12. Dezember 2011
Bei Bisphosphonaten handelt es sich um eine Medikamentengruppe, die noch vergleichsweise jung auf dem Markt ist. Seit gut drei Jahrzehnten setzen Mediziner diese Mittel bei Patienten ein. Die größte Zielgruppe bilden Menschen mit Osteoporose. Die Bisphosphonate greifen in den gestörten Kalziumstoffwechsel der Patienten ein und wirken zu dem Knochenabbau entgegen.
Eine Studie hat nun aber ermittelt, dass die Medikamente eventuell noch viel mehr können. Es steht die These im Raum, dass sie die Haltbarkeit von Endoprothesen verlängern. Dabei handelt es sich zum Implantate, die direkt im Körper angebracht werden und beispielsweise ein defektes Gelenk ersetzen. Je nach Material und Einsatzort unterliegen diese Implantate aber gewissen Verschleißerscheinungen. Dies birgt ein Gesundheitsrisiko für die Patienten und kann bewirken, dass weitere Operationen nötig sind. So entstehen Kosten, hoher Zeitaufwand und natürlich neue operative Risiken. Bisphosphonate könnten die Lebensdauer der Endoprothesen aber verlängern, da sie ja ohnehin den Knochenaufbau nachahmen. Ihr Einsatz könnte bewirken, dass sich die Stelle für das Implantat besser mit diesem verbindet und die gesamte Endoprothese so stabiler wird.
Die Studie wertete 42.000 Patientendaten aus. Sie alle trugen Implantate, einige von Ihnen mussten aufgrund weiterer Erkrankungen die Bisphosphonate nehmen. Es zeigte sich, dass die Notwendigkeit zu einer weiteren Operation bei denen geringer war, die die Medikamente nahmen. Die Revisionsrate betrug bei ihnen nur 0,93 Prozent. In der anderen Gruppe war der Wert mit 1,96 Prozent mehr als doppelt so hoch.
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