Chrondroprotektiva werden bei Gelenkschädigungen, besonders bei Arthrose, eingesetzt. Das Knorpelgewebe soll hier vor weiterem Zerfall geschützt werden. Die Schmerzlinderung ist klinisch nachgewiesen, der versprochene Aufbau des Knorpels jedoch noch nicht.
Als Chondroprotektiva bezeichnet man Arzneimittel zur Behandlung von Gelenkschädigungen. Sie dienen als Knorpelschutzmittel, die nach Angaben der Hersteller, die Zerstörung von Knorpeln aufhalten sollen. Zur Anwendung kommen Chondroprotektiva vor allem bei Gelenkschädigungen wie Arthrose, insbesondere bei Kniearthrose.
Ziel und Zweck der Chondroprotektiva ist es, Substanzen, welche Knorpel abbauen, zu hemmen. Des Weiteren haben sie auch einen entzündungshemmenden Effekt.
Hauptbestandteile von Chondroprotektiva sind Hyaluronsäure sowie Glucosamin, ein hochkonzentrierter Aminozucker, der ein lebenswichtiger Grundbaustoff für Knorpel, Knochenstrukturen, Bänder, Sehnen, Arterienwände, Bindegewebe und die Haut ist. Außerdem wird Glucosamin zur Reparatur und zum Wiederaufbau von Knorpeln in den Gelenken und der Wirbelsäule eingesetzt. Sowohl Glucosamin als auch Hyaluronsäure zählen zu den Mukopolysacchariden.
Die Wirkungsweise von Chondroprotektiva wurde durch mehrere klinische Studien bewiesen. So kommt es bei Anwendung dieser Präparate zu einer Reduzierung von Schmerzen und Schwellungen. Ebenso konnte eine Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit festgestellt werden.
Am wirksamsten sind Chondroprotektiva, wenn sie direkt in das Knie eingespritzt werden. Es wird jedoch vermutet, dass die Wirkung der Mittel individuell verschieden ausfällt. Auch die Dauer der Wirkung ist großen Schwankungen unterworfen. Meist tritt nach einigen Monaten eine Besserung ein. Zu einem Aufbau von Knorpel kommt es jedoch nicht.
Verabreicht werden Chondroprotektiva entweder in Form von Spritzen, die im Rahmen einer Therapie drei- bis achtmal in der Woche direkt in das Kniegelenk gesetzt werden oder als Tabletten.
Mögliche Nebenwirkungen der Präparate, die nur bei der Einnahme von Tabletten auftreten, können Magenschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Durchfall sein.
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