8. Februar 2010
Als Schlafmittel oder Hypnotika bezeichnet man Medikamente zur Behandlung von Schlafstörungen. Dabei kommen sowohl synthetische als auch natürliche pflanzliche Mittel zur Anwendung.
Zweck von Schlafmitteln, die auch als Hypnotika bezeichnet werden, ist die Behandlung von Schlafstörungen sowie die Förderung des Schlafvorgangs. Verwendet werden dabei sowohl synthetische als auch pflanzliche Wirkstoffe. Zahlreiche Medikamente sind verwandt mit Beruhigungsmitteln (Sedativa). Zur Anwendung gelangen zumeist Stoffe, die nur eine kurze Wirkung haben und bereits nach wenigen Stunden wieder abgebaut werden.
Schlafstörungen sind ein weit verbreitetes Problem. Häufig führt mangelnder Schlaf zu Tagesmüdigkeit, Abgeschlagenheit und Stress. Mit Hilfe von Schlafmitteln soll wieder ein besserer Schlafvorgang ermöglicht werden. Bei der Verwendung von Hypnotika unterscheidet man zwischen synthetischen und pflanzlichen Schlafmitteln. Chemische Mittel werden in verschiedene Gruppen eingeteilt. Zu den häufig verwendeten Mitteln gehören vor allem Tranquilizer. Diese bewirken Entspannung sowie den Abbau von Ängsten. Der Nachteil von Tranquilizern liegt jedoch darin, dass sie ein hohes Suchtrisiko aufweisen. Wirksame Schlafmittel sind auch Benzodiazepine. Diese sind verschreibungspflichtig und haben eine schlaffördernde, beruhigende, krampflösende und angstlösende Wirkung. Auch bei ihnen besteht erhöhte Suchtgefahr, weshalb sie nicht länger als vier Wochen eingenommen werden dürfen. Als häufigste Wirkstoffe kommen Diazepam, Flurazepam, Temazepam und Triazolam zum Einsatz. Eine weitere Arzneistoffgruppe bilden die Nicht-Benzodiazepin-Agonisten. Diese wirken ähnlich wie die Benzodiazepine, obwohl sie einen anderen chemischen Aufbau haben. Die Beruhigungswirkung ist jedoch geringer als bei den Benzodiazepinen. Zu den Wirkstoffen gehören Zaleplon, Zolpidem und Zopiclon. Als besonders riskante Schlafmittel gelten Barbiturate. Diese können, kombiniert mit Alkohol, sogar eine tödliche Wirkung haben. Da sie zudem unangenehme Nebenwirkungen aufweisen und den wichtigen REM-Schlaf unterdrücken, werden sie heutzutage nur noch selten verwendet. In vielen Fällen werden auch Antihistaminika der 1. Generation, die eigentlich zu den Antiallergika gehören, als Schlafmittel benutzt, da sie eine stark sedierende Wirkung haben. Weil sie zudem sehr preisgünstig und zum Teil rezeptfrei sind, gehören sie zu den meistverwendeten Schlafmitteln. Weitere synthetische Schlafmittel sind Piperidindion-Derivate wie Glutethimid und Methyprylon, Bromierte Harnstoff-Derivate wie Bromisoval oder Carbromal, Chinazolon-Derivate wie Methaqualon sowie Thiazol-Derivate wie Clomethiazol.
Neben den chemischen Schlafmitteln gibt es aber auch eine große Anzahl von natürlichen pflanzlichen Mitteln, deren Wirksamkeit jedoch deutlich geringer ist als die der synthetischen Hypnotika. Daher eignen sich die pflanzlichen Schlafmittel mehr zur Beruhigung und Einleitung des Schlafes als zum Durchschlafen. Häufig verwendete Pflanzen sind Baldrian, Johanniskraut, Cannabis, Hopfen, Kamille, Melisse und Maulbeere. Die meisten pflanzlich wirkenden Mittel sind rezeptfrei erhältlich. Weitere schlaffördernde Arzneimittel sind Schmerzmittel (Analgetika), Antidepressiva sowie Phenothiazine. Die Förderung des Schlafes ist dabei zumeist eine Nebenwirkung dieser Medikamente.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
09.05.12 | |
![]() | SCHLAFMITTEL |
05.05.12 | |
![]() | SCHLAFMITTEL |
19.04.12 | |
![]() | SCHLAFMITTEL |
14.04.12 | |
![]() | SCHLAFMITTEL |
07.04.12 | |
![]() | SCHLAFMITTEL |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Schlafmittel Forum

