2. Dezember 2009
Noch vor wenigen Jahrzehnten ging man recht sorglos mit der Babyernährung um. Heutzutage weiß man mittlerweile welche Lebensmittel für die Säuglingsernährung geeignet sind und welche eher gemieden werden sollten.
Die beste Grundlage für eine gesunde Entwicklung des Kindes ist wenn sechs Monate voll gestillt wird. Wenn es mit dem Stillen nicht klappt oder die Mutter andere Gründe hat, um nicht zu Stillen, gibt es mittlerweile verschiedene Milchnahrungen, die genau auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt sind. Heute weiß man, dass ein Baby zum Beispiel keinen Pfefferminztee trinken darf, das darin enthaltene Menthol kann für den so genannten Glottiskrampf sorgen und für das Kind lebensgefährlich sein. Laut Experten sollen Babys im ersten Lebensjahr auch keinen Honig bekommen, in ihm können Botulismuskeime sein und diese werden von dem kindlichen Verdauungs- und Immunsystem nicht vertragen. Auf vielen Babynahrungspackungen steht zuckerfrei oder ohne Kristallzucker, es wird aber meist ein Zuckerersatzstoff verwendet. Saccharin gilt sogar als gesundheitsgefährdend für kleine Kinder. Auch bestimmte Lebensmittel sollen gemieden werden. die im Verdacht stehen eine Allergie auslösen zu können.
Besonders wichtig bei der Ernährung des Babys ist natürlich auch die Hygiene. Flaschen und anderes Zubehör sollten immer, nach jeder Mahlzeit, sorgsam gereinigt und desinfiziert werden, etwa mit einem Vaporisator. Das Immunsystem von Neugeborenen ist noch nicht ganz ausgereift, deshalb sind sie im ersten Lebensjahr noch empfindlich. Schnell bilden sie Keime, die dem Kind schaden können, denn die Milchnahrung bietet einen idealen Nährboden. Wird der Kinderbrei mit Leitungswasser angerührt, sollte man sich bei den örtlichen Wasserwerken über die Wasserqualität informieren. Apotheken bieten auch eine Testung des Wassers an. Bei schlechter Qualität sollte man dann zum Beispiel auf Wasser aus Drogeriemärkten zurückgreifen, die den Vermerk zur Säuglingsernährung geeignet tragen. Jedes Kind hat in seiner Entwicklung ein ganz individuelles Tempo und bei der Ernährung eben auch seine Vorlieben und Abneigungen. Deshalb gibt es keine allgemein gültigen Richtlinien. Aber es gibt viele gute Empfehlungen von Experten, die einem als Gerüst dienen können. All diese Gebote und Verbote können junge Mütter leicht verunsichern, aber besser man lässt Vorsicht walten und macht ein Zuviel als ein Zuwenig, um die Gesundheit des Kindes nicht zu gefährden.
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