12. Januar 2011
Eine neue Studie des Umweltbundesamtes in Dessau-Roßlau fand einen Zusammenhang zwischen dem Chlor in Schwimmbädern und Atemwegserkrankungen wie Asthma. Das Umweltbundesamt rät von Babyschwimmen in Schwimmbädern ab, bis eindeutig bewiesen ist, dass sich der Verdacht begründet hat. Allergiegefährdete Kleinkinder unter zwei Jahren sollten solange nicht zum Babyschwimmen gehen.
Die Schwimmbäder werden durch das Desinfektionsmittel Chlor sauber gehalten. Zusammen mit Urin im Wasser entstehen dann asthmaverdächtige Stoffe. Nicht allergiegefährdete Kinder und Erwachsene können aber bedenkenlos baden gehen. Gerade Kleinkinder haben empfindliche Lungen und sind dadurch extrem anfällig für solche Krankheiten. Da Kleinkinder auch gerne in das Becken urinieren und sich in Kinderbecken höhere Wassertemperaturen vorfinden, finden sich in Kinderbecken mehr risikoreiche Substanzen.
Jochen Flasbarth, der Chef des Umweltbundesamtes (UBA), rät zum gründlichen Abduschen vor dem Schwimmen. Auch Körperschweiß, Kosmetika und Schuppen der Haut könnten zur Entstehung der gefährlichen Flüssigkeiten beitragen. Herr Flasbarth fordert die Hallenbadbetreiber zur ausreichenden Frischwasserzufuhr und genügenden Belüftung auf.
Derzeit ermittelt das Umweltbundesamt durch Messungen die Höhe der Dosis der gefährlichen Substanz. Auf Chlor als Desinfektionsmittel in Schwimmbädern könne aber nicht verzichtet werden, da es vor Infektionen schützt, meldet das Bundesgesundheitsblatt.
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