26. Februar 2010
Als Mund- und Rachenmittel oder Mund- und Rachentherapeutika bezeichnet man verschiedene Arzneimittel zur Behandlung von Mund- und Rachenraum. Dazu gehören Mundspülungen, Lutschtabletten und Gurgellösungen.
Ziel und Zweck von Mund- und Rachenmitteln, die man auch als Mund- und Rachentherapeutika bezeichnet, ist die Behandlung von Beschwerden in der Mundhöhle sowie im Rachenraum. Dabei handelt es sich um flüssige, feste oder halbfeste Mittel, die über einen oder mehrere Wirkstoffe verfügen. Diese können sowohl eine lokale als auch eine systemische Wirkung erzielen.
Die Mundhöhle und der Rachenraum können häufig von verschiedenen Beschwerden und Erkrankungen betroffen sein. Dazu gehören z.B. Halsschmerzen, Rachenentzündungen, Mundtrockenheit, Mundschleimhautentzündungen, Aphten oder Zahnfleischentzündungen. Mit Hilfe von verschiedenen Mund- und Rachentherapeutika können viele dieser Beschwerden wirksam bekämpft werden. Für die Behandlung stehen unterschiedliche Darreichungsformen wie Gurgellösungen, Mundsprays, Lutschtabletten, Pastillen, Tropfen, Mundspüllösungen, Kapseln, Tinkturen, Gels und Mundwässer zur Verfügung. Die meisten dieser Mittel sind rezeptfrei in Apotheken oder Drogerien erhältlich. Mund- und Rachentherapeutika gibt es sowohl auf synthetischer als auch auf pflanzlicher Basis. Zur Behandlung von Halsschmerzen und Rachenentzündungen kommen vor allem Gurgellösungen zur Anwendung, die die Anzahl der Keime im Rachen verringern sollen. Zu den gängigsten Therapeutika gehören topische Desinfektionsmittel wie Hexetidin, Chlorhexidin, Jod, Chlorquinadol, Cetylpyridinchlorid und Cetrimoniumbromid, die antiseptisch und zum Teil auch lokal betäubend wirken sowie topische Lokalanästhetika wie Ambroxol, Lidocain oder Oxybuprocain. Als Alternative zu diesen synthetischen Arzneien können auch pflanzliche Mittel mit Salbei, Kamille, Gewürznelken, Isländischem Moos, Eibisch, Menthol oder Echinacea zur Anwendung kommen, die ebenfalls schmerzlindernd wirken. Zur Bekämpfung von Halsschmerzen und Schluckbeschwerden können zudem Lutschtabletten eingenommen werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Tabletten schluckt man die Lutschtabletten nicht herunter, sondern lässt sie langsam im Mund zergehen, damit das Medikament seine Wirkung direkt im Mund- und Rachenraum entfalten kann. Für die Behandlung von Aphten, Zahnfleischentzündungen, Pilzinfektionen oder Mundschleimhautentzündungen (Stomatitis) stehen verschiedene schmerzstillende Gels, antiseptische Mundspüllösungen oder Tinkturen zur Verfügung. Dabei können auch Vitaminpräparate unterstützend eingesetzt werden. Zur Prophylaxe im Mundraum und zur Zahnpflege kommen Mundspülungen zur Anwendung, die für einen frischen Atem sorgen. Sie enthalten zumeist ätherische Öle, Ethanol, Propandiol, Salicylsäurephenylester, Natrium-Saccharin, Minze, Aloe Vera, Kamille oder Salbei. Sie eignen sich besonders gut für Bereiche, die für die Zahnbürste nicht zugänglich sind.
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