Krebsmittel - Anwendung, Wirkung und Nebenwirkungen

Unter Krebsmitteln versteht man Medikamente zur Behandlung von Krebskrankheiten. Zu den wirksamsten Mitteln gehören vor allem Chemotherapeutika wie Zytostatika.

Einsatz, Dosierung und Risiken von Mitteln gegen Krebs

Ziel und Zweck

Ziel und Zweck von Krebsmitteln ist die Behandlung oder Linderung von verschiedenen Krebserkrankungen. Dabei kommen vor allem Chemotherapeutika wie Zytostatika zum Einsatz.

Um bösartige Tumore zu behandeln, kommen in erster Linie drei Therapiemethoden in Frage::

  1. Operative Eingriffe
  2. eine Strahlentherapie
  3. eine Chemotherapie mit speziellen Medikamenten

Die verschiedenen Therapien können auch miteinander kombiniert werden. Welche Behandlungsmethode letztendlich am besten geeignet ist, hängt auch von dem Ausmaß und der Art der Krebserkrankung ab.

Darüber hinaus gibt es auch einige alternative Behandlungsmethoden, wie beispielsweise die Thymustherapie oder die Misteltherapie. Deren Wirkung konnte jedoch wissenschaftlich nicht erwiesen werden.

Eine weitere Möglichkeit ist die Hormontherapie, bei der bestimmte Hormone verabreicht werden. Nach weiteren wirksamen Therapiemethoden oder Krebsmitteln wird nach wie vor geforscht.

Wirkung von Zytostatika

Im Rahmen einer Chemotherapie, die zu den häufigsten Krebsbehandlungen gehört, werden Chemotherapeutika wie Zytostatika eingesetzt. Diese Zytostatika, die Ende der 70er Jahre in den USA entwickelt wurden, wirken sich hemmend auf das Wachstum und die Vermehrung von körpereigenen Zellen aus.

Dabei stören sie die Stoffwechselvorgänge, die wichtig für die Teilung und das Wachstum der Zellen sind. So werden vor allem schnell wachsende Zellen, wie z.B. Haarwurzelzellen oder Schleimhautepithel durch die Zytostatika geschädigt.

Da die Krebszellen, die nur beschränkt reparaturfähig sind, zudem eine höhere Zellteilungsrate haben, reagieren sie wesentlich anfälliger auf die Chemotherapeutika als gesunde Zellen.

Wirkstoff-Gruppen

Krebsmittel wie Zytostatika werden in verschiedene Gruppen eingeteilt. So gibt es Antimetabolite wie:

  • Methotrexat
  • Fluorouracil
  • Fludarabin
  • Azathiopirin
  • Cladribin

Diese wirken, indem sie die natürlichen Stoffwechselbausteine in den Krebszellen zurückdrängen und ersetzen, was Fehlfunktionen von lebenswichtigen Enzymen dieser Zellen zur Folge hat.

Eine andere Zytostatika-Gruppe sind Alkylanzien, zu denen gehören Stoffe wie:

  • Cisplatin
  • Cyclosphamid
  • Darcarbazin

Diese stören den DNS-Aufbau der Tumorzellen. Auch Antibiotika wie Bleomycin, Mitoxantron und Doxorubicin gehören zu den Zytostatika.

Weitere Chemotherapeutika sind Hormonantagonisten wie:

  • Fosfestrol
  • Megestrol
  • Estramustin

Auch Mitosehemmstoffe wie Vinca-Alkaloide kommen zum Einsatz. Ebenso können Enzyme als Mittel gegen Krebs eingesetzt werden.

Bei der Durchführung einer Chemotherapie werden die Zytostatika in Form von Infusionen verabreicht. Einige dieser Mittel können aber auch als Tabletten eingenommen werden.

Hormonpräparate

Ebenfalls zu den Krebsmitteln gehören Hormonpräparate, die im Rahmen einer Hormontherapie bei bestimmten Krebserkrankungen wie zum Beispiel

zur Anwendung kommen, da diese Krebsformen von Hormonen abhängig sind.

Dabei werden Hormone bzw. Antihormone wie Antiöstrogene, Gestagene und Aromatasehemmer verabreicht, um diese Krebserkrankungen zu bekämpfen.

Nebenwirkungen

Krebsmittel< sollen Tumorerkankungen wirksam behandeln. Doch bei ihrer Anwendung treten oftmals unerwünschte Nebeneffekte auf.

Vor allem Chemotherapeutika wie Zytostatika können erhebliche Nebenwirkungen verursachen, da diese giftigen Substanzen nicht nur die Tumorzellen schädigen, sondern auch die gesunden Zellendes Körpers in Mitleidenschaft ziehen. Davon besonders betroffen sind:

Nebenwirkungen von Zytostatika

Dadurch kann es zu unangenehmen Beschwerden kommen, wie:

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

Nebenwirkungen von Hormonpräparaten

Auch bei der Verabreichung von Hormonpräparaten sind unerwünschte Wirkungen möglich, wie:

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