4. August 2009
Konventionelle Denkspiele sind altbewährt und haben bereits Generationen spielerisch begleitet.
Es ist immer eine Frage des Alters und der individuellen Entwicklung des Kindes, was man ihm an Spielen anbieten kann. Auf keinen Fall darf man das Kind überfordern, denn so bremst man die Spielfreude und entmutigt das Kind. Kinder wollen lernen, aber immer altersgemäß und kindgerecht, der Spaß an der Freude sollte dabei immer im Vordergrund stehen. Der Lerneffekt sollte die spielerische Begleiterscheinung bleiben. Altbekannte Spiele wie "Mensch ärgere dich nicht" oder Brettspiele wie "Dame" und "Mühle" können oft schon erstaunlich früh gelernt werden und die Kinder können meist mehr, als man ihnen zutraut. Bei "Mensch ärgere dich nicht" wird das Zahlenverständnis geschult, aber auch das Sozialverhalten durch das Verlieren können und das Rausgeschmissen werden. Brettspiele sind Strategiespiele und schulen die Logik und das vorausschauende Denken. Bei "Mikado" wird hauptsächlich die Feinmotorik geschult, aber es will auch wohl überlegt sein, welchen Stab man zieht - da sind die Kleinen mit Feuereifer dabei. "Memory" hat Generationen von Kindern begeistert und tut es immer wieder aufs Neue. Die Kärtchen werden vermischt und ausgebreitet, durch aufdecken muss man das Doppel finden. Mittlerweile gibt es verschiedene Memoryspiele mit ganz unterschiedlichen und schönen Motiven.
"Schach" ist zwar nach wie vor sehr anspruchsvoll, aber trotzdem können Kinder behutsam und mit viel Geduld, also ganz sachte, an das Spiel herangeführt werden. Hier wird die Konzentration und auch die Ausdauer geschult. Später kann es vielleicht sogar Spaß machen in einen Schachclub oder Schachverein zu gehen. Auch Kartenspiele wie "Mau-Mau", Quartettspiele und "Schwarzer Peter" sind für Kinder bestens geeignet. Die jeweiligen Spiele sind immer mit Altersangaben versehen, an die man sich aber nicht stoisch halten muss. Den Entwicklungsstand des Kindes kann man immer am besten selbst einschätzen und eben immer mal probieren, für was für ein Spiel das Kind bereits reif genug ist. Kinder haben Lust am Ausprobieren und wenn man sie unterstützt, kann auch ein Aufgeben eine wichtige Erfahrung sein, um den Versuch zu einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen. Das Spiel mit dem Erwachsenen schafft Vertrauen, gibt das Gefühl, Zuwendung zu bekommen und hat damit auch einen sozialen Aspekt.
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