Um im Alltag wirksam Erste Hilfe leisten zu können, sollte stets Verbandsmaterial in der Hausapotheke verfügbar sein. Im Auto ist das Mitführen von Verbandsmaterial sogar Pflicht.
Verbandsmaterial gehört zu den wichtigsten Utensilien eines Verbandskastens oder Erste-Hilfe-Koffers und sollte in keiner Hausapotheke fehlen.
Vor allem Familien mit Kindern müssen stets mit Unfällen und kleineren Verletzungen rechnen, da es beim Herumtollen der Kinder leicht passieren kann, dass es zu einem Aufschlagen der Knie oder zu einer Schnittverletzung kommt. Daher ist es wichtig, immer genügend Verbandsmaterial im Haus zu haben, damit man schnell und wirksam eine Wunde versorgen kann.
Durch den Wundverband lässt sich die Blutung stillen. Das Wundsekret wird von der Wundauflage aufgenommen und die Wunde vor Fremdkörpern geschützt, sodass sie gut abheilen kann. Bei kleineren Wunden genügt zumeist schon die Versorgung mit einem Wundpflaster.
Auch wer viel Sport treibt, sollte sich mit ausreichend Verbandsmaterial versehen, denn gerade bei sportlichen Aktivitäten muss häufig mit Verletzungen gerechnet werden. Wer ein Kraftfahrzeug besitzt, ist nach Paragraph 35h der Straßenverkehrsordung (StVZO) sogar zum Mitführen von Verbandsmaterial verpflichtet, da es bei einem Verkehrsunfall unter Umständen lebensrettend sein kann, Erste Hilfe mit Verbandszeug zu leisten.
Das heißt, dass sich stets ein Verbandskasten mit Erste Hilfe-Material im Auto befinden muss. Lediglich bei Motorrädern besteht in Deutschland keine grundsätzliche Mitführpflicht. Führt man kein Erste Hilfe-Material mit sich, kann dies mit einem Verwarnungsgeld von 5 bis 25 Euro geahndet werden. Auch an Arbeitsplätzen sind Verbandskästen gesetzlich vorgeschrieben.
Zu den Verbandsmaterialien, die man unbedingt in der Hausapotheke vorrätig haben sollte, gehören unter anderem sterile Wundauflagen wie Kompressen aus Gaze oder Vliesstoff, Mullbinden, sterile Verbandpäckchen, die aus einer Wundauflage sowie einer integrierten Mullbinde bestehen, Befestigungsmaterial zum Fixieren des Verbands, Wundpflaster, Klammerpflaster, Druckpolster, Dreiecktücher, eine Pinzette, eine Verbandschere, sterile Einmalhandschuhe sowie ein Antiseptikum zum Desinfizieren der Wunde.
Da verschiedene Materialien wie zum Beispiel Pflaster mit der Zeit an Klebkraft verlieren, müssen sie nach einem gewissen Zeitraum ersetzt werden. Auch bei sterilen Verbandsmaterialien wie Verbandtüchern oder Wundkompressen ist unbedingt auf das Verfalldatum zu achten. Ist das Verfalldatum abgelaufen, muss das alte Material entsorgt und durch neues ersetzt werden.
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