23. April 2010
Insulin-Pens finden als Alternative zur Insulinspritze immer weitere Verbreitung. Bei ihrer Anwendung sollte man jedoch einige Dinge beachten.
Insulin-Pens, die man auch als Pennadeln bezeichnet, werden zur Behandlung von Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) verwendet. Das Instrument, das aussieht wie ein Kugelschreiber, gehört inzwischen zu den gebräuchlichsten Instrumenten zum Spritzen von Insulin.
Insulin-Pens haben gegenüber einer herkömmlichen Insulinspritze den Vorteil, dass sie einfacher zu handhaben sind. Mithilfe eines speziellen Druckknopfes kann die erforderliche Dosis an Insulin genau eingestellt werden. Die dünnen und scharf geschliffenen Pennadeln verfügen über einen Gleitfilm, wodurch eine gut verträgliche und schmerzarme Injektion ermöglicht wird. Außerdem kann ein Pen unauffällig und unkompliziert transportiert werden. Das Insulin wird in Form von speziellen Patronen eingesetzt.
Für die richtige Verwendung der Pennadeln sind einige Dinge zu beachten. So darf immer nur eine Person die Penkanüle und die Insulinpatrone benutzen, um die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden, da bei einer Injektion die Gefahr besteht, dass geringe Mengen an Blut in die Kanüle und die Patrone gelangen. Nach der Injektion sollte die Kanüle immer gewechselt werden, denn beschädigte Kanülenspitzen können Gewebsverletzungen hervorrufen. Auch die dünnen Pennadeln muss man nach jeder Injektion auswechseln, da ansonsten Krankheitserreger bei einer Wiederverwendung in die Haut eindringen können.
Bei bestimmten Insulinen wie Misch- oder Verzögerungsinsulinen ist es erforderlich, diese vor jeder Injektion durchzumischen. Dazu schwenkt man den Pen mit der eingelegten Patrone etwa zwanzigmal hin und her, bis das Insulin gleichmäßig milchig weiß wird.
Bevor man die Insulindosis am Pen einstellt, muss man darauf achten, dass der Dosierknopf auf Null steht. Ist das der Fall, kann man die gewünschte Anzahl an Insulineinheiten durch das Drehen des Knopfes einstellen. Über die Art des Insulins und die Menge der Injektionen entscheidet der behandelnde Arzt. Vor der Injektion sollte sich der Diabetiker stets vergewissern, dass sich das richtige Insulin im Pen befindet. Nach dem Einstechen ist es ratsam, noch fünf Sekunden mit dem Herausziehen der Nadel zu warten. Sollte der Dosierknopf noch vor dem Zurückdrehen in die Nullstellung stoppen, ist das ein Zeichen dafür, dass sich nicht mehr genügend Insulin in der Patrone befindet. In diesem Fall muss die Restmenge, die auf der Anzeige angegeben wird, nachträglich injiziert werden.
Bei der Aufbewahrung des Pens sollte man den Pen stets von der Kanüle trennen. Außerdem darf das empfindliche Instrument nicht Schmutz, Staub, starkem Druck sowie extremer Wärme oder Kälte ausgesetzt werden.
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