4. April 2007
(pgk) In Zeiten des Schnäppchen-Handels – im Internet oder auf dem Flohmarkt – übersieht man oft das Wichtigste: die Sicherheit. Dies gilt besonders bei Gebrauchsgegenständen für Kinder. Ein schlechtes Beispiel: Veraltete Kindersitze oder auch "Rückhaltesysteme" fürs Auto, wie Jahr für Jahr zu Tausenden günstig den Besitzer wechseln.
Auch der beste Kindersitz zeigt im Laufe der Zeit Verschleißerscheinungen. Deshalb sollten solche Sitze grundsätzlich nicht länger als sechs Jahre genutzt werden. Beim Kauf von Fremden steht das Alter des Sitzes oft nicht fest. Zudem könnte er bereits bei einen Unfall beschädigt worden sein – und ist dann nicht mehr sicher.
Crashtests demonstrieren es deutlich: Solche Sitze können zu lebensgefährlichen Schleudersitzen werden. Beim Schnäppchenkauf fehlt oft nicht nur die Bedienungsanleitung, eine Fehlmontage ist programmiert. Gefährliche Mängel sind des Weiteren verloren gegangene Zubehörteile, verdrehte, falsch eingefädelte oder verschlissene Gurte, rostige Gurtschlösser oder Risse in Sitzschalen. Viele Mängel sind nicht einmal für Experten auf den ersten Blick erkennbar: zum Beispiel abgebrochene oder zerdrückte Polystyrol-Einlagen unter dem Stoffbezug. Erst bei einem Crash macht sich dies schmerzhaft bemerkbar.
Das Hauptproblem alter Kindersitze: Sie entsprechen nicht dem heutigen Stand der Technik. Optimierungen der vergangenen Jahre wie etwa Seitenaufprallschutz, Energieabsorber im Schulterbereich oder spezielle Spannvorrichtungen für den Fahrzeuggurt sind bei alten Kindersitzen einfach nicht vorhanden.
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