11. Dezember 2004
Falsche Vorstellungen über die Wirkungsweise von Medikamenten gegen Depressionen verhindern häufig die Therapie. „Vier von fünf Patienten befürchten, dass diese Mittel – wie Beruhigungs- und Schlafmittel – süchtig machen“, klagt Prof. Ulrich Hegerl von der Psychiatrischen Klinik der Universität München im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.
„Weder machen Antidepressiva abhängig, noch verändern sie die Persönlichkeit eines Menschen. Ebenso wenig sind sie Glückspillen“, betont der Spezialist. Unerwünschte Wirkungen sind ganz anderer Art: In den ersten Tagen kann die gesteigerte Antriebskraft auch zu Unruhe, Angst und Aggressivität führen. Dies tritt manchmal früher als die erwünschte freundlichere Stimmungslage ein – für Depressive potentiell gefährlich.
Um Kurzschluss-Handlungen zu vermeiden, muss deshalb in dieser Phase eine enge Zusammenarbeit mit dem Therapeuten gewährleistet sein.
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