Wie man die Sucht nach Nasenspray in den Griff bekommt

Um von Nasenspray wieder los zu kommen, kann man zum Beispiel ein Salzwasserspray benutzen

Von Jutta Baur
25. Mai 2011

Nasenspray ist nicht ganz so harmlos, wie man glaubt. Schon nach wenigen Tagen gewöhnt sich die Nasenschleimhaut an das abschwellende Substrat. Das Gefühl, viel besser atmen zu können, macht den Griff zur Sprühflasche immer leichter. Am Ende steht der sogenannte Spray-Schnupfen. Die Nasenschleimhäute trocknen mehr und mehr aus und schwellen an, so dass auf Nasenspray weiteres Nasenspray folgt.

Salzwasserspray oder Verdünnung des Sprays zur Abgewöhnung

Hat man eine solche Abhängigkeit entwickelt, sollte man die Nase Stück für Stück entwöhnen. Das bietet der Schleimhaut die Chance, sich zu erneuern. Eine Möglichkeit ist die, statt eines abschwellenden Sprays, ein Salzwasserspray zu benutzen. Das vermindert zwar nicht die Schleimhaut, gibt aber das Gefühl von Befeuchtung.

Eine andere Variante ist die, das Spray durch abgekochtes Wasser auszuschleichen. Dazu füllt man eine Flasche, aus der ein Viertel verbraucht ist, mit dem Wasser auf. Ist wieder ein Viertel weg, verfährt man genauso. Dadurch verdünnt sich das Medikament stets weiter und der Wirkstoff ist am Ende kaum noch vorhanden. Die Nasenschleimhaut gesundet und man spürt seltener den Drang zum Spray zu greifen.