18. März 2010
Laut neuesten Untersuchungen ist in Nordrhein-Westfalen von 2006 bis 2009 die Anzahl an Psychopharmaka-Verschreibungen an Kinder um ganze 72 Prozent gestiegen. Damit liegt NRW zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern an der Spitze.
Das Medikament wird den Kindern vorwiegend gegeben, um das so genannte "Zappelphillip-Syndrom" zu behandeln. Im Jahr 2009 war dies bei 3,6 Prozent der Minderjährigen der Fall.
Doch die Notwendigkeit der Verschreibung ist stark umstritten - man geht davon aus, dass das Arzneimittel häufig nur verabreicht wird, um sehr lebendige Kinder ruhiger zu stellen und ihre schulischen Leistungen zu verbessern. Die Diagnose "Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom" sei demnach in vielen Fällen nicht richtig gestellt.
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