8. Februar 2010
Unter Grippemitteln versteht man Medikamente, die zur Behandlung von Grippebeschwerden dienen. Dabei unterscheidet man zwischen einer richtigen Grippe und einem grippalen Infekt.
Ziel und Zweck von Grippemitteln ist die Behandlung oder Linderung von verschiedenen Grippebeschwerden. Dabei können verschiedene Wirkstoffe zur Anwendung kommen.
Bei einer Grippe handelt es sich um eine Viruserkrankung, die unterschiedlich verlaufen kann. Oftmals werden jedoch Grippe und grippaler Infekt miteinander verwechselt. So wird manchmal von einer Grippe gesprochen, obwohl nur ein grippaler Infekt, also eine klassische Erkältung, vorliegt. Das liegt daran, dass sich die Beschwerden der Grippe (Influenza) und der Erkältung (grippaler Infekt) sehr ähneln. Sowohl die Grippe als auch der grippale Infekt werden von Viren verursacht. Während jedoch ein grippaler Infekt in der Regel harmlos verläuft und nicht allzu lange dauert, ist eine Grippe deutlich länger, ausgeprägter und unter Umständen sogar lebensbedrohlich. Für beide Varianten gibt es eine Reihe von Medikamenten, die zur Behandlung eingesetzt werden können.
Bei einer Grippe oder einer Erkältung kommt es zu verschiedenen unangenehmen Symptomen wie Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Heiserkeit, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Zwar gibt es kein Medikament, das eine Erkältung auf die Schnelle heilen kann, aber die Linderung der Beschwerden ist möglich. Zudem kann durch die Medikamente verhindert werden, dass es zu einer zusätzlichen Infektion des geschwächten Körpers mit Bakterien kommt. Diese können Komplikationen wie eine Bronchitis, Lungenentzündung oder Nasennebenhöhlenentzündung verursachen, die dann mit Antibiotika behandelt werden müssen. Bei einer Virus-Grippe sind jedoch Antibiotika nutzlos.
Ein beliebtes Grippemittel sind so genannte Allroundmittel. Diese enthalten verschiedene Wirkstoffe, die alle Symptome auf einmal bekämpfen sollen. Da aber die Wirkstoffe in diesen Kombinationsmitteln meist zu gering dosiert sind, gelten sie als wenig sinnvoll. Stattdessen wird empfohlen, die Symptome einzeln zu bekämpfen, da sie auch von Infekt zu Infekt unterschiedlich stark ausfallen können. Zur Senkung von Fieber und zur Behandlung von Schmerzen werden Medikamente, die Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen enthalten, empfohlen. Bei einer Halsentzündung kann vor allem Ibuprofen hilfreich sein, da es eine entzündungshemmende Wirkung hat. Zur Behandlung von Schnupfen eignen sich vor allem Nasentropfen oder -sprays. Gegen Husten können Hustenblocker mit dem Wirkstoff Codein wirksam sein. Die Wirkstoffe Ambroxol und Acetylcystein erleichtern wiederum das Abhusten, da sie schleimlösend wirken. Auch Mittel zum Einreiben können hilfreich gegen Husten sein und zugleich das Atmen erleichtern. Eine Alternative oder eine Ergänzung zu den synthetischen Mitteln können Hausmittel oder pflanzliche Mittel sein. So wirken Teemischungen wie z.B. Salbei oder Kamille entzündungshemmend. Auch Erkältungsbäder oder Inhalationen mit ätherischen Ölen verschaffen wohltuende Linderung. Zu den bewährten pflanzlichen Mitteln gehört Echinacea, das ein Extrakt aus dem Kraut und der Wurzel des Sonnenhuts ist und auch vorbeugend angewandt werden kann.
Handelt es sich jedoch nicht um einen grippalen Infekt, sondern um echte Grippe wie Influenza A oder B, können auch Virostatika, die vom Arzt verordnet werden müssen, zum Einsatz gelangen. Zu den wirksamsten Virostatika gehören Neuramidase-Hemmer wie Peramivir, Oseltamivir und Zanamivir. Diese wirken durch eine Blockierung des Enzyms Neuramidase bei den Virenstämmen A und B. Neuramidase spielt eine bedeutende Rolle bei der Vermehrung der Viren. Durch den Einsatz der Virostatika lässt sich die Grippe abmildern und abkürzen. Dazu müssen sie allerdings spätestens 48 Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome verabreicht werden. Ein weiterer Wirkstoff ist Amantadin, der jedoch nur Viren vom Stamm A bekämpfen kann und ansonsten wirkungslos ist. Als bester Schutz vor einer Influenza gilt nach wie vor die rechtzeitige Impfung.
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Der Ratgeber Grippemittel der Homöopathie von Margarethe Harms zu den Medikamenten Grippemittel.