19. August 2011
Wenn Kinder an einer Innenohr-Schwerhörigkeit leiden, ist es sinnvoll, ein entsprechendes Implantat vor der endgültigen Sprachbildung zu geben.
Dies hilft den Kindern, ihre Sprachfähigkeiten zu verbessern und sich auch anderweitig besser zu entwickeln. Eine Untersuchung, die im Rahmen einer Promotion in Freiburg durchgeführt wurde, hat deutlich gemacht, wann genau der richtige Zeitpunkt für eine solche Behandlung ist. Rainer Linus Beck untersuchte die Daten von 771 Patienten, die zwischen 1993 und 2004 ein Cochlea-Implantat erhalten hatten. Davon waren 493 unter 18 Jahre alt. Diejenigen, die operiert worden waren bevor sie zwei Jahre alt waren, zeigten später ein deutlich besseres Sprachverständnis, als die anderen. Es war sogar noch ausgeprägter als das von Erwachsenen, die erst im späteren Alter schwerhörig geworden waren.
Für seine Erkenntnisse wurde Beck von der Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde mit dem Plester-Preis ausgezeichnet. Er habe, so die Argumentation, mit seiner Arbeit den Kliniken Hilfen für den Umgang mit Cochlear-Implantaten an die Hand gegeben, die den Patienten nachhaltig weiterhelfen.
Der Plester-Preis wird seit 2001 jährlich vergeben. Mit ihm werden hervorragende Dissertationen auf dem Gebiet der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde gewürdigt.
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