8. Februar 2010
Als Nikotinersatzmittel bezeichnet man Arzneimittel, die zur Linderung von Nikotin-Entzugserscheinungen dienen. Auf diese Weise soll die Raucherentwöhnung erleichtert werden.
Ziel und Zweck von Nikotinersatzmitteln ist die Linderung von Entzugserscheinungen im Rahmen einer Raucherentwöhnung. Mit Hilfe von verschiedenen Nikotinersatzprodukten sollen die körperlichen Entzugserscheinungen nach einem Rauchstopp wie Nervosität, innere Unruhe und Stimmungsschwankungen abgemildert werden. Diese speziellen Arzneimittel kommen in der Regel im Rahmen einer Nikotinersatztherapie (NET) zum Einsatz.
Mit dem Rauchen aufzuhören ist oft leichter gesagt als getan. Entschließt man sich zu einem Rauchstopp, kann es zu unangenehmen Entzugserscheinungen kommen, da Nikotin eine hohe Suchtwirkung hat. Zu den häufigsten Symptomen bei einer Raucherentwöhnung gehören Reizbarkeit, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsstörungen. Mit Hilfe von Nikotinersatzmitteln soll diesen Erscheinungen entgegen gewirkt werden. Dazu wird der zu behandelnden Person das Nikotin isoliert vom Tabakrauch zugeführt. Zur Anwendung kommen dabei verschiedene Mittel, die in Deutschland rezeptfrei und in verschiedenen Stärken erhältlich sind. Dazu gehören:
Nikotinkaugummis eignen sich besonders für schwache oder mittelstarke Raucher. Sie lassen sich genauso wie normale Kaugummis kauen. Für die Anwendung kaut man die Nikotinkaugummis rund dreißig Minuten mit kurzen Unterbrechungen. Über die Mundschleimhaut gelangt das Nikotin ins Blut. Dabei sollte man möglichst ruhig und langsam kauen, damit das Nikotin nicht zu schnell freigesetzt wird. Bei einer zu schnellen Freisetzung kann es passieren, dass das Nikotin nicht ins Blut aufgenommen wird.
Niktoinlutschtabletten werden für mittelstarke bis starke Raucher empfohlen. Wie die Nikotinkaugummis werden auch die Lutschtabletten je nach Bedarf eingenommen. Zur Anwendung lässt man sie langsam im Mund zergehen. Dabei sollten die Tabletten regelmäßig von einer Seite der Mundhöhle zur anderen geschoben werden. Zu Beginn der Therapie wird alle ein bis zwei Stunden eine Tablette eingenommen. Mit der Zeit wird die Dosis reduziert. Werden nicht mehr als ein bis zwei Stück pro Tag benötigt, kann das Mittel abgesetzt werden.
Nikotinpflaster gelten als geeignet für starke bis mittelstarke Raucher. Für die Anwendung werden die Pflaster einfach auf die Haut geklebt und jeden Tag gewechselt. Je nach Produkt können die Pflaster 16–24 Stunden auf der Haut verbleiben. Für das Aufkleben des Pflasters sollte man eine saubere, unbehaarte und trockene Hautstelle wie z.B. Hüfte, Schulter oder Oberarm auswählen. Dabei ist es ratsam, die Hautstelle täglich zu wechseln. Außerdem muss beachtet werden, dass die Nikotinpflaster nicht Wasserfest sind.
Nikotinnasensprays kommen besonders bei starken Rauchern mit hoher Abhängigkeit zum Einsatz. Dabei sprüht man Nikotinhaltige Flüssigkeit in die Nase. Angewendet wird ein Nikotinnasenspray nur bei Rauchverlangen. Die empfohlene Dosis liegt bei ein bis zwei Sprühstößen pro Stunde. Mit der Zeit wird die Dosis nach und nach reduziert. In der Regel dauert eine Behandlung mit Nikotinnasenspray etwa ein halbes Jahr.
Bei der Anwendung eines Nikotininhalators wird das Nikotin über ein Mundstück eininhaliert.
Die Wirkung all dieser Nikotinersatzmittel basiert darauf, dass sie medizinisches Nikotin behutsam an den Körper abgeben. Gegenüber Zigaretten haben sie zudem den Vorteil, dass außer dem Nikotin keine zusätzlichen krebserregenden Giftstoffe wie z.B. Kohlenmonoxid oder Teer in ihnen enthalten sind.
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28.01.12 | |
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06.12.11 | |
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26.11.11 | |
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29.10.11 | |
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