nun lächelt es Sie bewusst an. Vor allem, wenn Sie sich lächelnd über sein Bettchen beugen, freut es sich, weil es weiß, dass Sie Ihr Kind nun sicher auf den Arm nehmen werden. Dies drückt sich in seinem Lächeln aus.

Auch wird Ihr Baby in dieser Phase die seltsamsten Lautäußerungen von sich geben, vom Blubbern bis zum Quietschen. Dabei freut sich Ihr Baby über die Vibrationen an seinem Gaumen besonders.

Das erklärt auch, warum sogar taub geborene Kinder im ersten halben Jahr lallen, obwohl sie sich selbst nicht hören können. Sie fühlen sich und ihre Sprache.

Etwa ab dem vierten Lebensmonat werden Gegenstände gegriffen und in den Mund gesteckt. Eltern und Kind sind jetzt in einem regelrechten Dialog, das Baby reagiert auf Zuwendung und äußert Wohlbehagen. Rasseln oder Greiflinge können jetzt schon mit beiden Händen genommen werden und werden immer noch in den Mund gesteckt.

Auf kleine Reime und Fingerspielchen wird Ihr Baby nun mit Glucksen und strampelnden Bewegungen reagieren. Sie werden ihm die Freude anmerken, wenn Sie in verschiedenen Geschwindigkeiten und Stimmlagen mit Ihrem Baby sprechen.

In dieser Phase ist es auch sehr förderlich, wenn Sie sich mit Ihrem Baby in seiner Sprache unterhalten. Antworten Sie ihm regelrecht auf seine Quietschtöne und ahmen Sie es freundlich nach. Dies gleicht einer liebevollen Aufforderung, einer Erlaubnis, sich seiner Stimme zu bedienen.

Ab dem 4. Lebensmonat kann das Baby ganz bewusst lächeln
Ab dem 4. Lebensmonat kann das Baby ganz bewusst lächeln

Sechster bis achter Lebensmonat

Etwa im 6. Lebensmonat wird Ihr Baby seinen eigenen Namen erkennen und wenn Sie es leise rufen, wird es Ihnen sein Gesichtchen zuwenden. Ebenso wird es aufhorchen und den Blick in Richtung einer hell klingenden Glocke wenden, die in seiner Nähe angeschlagen wird.

Eine Trennung von der Mutter kann das Kind nicht gut verkraften. Es wird immer neugieriger, aber auch vertrauter mit seiner Umgebung. Das Baby unterscheidet vertraute und unbekannte Personen und fängt dann etwa im achten Lebensmonat an zu fremdeln. Es ist an allem interessiert und verfolgt Aktionen mit seinen Blicken.

In dieser Phase genießt Ihr Baby es, sich selbst oder andere Menschen zu hören. Es geht weniger um die körperliche Wahrnehmung im Mund, als um die Laute an sich. Sie können Ihr Baby nun

  • mit viel sprachlicher Zuwendung
  • durch rhythmische Reime und
  • durch einfache Kinderlieder

besonders fördern. Auch die Unterhaltung mit Ihrem Baby in der nun üblichen Silbenwiederholung wie Lalala oder tatata, gibt Ihrem Kind Sicherheit und es wird sich darüber freuen. Bringen Sie gerne neue Silben und Tonhöhen in Ihre Zwiegespräche ein, denn nun lernt ein (hörendes) Baby vor allem über die Lautäußerungen seiner Bezugspersonen.

Ihr Baby kann nun Wörter als Namen für bestimmte Gegenstände wiedererkennen und zuordnen. Flasche, Bett oder Löffel gehören meist zum erkennenswerten Umfeld Ihres Babys. Sollte Ihr Kind in dieser Phase allerdings das Lallen einstellen und keine Freude am Zwiegespräch mit Ihnen zeigen, sollten Sie sein Gehör von einem Facharzt untersuchen lassen.

Neunter bis zwölfter Lebensmonat

  • Im neunten Lebensmonat sind das Fremdeln und die Angst verlassen zu werden, besonders groß. Das Kind versteht Worte jetzt schon gut; es plappert Laute nach. Wenn es gerufen wird, reagiert es auf seinen Namen.
  • Im zehnten Lebensmonat zeigen sich bereits bestimmte Charaktereigenschaften des Kindes.
  • Im elften Monat schaut sich das Kind bestimmt schon gerne Bilderbücher an. Das Wort "Nein" kann schon gut verstanden werden, wobei dies nicht bedeutet, dass das Kind auch folgt. Einfachen Anweisungen kann das Kind bereits folgen.
  • Im zwölften Lebensmonat kann das Kind mit Babyspielsachen umgehen. Die Sprachfähigkeit verbessert sich zusehend, der Wortschatz des Kindes wächst.
Gegen Ende des ersten Lebensjahres schaut das Baby gerne Bilderbücher an
Gegen Ende des ersten Lebensjahres schaut das Baby gerne Bilderbücher an

Um seinen ersten Geburtstag herum hören viele Eltern dann auch das erste langersehnte Mama oder Papa heraus. Sie verstärken Ihr Baby darin, dieses Wort immer häufiger zu lallen, auch, wenn es bei Ihrer ersten freudigen Wiederholung zunächst ein reiner Zufall dieser Silbenbildung war.

Insgesamt ist es nun eine wichtige Förderung, wenn Sie mit Ihrem Kind viel sprechen. Bezeichnen Sie Gegenstände immer mit den gleichen Begriffen und auch die Benennung von Bezugspersonen sollte in dieser Zeit die gleiche sein.

Für alle Familienmitglieder sollte Mama nun Mama heißen und Papa eben Papa, statt deren Vornamen. So erleichtern Sie ihrem Baby die Zuordnung. Auch sollten Sie nun beginnen, wo immer möglich, die richtigen Bezeichnungen zu verwenden, also statt "Heia" heißt das Bett nun Bett und das Essen nicht mehr "Happahappa" und so weiter.

Die soziale Entwicklung des Kindes

Ein Kind durchläuft in seiner Entwicklung verschiedene Stadien. Der Grundstein der sozialen Entwicklung wird im Babyalter gelegt.

Urvertrauen

Bereits im Alter von wenigen Wochen nimmt das Baby seine Umwelt interessiert wahr und fühlt sich geborgen, wenn

  • es von Mama oder Papa getragen wird
  • beim Stillen oder Fläschchengeben ein intensiver Körperkontakt besteht und
  • immer jemand da ist, wenn es dem Baby schlecht geht und es weint.
Intensiver Körperkontakt fördert den Aufbau des Urvertrauens
Intensiver Körperkontakt fördert den Aufbau des Urvertrauens

Durch diese Dinge lernt das Baby, Vertrauen zu den Bezugspersonen aufzubauen, was für seine weitere soziale Entwicklung von enormer Wichtigkeit ist.

Das Baby sieht seine Eltern, aber auch die größeren Geschwister, als Vorbild an und versucht, sie nachzuahmen. Daher sollten Eltern immer versuchen, sich so zu verhalten, wie sie auch möchten, dass sich ihr Kind verhält.

Wird ein Kind bereits im Babyalter geschlagen, so kann seine weitere soziale Entwicklung erheblich gestört sein. Im ersten Lebensjahr entsteht das Urvertrauen, das ein Baby zu seinen Eltern hat und das sein Leben lang erhalten bleibt.

Sicherheit

Wenn die Tage eine feste Struktur haben, gibt dies dem Kind Sicherheit. Gerade im Alter von etwa einem halben Jahr ist diese Sicherheit für die Kinder wichtig, denn sie beginnen langsam zu fremdeln. Fremde Personen werden von den vertrauten Personen unterschieden, und ein Gefühl der Angst tritt auf.

Nur wenn die Eltern ihrem Baby in dieser Phase Geborgenheit und Liebe vermitteln können, wird das Kind auch einige Monate später erkennen, dass von diesen anderen Menschen – zu denen übrigens oft auch Großeltern, Tanten und Onkel gehören – keine Gefahr ausgeht.

Humor bei Babys: Schon die Kleinsten glucksen vor Freude

Babys können zwar noch keinen Witz verstehen, entwickeln aber schon mit einem halben Jahr ihren Humor. Warum ist das so? Wissenschaftler denken, dass die Beobachtung der Eltern dazu führt, dass sich die Kleinsten schon früh köstlich amüsieren.

Lachen – wichtiges Kommunikationsmittel für Säuglinge und Kleinkinder

Im Alter von sechs Monaten lernen Babys, langsam ihre Welt zu begreifen. Und je besser sie erkennen, was im Alltag vor sich geht, desto spaßiger finden sie die Dinge.

Zum Beispiel wissen die Kleinen durchaus, wie ein Telefon klingelt und wie es aussieht. Sprechen die Eltern in das merkwürdige Objekt und lachen, gluckst auch das Kind vor lauter Glück. Lachen ist für Babys eines der wichtigsten Kommunikationsmittel, da sie sich noch nicht über die Sprache mitteilen können. Rund 400 Mal am Tag erfreuen sich die Kleinsten an Dingen oder an der Mimik und Gestik ihrer Eltern.

Lachen ist das wichtigste Kommunikationsmittel des Babys
Lachen ist das wichtigste Kommunikationsmittel des Babys
Baby entwickeln unterschiedliche Humoreigenschaften

Zwar lernen die Kleinsten das Meiste von den Eltern, doch es ist bisher nicht eindeutig geklärt, in welcher Ausprägung sie Humorfähigkeit angeboren ist. Humorforscher vermuten jedoch, dass teilweise genetische Einflüsse maßgebend ist. Aus psychologischer Sicht ist das Humorverhalten bei Kindern abhängig vom Temperament.

Da auch Säuglinge sehr unterschiedlich in ihrem Temperament sind, entwickeln sich auch unterschiedliche Humoreigenschaften, die bis ins Erwachsenenalter fortbestehen. Tests mit erwachsenen eineiigen Zwillingspaaren haben ergeben, dass sich aufgrund des identischen Erbmaterials auch ähnliche Humoreigenschaften ausbilden.

Humorfähigkeiten sind trainierbar

Trotz des genetischen Einflusses spielen die äußeren Bedingungen eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung von Humor. Bei Erwachsenen lässt sich Lachen trainieren. Je humorvoller ein Mensch ist, desto höher ist die Lebenszufriedenheit.

Das zeigen zahlreiche Studienergebnisse. Humorforscher vermuten, dass die Humrorfähigkeiten bereits im frühen Kindesalter trainierbar sind. Doch bislang stehen nur wenige verlässliche Messinstrumente zur Verfügung, um das Humorverhalten bei Kindern zu bestimmen. Zwar wird das Thema Humor häufig leichtfertig abgetan, doch die Humorfähigkeit ist ein entscheidendes Merkmal für die Kindesentwicklung.

Individuelle Entwicklung

Kinder entwickeln sich in einem ganz unterschiedlichen Tempo, die einen sind schneller, die anderen ein bisschen langsamer. Beschriebene Entwicklungsschritte wollen nur eine grobe Richtlinie geben. Die gesunde Entwicklung des Kindes kann man immer mit der Hebamme und dem Kinderarzt abklären.

Auf den folgenden Seiten haben wir nun die Entwicklung im ersten Jahr für Sie in 12 Monate unterteilt und die einzelnen Schritte detailgetreu aufgeschlüsselt.

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Quellenangaben
  • baby after bath #34 © Adam Borkowski - www.fotolia.de
  • baby surprisely looking at the plastic fish © Marin Conic - www.fotolia.de
  • crying baby © Galina Barskaya - www.fotolia.de
  • baby girl learning to stand up © Roberto Anguita - www.fotolia.de
  • lächelndes Baby © Sandy Schulze - www.fotolia.de
  • mother and 8 months baby girl reading book together © Monika Adamczyk - www.fotolia.de
  • Mother and Baby © deanm1974 - www.fotolia.de
  • Mother with baby at home © Tatyana Gladskih - www.fotolia.de

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