1. April 2010
Als Insulinpumpen bezeichnet man spezielle medizinische Geräte, die dosiert Insulin an den Körper abgeben. Sie kommen im Rahmen einer Insulinpumpentherapie zur Anwendung.
Eine Insulinpumpe ist ein kleines medizinisches Gerät, das zur Behandlung von Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) eingesetzt wird. Die spezielle Pumpe kommt im Rahmen einer Insulinpumpentherapie zur Anwendung und ist eine Alternative zur Insulinspritze.
Normalerweise erfolgt bei Diabetikern die Verabreichung des benötigten Insulins durch die Anwendung eines Insulin-Pens oder einer Spritze. Eine Insulinpumpe, die programmiert werden kann, leitet dagegen das Insulin mit Hilfe eines Katheters in den Organismus. Diese Pumpe hat die Größe eines Taschentücher-Päckchens und lässt sich bequem am Gürtel oder in der Hosentasche tragen. Allerdings muss der Diabetiker das Gerät ständig mit sich führen und darf es nur für etwa ein bis zwei Stunden am Tag ablegen.
Etwa 50.000 Menschen, die an Diabetes vom Typ 1 leiden, tragen in der Bundesrepublik Deutschland eine Insulinpumpe mit sich. Auf dem Markt gibt es verschiedene Arten von Insulinpumpen, die zumeist über eine anspruchsvolle Ausstattung verfügen. Der Vorteil der Insulinpumpentherapie, die auch als kontinuierliche subkutane Insulin-Infusion (CSII), bezeichnet wird, liegt in der erhöhten Lebensqualität für den Diabetiker im Alltag, denn die ständigen Injektionen, die mehrmals pro Tag erfolgen müssen sind nicht mehr nötig, da die Insulinabgabe über die Pumpe erfolgt. Darüber hinaus wird eine bessere Einstellung des Stoffwechsels ermöglicht.
Erhält man eine Insulinpumpe wird zuerst die erforderliche Basalrate in einer Arztpraxis oder einem speziellen Pumpenzentrum eingestellt. Dort bekommt der Diabetiker auch eine Schulung, um mit dem Gerät fachgerecht umzugehen. Mit Hilfe eines kleinen Motors in der Pumpe und einem Schlauch, an dessen Ende sich eine Nadel befindet, gelangt das Insulin aus einer Ampulle über das Unterhautfettgewebe des Bauches in den Körper des Patienten. Das lästige Spritzen entfällt also. Es gibt aber auch Nachteile. Da nur schnell wirkendes Insulin eingesetzt werden kann, muss der Diabetiker seinen Blutzucker noch häufiger überprüfen als bei der herkömmlichen Insulin-Therapie. Außerdem besteht die Gefahr, dass es zu einer Verstopfung des Katheters kommt, infolgedessen eine gefährliche Blutübersäuerung eintreten kann. Auch allergische Reaktionen oder technische Defekte sind im Bereich des Möglichen. Das Tragen einer Insulinpumpe sollte also gut abgewogen werden.
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02.11.11 | |
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