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Anwendung, Einsatz und Wirkung von Darmmitteln

Unter Darmmitteln versteht man Arzneien zur Behandlung von Magen- und Darmbeschwerden. Sie kommen vor allem bei Durchfall oder Verstopfung zum Einsatz.

Ziel und Zweck von Darmmitteln ist die Behandlung von Beschwerden des Magen- und Darmtraktes. So werden sie vor allem bei Verstopfung, Durchfall, Verdauungsbeschwerden, Blähungen, einem Reizdarm und entzündlichen Darmerkrankungen eingesetzt. Da es verschiedene Darmbeschwerden gibt, kommen auch unterschiedliche Medikamente zur Anwendung.

Bei funktionellen Verdauungsstörungen (Dyspepsie) wie z.B. Schmerzen im Oberbauch oder Sodbrennen werden vor allem säurereduzierende Mittel verabreicht. Im Falle von Völlegefühl oder Übelkeit verwendet man zumeist Arzneimittel zur Förderung oder Regulierung der Darmbewegungen. Bei einem Reizdarm hängt es von den vorherrschenden Beschwerden ab, welche Wirkstoffe für die Behandlung geeignet sind. So ist bei Durchfall z.B. Loperamid hilfreich, das die Häufigkeit des Stuhlgangs und die Beschaffenheit des Stuhls wieder normalisiert und außerdem schmerzlindernd wirkt. Allerdings sollte man Loperamid nur bei starken Beschwerden einnehmen und nicht auf die Dauer anwenden. Darüber hinaus können bei einem Reizdarm auch pflanzliche Präparate wie Flohsamen (Plantago ovata) sinnvoll sein. Der Flohsamen ist gut verträglich und kann auch über längere Zeit eingenommen werden. Bei Verstopfung (Obstipation) wird häufig auf Abführmittel (Laxativa) zurückgegriffen, die durch eine Vergrößerung des Stuhlvolumens im Darm wirken, wodurch der Druck auf den Darm erhöht wird. Dies hat eine Auslösung von Wellenbewegungen zur Folge, durch die die Speisereste in die gewünschte Richtung geschoben werden.

Zu den verschiedenen Wirkstoffen der Abführmittel gehören Osmolaxanzien wie Laxulose, Salze wie Bittersalz (Magnesiumsulfat) oder Glaubersalz (Natriumsulfat), Polyethylenglykole wie Macrogol sowie Alkohole wie Glycerol oder Sorbit. Auch pflanzliche Stoffe wie Leinsamen, Weizenkleie, Rizinus, Aloe, Rhabarber, Faulbaum oder Sennesblätter haben eine Darm reizende und abführende Wirkung. Diese können auch mit entblähenden Mitteln wie Kümmel, Fenchel oder Anis kombiniert werden. Grundsätzlich sollte man abführende Darmmittel immer nur eine kurze Zeit und in mäßiger Dosierung einnehmen, da es sonst zu einer Lähmung der Darmtätigkeit kommen kann.

Für die Behandlung von Blähungen eignen sich der Wirkstoff Dimethylpolysiloxan oder Karminativa wie Pfefferminzöl, die die Oberflächenspannung der Luftblasen im Darmbereich reduzieren. Dadurch entstehen aus den einzelnen großen Blasen mehrere kleinere Bläschen, die leichter und kontrollierter entleert werden können. Zudem haben die Wirkstoffe den Vorteil, dass sie fast völlig frei von Nebenwirkungen sind.

Bei krampfartigen Darmbeschwerden ist oftmals eine Behandlung mit Spasmolytika wie Mebeverin erforderlich. Mit Hilfe von Spasmolytika kann verhindert werden, dass sich die Muskulatur der Darmwand zu sehr anspannt und Schmerzen hervorruft.

Grundinformationen zu Darmmitteln

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Anwendung, Einsatz und Wirkung von Darmmitteln

Bei starken Darmbeschwerden können Medikamente oder natürliche Stoffe schnelle Hilfe versprechen.

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