9. April 2010
Auch Kinder müssen im Krankheitsfall Medikamente einnehmen. Die Verabreichung ist jedoch nicht immer einfach.
Wird ein Kind krank, ist es oftmals erforderlich, dass es bestimmte Arzneimittel einnimmt, was jedoch nicht immer leicht ist. Besonders bei kleinen Kindern kann das Verabreichen von Medikamenten zur Geduldsprobe werden. Manche Kinder spucken das eingenommene Präparat einfach wieder aus oder erbrechen es, andere wiederum machen gar nicht erst den Mund auf. Mit ein paar Tipps und Tricks lässt sich das Einnehmen der wichtigen Medikamente jedoch einfacher gestalten.
Grundsätzlich sollte man kleinen Kindern keine Medikamente verabreichen, die nicht vom Arzt verordnet wurden. Es ist also besser, wenn man sich vom Kinderarzt beraten lässt. Dieser kann auch Tipps geben, wie man das jeweilige Medikament kindgerecht verabreicht. Manchmal genügt auch die Umstellung von einem Präparat zu einem anderen, denn zahlreiche Wirkstoffe sind sowohl in Tabletten als auch in Tropfen, Säften oder Zäpfchen enthalten. In der Regel lassen sich Tropfen oder Zäpfchen leichter einnehmen als Tabletten, die Probleme beim Herunterschlucken bereiten können.
Eine beliebte Methode ist, dem Kind die Medizin in das Essen zu mischen. Auf diese Weise lässt sich der manchmal unangenehme Geschmack gut überdecken. Diese Vorgehensweise hat jedoch auch Nachteile, denn bestimmte Medikamente sollten besser nicht mit Nahrungsmitteln zusammen eingenommen werden. So eignen sich z.B. Milch oder Milchprodukte nicht zur gemeinsamen Einnahme mit Antibiotika, da sie die Wirkung der Medikamente negativ beeinflussen können. Besser sind dagegen Säfte oder Tees. Im Zweifelsfall sollte man den Arzt befragen, der Auskunft darüber gibt, welche Medikamente mit Lebensmitteln vermischt werden dürfen.
Grundsätzlich sollte das Kind beim Einnehmen der Arznei aufrecht sitzen, damit es sich nicht verschluckt. Nasen- oder Ohrentropfen können in einem Wasserbad vorgewärmt werden. Das Kind empfindet sie dann als weniger unangenehm. Auch Zäpfchen gleiten wesentlich besser, wenn man sie mit der Hand vorwärmt und mit etwas Wasser anfeuchtet. Dazu kann man auch ein wenig Vaseline verwenden. Flüssige Medikamente verabreicht man am besten mit einem Löffel oder einer Pipette.
Beim Verabreichen des Arzneimittels sollte man immer ruhig auf das Kind einwirken. Ist es schon etwas älter, kann man ihm erklären, wozu die Einnahme des Mittels nötig ist. Manchmal hilft auch eine kleine Belohnung, um das Kind für die Einnahme zu motivieren. Auf keinen Fall darf man das Medikament mit Gewalt einflößen.
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