Russische Hausmittel für zahlreiche Beschwerden - von Apfel bis Speck

Heller und dunkler Reis in und vor Beutel, weißer Hintergrund

Die meisten der kleinen russischen Helfer haben wir zuhause und somit schnell zur Hand

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  • von Paradisi-Redaktion

Einige traditionelle Hausmittel aus Russland hören sich schon abenteuerlich an. Mit Karotten, Knoblauch, Eiern und Co. heilen die Russen verschiedenste Wehwehchen.

Auch bei uns gibt es viele Hausmittel, die wir regelmäßig anwenden. So zum Beispiel

Da ist es nicht verwunderlich, dass es auch in Russland viele Hausmittel gegen die unterschiedlichsten Krankheiten gibt.

Russische Heilkunst

Jahrhundertelang wurden diese Hausmittel jedoch schon erfolgreich ausprobiert, so dass auch wir ihnen eine Chance geben sollten, bevor wir zu Medikamenten greifen, die wiederum gravierende Nebenwirkungen haben können. Hausmittel sind günstig und das Schlimmste, das passieren kann, ist, dass sie nicht oder nicht ausreichend wirken.

Um die russischen Hausmittel anwenden zu können, braucht man normalerweise nicht einmal einkaufen zu gehen. Die meisten Produkte finden sich in jedem Haushalt. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Beschwerden und Krankheiten man mit

heilen kann. Dazu werden lediglich

benötigt.

Vorteile

Der große Vorteil von Hausmitteln ist natürlich auch, dass man sie schon bei Kindern anwenden kann. Gerade Kindern möchten die meisten Eltern ja noch keine hochwirksamen Medikamente verabreichen, so dass sie bei leichten Erkrankungen durchaus auch die russischen Hausmittel ausprobieren können.

Der große Vorteil der russischen Hausmittel ist, dass sie denkbar einfach anzuwenden sind, wenige Zutaten und vor allem auch nur eine kurze Vorbereitungszeit benötigen. Viele Hausmittel, die wir kennen, sind schwer zuzubereiten und schrecken daher viele Menschen davon ab, sie anzuwenden. Nicht so bei den russischen Hausmitteln, für die man meist nur entsaftetes Gemüse, Kochwasser, kleingeschnittenes Gemüse oder ähnliches benötigt.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die unterschiedlichen Hausmittel einmal vor.

Äpfel gegen Warzen

Wie kann man mit Äpfeln Warzen heilen? Die alten Russen haben dieses Hausmittel von Generation zu Generation weitergegeben. Auch wenn man sich erst einmal nicht vorstellen kann, dass Äpfel das Problem lösen sollten, so ist es doch verwunderlich, dass sich dieses Hausmittel so lange Zeit halten würde, wenn es wirkungslos wäre.

Warzen entstehen durch Viren, die über kleine Verletzungen in die Haut eindringen. Man kann sich damit zum Beispiel in Schwimmbädern infizieren.

Die meisten Menschen haben ihre Warze(n) an Händen oder Füßen, und auch viele Kinder leiden schon darunter. Werden die Warzen aufgekratzt, so kann sich die Flüssigkeit verteilen und zu weiteren Warzen führen.

Gemäß den russischen Hausmitteln sollen Äpfel gegen die Warzen helfen. Man braucht dazu saure Äpfel und muss diese auspressen. In dem Saft sind Flavonoide enthalten, die in der Lage sind, die Viren, die für die Warzenbildung verantwortlich sind, zu zerstören. Wichtig ist, dass die Äpfel zusammen mit der Schale ausgepresst werden.

Morgens und abends tropft man dann etwas Apfelsaft auf die Warze, woraufhin diese verschwinden soll. Günstiger als die Warzenmittel aus der Apotheke ist dieser Apfelsaft allemal und somit einen Versuch wert.

Erbsen gegen Verstopfung

Wer kennt das Thema Verstopfung nicht. Auch dafür gibt es ein altes russisches Hausmittel, das wesentlich schonender wirkt als ein Abführmittel aus der Apotheke: Erbsen. Natürlich gehört auch eine ballaststoffreiche ausgewogene Ernährung zu einer geregelten Verdauung.

Es hilft nicht, nur ab und zu das alte russische Hausmittel anzuwenden, wenn man unter Verstopfung leidet. Hier muss man seine Ernährung komplett umstellen, um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen.

Gegen Verstopfung, die nur hin und wieder auftritt, sollte man aber unbedingt Erbsen im Haus haben. Benötigt werden aber keine normalen Erbsen, sondern Erbsenpulver aus getrockneten Erbsen.

Diese getrockneten Erbsen müssen dazu in einem Mörser zermahlen werden und enthalten dann einen abführenden Wirkstoff. Zur Darmregulation nimmt man dreimal täglich einen Teelöffel Erbsenpulver ein und trinkt anschließend ein Glas lauwarmes Leitungswasser.

Kaffee gegen Fußpilz

Wer Fußpilz hat, kann in die nächste Apotheke gehen und sich eine Salbe kaufen. Alternativ dazu kann man aber auch einmal ein russisches Hausmittel ausprobieren, das im Gegensatz zu einem Medikament keinerlei Nebenwirkungen hat.

Wer im Schwimmbad die Zehenzwischenräume nicht gut genug abtrocknet, der kann sich mit einem Fußpilz infizieren. Die alten Russen verwendeten zur Behandlung Kaffee und waren damit recht erfolgreich.

Gemäß den russischen Hausmitteln muss man seinen Fuß in Kaffee baden, um Beschwerden wie Juckreiz und schuppige Haut in den Griff zu bekommen. Die im Kaffee enthaltenen Stoffe wirken pilzabtötend.

Für das Fußbad benötigt man

  • einen Esslöffel Kaffee, den man mit einem Liter kochendem Wasser vermischt und zwei Minuten kochen lässt.

Jeden Abend soll man den betroffenen Fuß nun eine Viertelstunde im lauwarmen Kaffeewasser baden, bis kein Fußpilz mehr zu sehen ist und auch keine Symptome mehr vorhanden sind.

Eier gegen Herpes

Herpesbläschen am Mund sind nicht nur unangenehm, sondern sehen auch noch unansehnlich aus. Natürlich gibt es auch dagegen unzählige Salben aus der Apotheke. Vertraut man jedoch den russischen Hausmitteln, so braucht man lediglich Eier und keine teuren Salben zur Behandlung.

Von den Eiern wird nur das Eiweiß zur Behandlung der lästigen Bläschen benötigt. Darin ist ein Stoff enthalten, der Viren zerstören kann. Bis zu viermal täglich soll man gemäß den alten Russen das Herpesbläschen mit dem Eiweiß einreiben, und es soll schon bald der Vergangenheit angehören.

Karotten gegen Kopfschmerzen

Jeder leidet hin und wieder unter Kopfschmerzen. Leichte Kopfschmerzen kuriert man meist selbst durch Spazierengehen und Ruhe. Bei stärkeren Kopfschmerzen hingegen greifen viele Menschen rasch zu einem Schmerzmittel, das jedoch viele Nebenwirkungen haben kann.

Dabei gibt es natürlich auch unter den russischen Hausmitteln etwas, das gegen Kopfschmerzen hilft: Karotten. Sie sind in praktisch jedem Haushalt zu finden und deutlich günstiger und natürlich gesünder als die Kopfschmerztabletten aus der Apotheke.

Egal unter welcher Art von Kopfschmerz man leidet, die Karotten helfen immer. So können sowohl Spannungskopfschmerzen als auch migräneartige Kopfschmerzen und viele andere Kopfschmerzformen damit geheilt werden. Dieses Hausmittel dient jedoch weniger zur Akutbehandlung, sondern mehr zur Langzeittherapie.

Über einen Monat hinweg muss man eine Stunde vor dem Essen ein Gemisch aus Karotten- und Spinatsaft trinken, und zwar jedes Mal einen halben Liter. Die Kopfschmerzattacken sollen nach dieser Saftkur deutlich minimiert werden.

Zwiebeln gegen Prellungen

Auch in Deutschland gibt es einige Hausmittel. Ein Bestandteil davon ist die Zwiebel, die man gegen Ohrenschmerzen anwendet. In Russland jedoch schwört man auch bei Prellungen auf die Heilkräfte der Zwiebeln.

Die Zwiebel wird dazu kleingeschnitten und in ein Stofftaschentuch gegeben. Alternativ kann man dieses Tuch auch mit Zwiebelsaft tränken.

Die Inhaltsstoffe der Zwiebel wirken gegen die Entzündung und lassen die geprellte oder gezerrte Stelle abschwellen. Das Stofftuch wird nun an der Stelle befestigt, die am meisten schmerzt.

Zweimal täglich sollte man den Verband wechseln und bis zu einer Woche immer wieder erneuern. Dann sollten die Beschwerden abgeklungen sein.

Kürbis gegen Verbrennungen

Schnell hat man sich am Backofen oder dem Herd verbrannt. Auch beim Grillen im Sommer ist eine Brandverletzung schnell passiert.

Schwere Brandverletzungen dürfen keinesfalls mit Hausmitteln behandelt werden; hier ist immer ärztliche Hilfe notwendig. Lediglich bei leichten und nicht offenen Brandverletzungen schwören die Russen auf Kürbis zur Behandlung.

Der Kürbis enthält einen Pflanzenfarbstoff, der zur schnellen Regeneration der Haut beiträgt. Dazu schneidet man einen Kürbis in dünne Scheiben, die man morgens und abends mit einem Verband um die verbrannte Hautstelle wickelt. Dies kann so lange gemacht werden, bis die Verletzung abgeheilt ist.

Reis gegen Durchfall

Durchfall gehört zu den häufigsten Erkrankungen. Auch im Urlaub in südlichen Ländern leiden viele Menschen aufgrund der ungewohnten Speisen häufig unter Durchfall. Gegen Durchfall können Medikamente eingenommen werden oder man probiert es erst einmal mit einem russischen Hausmittel.

Wer unter Durchfall leidet, sollte sich einen Teelöffel Reis in einem Topf mit 1 3/4 Litern Wasser kochen, bis er weich ist. Für die Behandlung des Durchfalls braucht man lediglich das Kochwasser (Den Reis kann man z.B. als Beilage fürs Mittagessen aufheben). Ein halbes Glas dieses Kochwassers muss nun alle zwei Stunden getrunken werden, und zwar so lange, bis der Durchfall aufgehört hat.

Rote Bete und Knoblauch

Grippesymptome sind gerade im Herbst und Winter überall verbreitet. Die meisten greifen zu Grippemitteln aus der Apotheke, um schnell wieder fit zu werden. Für den Körper sind aber Hausmittel wesentlich besser verträglich als Medikamente, die häufig auch Nebenwirkungen haben.

Die alten Russen verwenden Rote Bete gegen Schnupfen und Knoblauch gegen Halsschmerzen. Mit Hausmitteln kann man den Körper auf schonende Art und Weise ganz ohne Nebenwirkungen heilen. Selbst für kleinere Kinder sind diese Hausmittel schon geeignet.

Rote Bete gegen Schnupfen

Rote Bete hat eine antibakterielle Wirkung. Auch wenn Schnupfen meist durch Viren verursacht wird, schwören die Russen auf ein altes Hausmittel gegen die Schnupfennase.

Die Rote Bete muss dazu ausgepresst werden. Der Saft wird aufgefangen und bis zu viermal täglich jeweils fünf Tropfen in beide Nasenlöcher getropft. Anschließend muss die Nase mit klarem Wasser ausgespült werden.

Knoblauch gegen Halsschmerzen

Wer Schnupfen hat, hat meist entweder zuvor oder währenddessen auch Halsschmerzen. Dagegen kann gleich das nächste Hausmittel der Russen angewandt werden: der Knoblauch. Je früher man den Knoblauch anwendet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Erkältung gar nicht erst ausbricht oder die Halsschmerzen zu einer Mandelentzündung werden.

Knoblauch enthält einen Stoff, der wie ein Antibiotikum wirkt. Gegen Halsschmerzen essen die Russen drei frische Knoblauchzehen (pur!). Vielleicht gibt es dann auch ein russisches Hausmittel, das den Mundgeruch bekämpft.

Speck gegen Zahnschmerzen

Wenn man Zahnschmerzen hat, muss man natürlich zum Zahnarzt gehen. Einen kariösen Zahn kann man mit den besten Hausmitteln nicht heilen, lediglich die Schmerzen lindern. Und genau dafür ist dieses russische Hausmittel gedacht.

Wenn man abends, nachts oder am Wochenende Zahnschmerzen bekommt und nicht gleich einen Zahnarzt aufsuchen kann, lindert Speck die stärksten Beschwerden, bis man dann zum Zahnarzt gehen kann. Im Speck ist Salz enthalten, das eine betäubende Wirkung hat.

Ein Stückchen Speck muss zwischen Backe und Zahnfleisch geschoben werden, genau an die Stelle mit dem schmerzenden Zahn. Dann dauert es etwa eine Viertelstunde, bis die betäubende Wirkung des Salzes eintritt und die Schmerzen gelindert werden.

Sellerie zum Abnehmen

Russen, die abnehmen möchten, verwenden dazu gerne Sellerie. Natürlich ist dieses Gemüse alleine nicht ausreichend, wenn man dauerhaft schlank sein möchte. Daneben muss man natürlich auch auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit Vitaminen und Ballaststoffen achten.

Mit einer Hau-Ruck-Diät nimmt man natürlich schneller ab – leider aber auch schneller wieder zu.

Die Inhaltsstoffe des Selleries unterstützen den Körper beim Abnehmen, weil sie den Stoffwechsel in Schwung bringen. Gemäß einem russischen Hausmittel braucht man zur Unterstützung beim Abnehmen Selleriesaft aus der Wurzel.

Da eine Gewichtsreduktion langfristig ausgelegt sein sollte, muss auch dieser Saft über mehrere Monate, am besten über vier Monate, getrunken werden. Bis zu dreimal täglich nimmt man vor dem Essen einen oder zwei Teelöffel Selleriesaft unverdünnt ein.

Grundinformationen zu Hausmitteln

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Reismischung © Twilight_Art_Pictures - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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