12. April 2010
Der Medizintechnik sind unverzichtbare medizinische Produkte wie Sehhilfen, Hörgeräte, Implantate und Herzschrittmacher zu verdanken. Nach wie vor ist sie ein Studiengang mit Zukunft.
Als Medizintechnik oder biomedizinische Technik bezeichnet man das Anwenden von ingenieurswissenschaftlichen Regeln und Prinzipien auf medizinischem Gebiet. Dabei kombiniert man die medizinische Sachkenntnis von Ärzten und medizinischem Personal mit den Kenntnissen aus dem Technik-Bereich. Dazu gehören die Entwicklung von medizinischen Produkten sowie das Lösen von Problemen.
Zu den zahlreichen Produkten der Medizintechnik gehören Geräte wie z.B. Implantate, Sehhilfen, Hörgeräte oder Herzschrittmacher. Auch medizinische Verfahren wie das Röntgenverfahren, die Sonographie, die Magnetresonanztomographie oder die Computertomographie sind aus dem medizinischen Alltag nicht mehr wegzudenken und helfen bei der Früherkennung und Diagnose von Erkrankungen. All diese medizinischen Produkte, an denen auch Absolventen der Medizintechnik ihren Anteil haben, sorgen dafür, dass die Lebenserwartung und die Lebensqualität der Patienten steigt und dass die medizinische Versorgung zunehmend besser wird. Aber auch die Rehabilitation der Patienten verläuft dank neuen, schonenderen Operationstechniken immer schneller. Mithilfe der Lasertechnik ist es sogar möglich Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit zu beseitigen.
Die Grundlage für die positive Entwicklung in der Medizin wird von der modernen Medizintechnik gelegt. Dazu tragen Medizintechnik-Ingenieure bei, die neue Geräte für Diagnostik, Behandlung, Rehabilitation und Prävention entwickeln und betreuen. Dafür muss ein Medizintechniker jedoch über ein breites Spektrum an technischem Know-how verfügen. Aus diesem Grund werden im Studiengang Medizintechnik Kompetenzen aus verschiedensten Bereichen zusammengefasst. Dazu zählen Ingenieurswissenschaften, Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften. Selbstverständlich gehört auch die Medizin dazu, denn sinnvolle medizinische Geräte können nur dann konstruiert werden, wenn man über genügend Kenntnisse über die Physiologie des Menschen und die Diagnosemethoden verfügt. Darüber hinaus bedient sich die Medizintechnik auch Technologien wie der Nanotechnologie sowie der Mikrosystem- und Feinwerktechnik. Ebenso spielen Laser- und Materialforschung eine wichtige Rolle.
Einsatzgebiete eines ausgebildeten Medizintechnikers sind die medizintechnische Industrie sowie Forschungsinstitute und Krankenhäuser. Dabei wird das Wissen des Technikers vor allem in die Entwicklung und die Qualitätssicherung, aber auch in die Beratung, den Kundendienst oder den Vertrieb eingebracht.
Da das Bundesministerium für Forschung und Bildung diese Branche als großen Wachstumsmarkt in Deutschland und auf der ganzen Welt ansieht, gilt die Medizintechnik nach wie vor als Studiengang mit Zukunft.
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