9. April 2010
Implantate kommen vor allem in der Zahnmedizin und in der Plastischen Chirurgie zum Einsatz, um Körperfunktionen zu unterstützen oder zu ersetzen. Sind sie aber nach dem Einpflanzen auch ein Teil des Körpers?
Als Implantat bezeichnet man künstliches Material, das in den menschlichen Körper eingesetzt wird, um medizinische oder plastische Aufgaben zu übernehmen. In der Plastischen Chirurgie dienen z.B. Implantate aus Silikon oder Kochsalz zur Vergrößerung der weiblichen Brüste. Besonders häufig kommen Implantate in der Zahnmedizin zum Einsatz, wo man sie operativ in den Kieferknochen einpflanzt, damit sie fehlende Zähne als künstliche Zahnwurzeln ersetzen. In diesem Fall ist das Implantat kein Fremdkörper mehr, sondern wird vom Körper wie ein Teil von ihm selbst angenommen.
In der Zahnmedizin verwendet man vor allem Implantate aus Titan. Diese sind sehr biokompatibel (Gewebefreundlich) und bilden mit dem Kieferknochen einen sicheren und haltbaren Verbund. Nach etwa drei bis sechs Monaten ist das Implantat fest mit dem umgebenden Knochen verwachsen. Titan hat den großen Vorteil, dass es keine Fremdkörperreaktionen oder Allergien auslöst, wodurch es vom Körper ideal angenommen wird, als wäre es ein Teil des Körpers. Dieser Vorgang wird auch als Osseointegration bezeichnet. Aufgabe des Zahnimplantats ist es, die Funktion der Zahnwurzel zu übernehmen. Durch das Verwachsen mit dem Kieferknochen ist es möglich, entweder festen oder herausnehmbaren Zahnersatz auf dem Implantat zu befestigen. Dabei wird das Implantat schließlich wie ein Teil des Körpers, was man z.B. dann merkt, wenn man mit der Zunge gegen den implantatgetragenen Zahn stößt und dabei keinen Unterschied zu den eigenen Zähnen empfindet.
Etwas komplizierter kann das Einsetzen eines Brustimplantats sein. In diesem Fall wird ein Silikon- oder Kochsalzimplantat über oder unter den Brustmuskel oder das Brustdrüsengewebe eingesetzt, um die Form der Brust zu vergrößern und zu verschönern. Obwohl die meisten Frauen ein solches Brustimplantat als Teil von sich selbst empfinden, besteht auch das Risiko von Komplikationen oder Nachwirkungen wie z.B. einer Kapselfibrose (Brustverhärtung) oder Verschiebungen des Implantats. Darüber hinaus kann es zu Gefühlsstörungen an den Brustwarzen und der Haut kommen. Außerdem ist ein Brustimplantat nicht für die Ewigkeit gemacht, sodass es nach einem gewissen Zeitraum von ca. zehn bis zwanzig Jahren wieder ausgetauscht werden muss.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
28.05.12 | |
![]() | IMPLANTATE |
06.05.12 | |
![]() | IMPLANTATE |
17.03.12 | |
![]() | IMPLANTATE |
04.03.12 | |
![]() | IMPLANTATE |
13.02.12 | |
![]() | IMPLANTATE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Implantate Forum

