12. April 2010
Um tiefe Wunden zu verschließen, müssen diese oftmals genäht werden. Damit sie auch gut abheilen, sollte man sie fachgerecht pflegen.
Im Falle eines operativen Eingriffs oder einer tiefen Verletzung kommt es zu einer Durchtrennung der Haut und des darunterliegenden Fettgewebes. Da eine offene Hautwunde zum Eindringen von Krankheitserregern und dadurch zu Infektionen führen kann, muss die Wunde mit Nahtmaterial verschlossen werden. Mithilfe von Fäden oder Klammern werden dazu die Hautränder aneinandergelegt. Auf diese Weise wird verhindert, dass schädliche Bakterien in die Tiefe des Körpers gelangen können. Allerdings sind die Fäden Fremdkörper, die nach einigen Tagen wieder entfernt werden müssen. Zwar gibt es auch resorbierbare Fäden, die sich von selbst auflösen, doch diese verwendet man vor allem für tiefer gelegene Strukturen des Körpers. Je nachdem an welchem Körperteil die Naht vorgenommen wurde, entfernt man die Fäden in einem Zeitraum von fünf bis vierzehn Tagen.
Nachdem eine Wunde vernäht worden ist, sollten einige Dinge beachtet werden, damit der Heilungsprozess möglichst ungestört verlaufen kann. So ist es sehr wichtig während der Belüftung Nässe und Schmutz von der Wunde fernzuhalten, da sich sonst das Risiko einer Wundinfektion erhöht. Vor allem in der ersten Woche ist große Vorsicht angebracht. Bis zur Entfernung der Fäden ist es ratsam, auf Sport oder sonstige körperlich anstrengende Aktivitäten zu verzichten. Durch moderate Bewegung wie z.B. Spazierengehen wird die Wundheilung in der Regel jedoch nicht beeinträchtigt.
Nach ein paar Tagen werden die Fäden der Wunde gezogen, was nicht weiter schmerzhaft ist. Das Ziehen des Nahtmaterials wird zumeist mit einer Pinzette, Schere oder einem spitzen Skalpell vorgenommen. Dabei hebt der Arzt den Knoten des Fadens etwas von der Hautoberfläche ab und schneidet die Fadenschlaufe durch. Dieser Vorgang nimmt nur wenig Zeit in Anspruch.
Auch nach der Entfernung des Nahtmaterials sollte die Wunde für ein paar Tage mit einem Wundpflaster geschützt werden. Verläuft die Heilung positiv, können keine Bakterien mehr in die Tiefe vordringen und die Wunde darf auch wieder nass werden. Zur Pflege der Narbe ist es ratsam, nach dem Ziehen der Fäden für zwei bis drei Wochen eine fetthaltige Creme anzuwenden. In manchen Fällen kann auch eine spezielle Narbensalbe hilfreich sein.
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