16. August 2010
In Deutschland wurden im Jahre 2009 rund doppelt so viele Rezepte für Antidepressiva verschrieben wie noch eine Dekade zuvor. Umgerechnet heißt das, dass jeder Arbeitnehmer in diesem Jahr für rund acht Tage Medikamente gegen Depressionen bekam. Dabei gibt es jedoch starke Schwankungen im Pro-Kopf-Verbrauch der verschiedenen Bundesländer in Deutschland.
Am wenigsten behandelt werden die Menschen in Sachsen-Anhalt. Bayern liegt hingegen mit neun Medikamenten-Tagen deutlich vorne im Ranking. Experten rätseln jedoch noch über die Gründe: "Das hohe Antidepressiva-Volumen in Bayern ist vor allem vor dem Hintergrund erstaunlich, dass die Berufstätigen im Freistaat, neben Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt, die wenigsten psychisch bedingten Krankschreibungen haben", so Wiebke Arps von der Techniker Krankenkasse.
Übrigens: Frauen lassen sich in allen Ländern deutlich häufiger Stimmungsaufheller geben als Männer.
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