27. April 2010
Spritzen und Kanülen sind zur Behandlung von bestimmten Krankheiten wie z.B. Diabetes mellitus sehr wichtig. Wendet man sie häufiger an, sollte die Einstichstelle regelmäßig gewechselt werden.
Als Spritze bezeichnet man ein zylinderförmiges medizinisches Instrument aus Plastik, mit denen flüssige Medikamente durch das Einstechen in die Haut injiziert werden. Die dazugehörige Nadel, die man auf die Spritze aufzieht, wird Kanüle genannt. Diese Kanüle sticht man entweder unter die Haut, in eine Vene oder in einen Muskel des Patienten. Über die Kanüle wird das benötigte Medikament in den Körper eingebracht, wobei man zuvor das Präparat durch eine Ampulle in die Spritze füllt. Auch zum Abnehmen von Blut, das später genauer untersucht werden soll, verwendet man Spritzen und Kanülen.
Medikamente, die mit einer Spritze verabreicht werden, haben gegenüber oral eingenommenen Arzneimitteln den Vorteil, dass sie eine schnellere und auch bessere Wirkung erzielen, denn auf dem Weg zum Wirkungsort müssen sie weniger physiologische Hindernisse überwinden. Es gibt aber auch bestimmte Medikamente, die nur parenteral verabreicht werden können. Allerdings haben Spritzen den Nachteil, dass ein gewisses Infektionsrisiko durch Bakterien besteht.
Zu den Fällen, in denen Medikamente mittels einer Spritze verabreicht werden, gehören die Behandlung von Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) mit Insulin, eine Thromboseprophylaxe mit Heparin sowie Impfungen. Besonders Diabetiker, die sich regelmäßig Insulin injizieren müssen, verwenden täglich Spritzen und Kanülen, wobei in der Regel ein moderner Insulin-Pen eingesetzt wird. Damit es dabei nicht zu Beschwerden oder Schmerzen an der Einstichstelle kommt, sollte man diese gut pflegen.
Wer als Diabetiker täglich an sich Injektionen vornehmen muss, sollte regelmäßig die Einstichstellen wechseln. Auf diese Weise wird möglichen Gewebeschäden vorgebeugt und eine gleichmäßige Wirkung des verabreichten Insulins garantiert. Als Einstichstellen für eine subkutane Injektion kommen der Bauchbereich, die Oberschenkel sowie die Außenseiten der Oberarme in Frage. Eine Desinfektion der Einstichstelle mit Alkohol vor dem Verabreichen der Spritze kann vorgenommen werden, wird aber von den meisten Ärzten nicht für notwendig erachtet, sofern eine ausreichende Hygiene und saubere Umgebung gewährleistet ist.
Nach dem Einstechen sollte man beobachten, ob es zur Bildung von blauen Flecken kommt. Diese können entstehen, wenn ein größeres Kapillargefäß punktiert wurde. Außerdem wird empfohlen, die Einstichstellen bei jedem Arztbesuch kontrollieren zu lassen.
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