7. November 2011
Die Temperaturmethode ist eine Möglichkeit der natürlichen Familienplanung, bei der im Verlauf des weiblichen Zyklus die unfruchtbaren und fruchtbaren Tage festgestellt werden.
Im Monatszyklus gibt es einen zweiphasigen Verlauf der Temperatur. In der ersten Hälfte des Zyklus ist die Körpertemperatur niedriger. In der Zeit um den Eisprung herum, etwa in der Mitte des Zyklus, steigt diese um ungefähr 0,4 bis 0,6 Grad Celsius an und bleibt bis zum Beginn der Menstruationsblutung erhöht.
Frauen spüren diese Erhöhung nicht, können diese aber mit einem Fieberthermometer genau messen. Die Temperaturspitze zeigt ihnen dann an, dass sie ovuliert haben. Der Anstieg der Körpertemperatur resultiert aus der Tatsache, dass die Eizelle die Produktion des Hormons Progesteron, des Gelbkörperhormons, anregt.
Zur Messung der Körpertemperatur ist ein genaues Thermometer erforderlich. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Quecksilberthermometer, ein Zykluscomputer oder ein digitales Thermometer verwendet wird. Wichtig ist, dass es mindestens zwei Nachkommastellen anzeigt, da die Erhöhung der Temperatur sich nur im Bereich einiger Zehntel bewegt. Gemessen wird dann stets zur selben Uhrzeit, kurz nach dem Aufwachen, im Enddarm, in der Scheide oder unter der Zunge im Mund. Von einer Messung in den Achselhöhlen ist wegen der Ungenauigkeit abzuraten. Die gemessenen Ergebnisse werden täglich in einen Zykluskalender eingetragen, um so den Temperaturverlauf zu kontrollieren.
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