Die richtige Anästhesie bei TEP-Operationen - Sterberate sinkt durch Spinalanästhesie

Von Cornelia Scherpe
13. Mai 2013

Bei manchen Patienten ist das Knie oder die Hüfte derart beschädigt, dass der Arzt ihnen nur noch mit einer Prothese helfen kann. Man spricht in diesem Zusammenhang von Endoprothesen, da sich diese komplett im Inneren des Körpers befinden.

Die Implantat werden in sogenannten TEP-Operationen an Ort und Stelle gebracht und da dieser Eingriff größerer Art ist, werden die Patienten dafür betäubt. Wie bei jeder Operation kann es auch bei TEP-Eingriffen zu verschiedenen Nebenwirkungen kommen. Unter anderem ist die richtige Wahl der Narkose sehr entscheidend für die Sterberate, dies haben nun Forscher in einer Studie belegt.

In der Regel müssen sich Arzt und Patient gemeinsam entscheiden, ob sie eine Vollnarkose wünschen, oder der Arzt nur eine sogenannte Spinalanästhesie durchführt. Bei dieser Form bleibt der Patient bei Bewusstsein, denn es wird nur lokal betäubt, indem der entsprechende Wirkstoff in das Rückenmark gespritzt wird.

Laut Studie empfiehlt es sich, auf die zweite Option zurückzugreifen, da so die Sterberate messbar sinkt. Der Zusammenhang wurde in den USA festgestellt, als die Forscher insgesamt 382.226 Patienten während und nach einer TEP-Operation betreuten. Insgesamt hatten sich 74,8 Prozent für eine Vollnarkose entschieden, während elf Prozent sich mit der Spinalanästhesie zufrieden gaben. Die übrigen 14,2 Prozent ließen eine Kombinationsanästhesie durchführen und bekamen sowohl eine Vollnarkose, als auch die Spinalanästhesie.

Von den Patienten unter Vollnarkose starben in den kommenden 30 Tagen nach der OP insgesamt 0,18 Prozent. Die Sterberate war allerdings noch niedriger, wenn die Prothese nur mit lokaler Betäubung oder unter Kombi-Anästhesie eingepflanzt worden war. Hier lag die Rate bei 0,1 Prozent. Das Risiko ist unter Vollnarkose also fast doppelt so hoch.