Daumenlutschen

Das Nuckeln am Daumen können sich viele Kinder nur sehr schwer abgewöhnen

Der Mensch wird mit einem Saugreflex geboren, der zur Nahrungsaufnahme dient. Ab einem bestimmten Alter fangen viele Babys mit dem Daumenlutschen an. Das Nuckeln am Daumen entspannt und beruhigt sie und gibt ihnen ein Gefühl von Geborgenheit. Ärzte gehen davon aus, dass das Daumennuckeln bis zum vollendeten dritten Lebensjahr keine Nebenwirkungen mit sich bringt. Danach sollte man es sich jedoch besser abgewöhnen, um Schäden an Kiefer und Zähnen zu vermeiden.

Kleinkind lacht in Kamera und lutscht am Daumen
daumenlutscher © Ramona Heim - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Daumenlutschen

Als Daumenlutschen bezeichnet man eine menschliche Angewohnheit. Dabei stecken sich Babys oder Kleinkinder den Daumen in den Mund, um daran zu lutschen oder zu saugen. Vor allem Babys lieben das Lutschen am Daumen oder an einem Nuckel, da es sie beruhigt.

Der angeborene Saugreflex beim Menschen

Darüber hinaus verfügen die Menschen über einen angeborenen Saugreflex. Dieser bewirkt, dass es zu saugenden Mundbewegungen kommt, wenn die Lippen oder die Zungenspitze berührt werden, wodurch die Versorgung mit Nahrung während des ersten Lebensjahres sichergestellt wird. Beobachtet wurde dieser Saugreflex auch bei Affen.

Der Reflex besteht bereits im Mutterleib, wenn der Fötus den Daumen in den Mund nimmt. Allerdings kann das Daumenlutschen nicht allein mit dem Saugreflex erklärt werden, da sich dieser nach dem ersten Lebensjahr nicht mehr nachweisen lässt.

Wirkung des Daumenlutschens

Zahlreiche Psychologen vertreten die Ansicht, dass das Daumenlutschen bei den Kindern Trost, Erholung und Entspannung bewirkt. Auf diese Weise bekämpfen sie Stresssituationen. Je aufgeregter ein Kind ist, desto intensiver lutscht und saugt es an seinem Daumen.

Anstelle des Daumens können aber auch die Finger oder bestimmte Gegenstände wie Nuckel, Kuscheldecken, Kleidungsstücke oder Stofftiere zum Saugen dienen.

Mögliche Folgen

Bis zum dritten Lebensjahr gilt das Daumenlutschen als harmlos und unbedenklich. Aus diesem Grund sollte es auch nicht unterdrückt werden. Hält das Daumenlutschen jedoch über das vollendete dritte Lebensjahr an, wird es von Medizinern als schlechte Angewohnheit gewertet, die sogar zu körperlichen Beeinträchtigungen führen kann.

Bei Kindern, die in den Kindergarten gehen, sieht man das Daumenlutschen als Ausdruck von Verunsicherung an, die durch außergewöhnliche Belastungen ausgelöst wird. Durch das Lutschen des Daumes versucht das Kind einen emotionalen Ausgleich herzustellen.

Für den Fall, dass das Daumenlutschen zur festen Angewohnheit wird, besteht die Gefahr von fehlerhaften Entwicklungen der Kiefer. So werden die oberen Schneidezähne während ihres Wachstums nach vorne gedrückt, wodurch Schrägstellungen der Zähne drohen. Setzt sich das Daumenlutschen bis in ein höheres Alter fort, ist oftmals eine psychologische Behandlung erforderlich.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen und Hinweise zum Daumenlutschen

Ursachen, Folgen und Abgewöhnung des Daumenlutschens

Ursachen, Folgen und Abgewöhnung des Daumenlutschens

Durch übermäßig langes Daumenlutschen kann es zu Kiefer- und Zahnfehlstellungen kommen. Ärzte sprechen in diesem Zusammenhang allerdings nicht von einer Erkrankung, sondern einer schlechten Angewohnheit, die es zu vermeiden gilt.

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