18. Januar 2010
Als Antiasthmatika werden Medikamente zur Behandlung von Asthma bezeichnet. Diese enthalten verschiedene Wirkstoffe.
Ziel und Zweck von Antiasthmatika ist die Behandlung und Linderung von Asthma. Als Asthma bronchiale bezeichnet man eine chronische und entzündliche Erkrankung der Atemwege. Dabei kann es zu Anfällen kommen, die eine Verengung der Atemwege und damit Atemnot zur Folge haben. Ursache dieser Anfälle sind bestimmte Stoffe, gegen die der Betroffene überempfindlich reagiert. So kann Asthma also durchaus auch eine allergische Reaktion auf eine bestimmte Substanz sein. Es gibt aber verschiedene Medikamente, deren Wirkstoffe Abhilfe schaffen können. Die meisten dieser Antiasthmatika lassen sich auch gegen COPD anwenden.
Antiasthmatika können auf drei verschiedenen Wegen wirken: Entzündungshemmend, die Bronchien erweiternd und Schleimlösend. Zu den Bronchodilatatoren, die die Bronchien erweitern, gehören die drei Wirkstoffklassen Anticholinergika, Betasympathomimetika und Theophyllin. Als Entzündungshemmer werden vor allem Glukokortikoide (Kortison) eingesetzt, die zudem eine antiallergische und immunsupressive Wirkung haben. Darüber hinaus haben sie einen hemmenden Effekt auf die Produktion von Entzündungsmediatoren. Ein weiterer entzündungshemmender Wirkstoff ist Montelukast, der entzündungsfördernde Leukotriene blockiert. Schleimlösende Wirkstoffe wie Ambroxol, Acetylcystein oder ätherische Öle tragen zur Verflüssigung des Schleims bei, der dadurch besser abgehustet werden kann. Da Asthma oftmals allergisch bedingt ist, können auch Antiallergika wie Antihistaminika zur Anwendung kommen. So werden Sympathomimetika wie z.B. Formoterol oder Salmeterol zur Linderung der Atemnot und zur Erweiterung der Bronchien eingesetzt. Darüber hinaus wirken sie auf das vegetative Nervensystem und belebend auf den Kreislauf. Ein weiteres Antiasthmatikum sind Mastzellstabilisatoren, die als Asthmaspray zur Anwendung kommen. Sie bewirken, dass die Ausschüttung des Botenstoffs Histamin blockiert wird. Auf diese Weise kann die Überreaktion des Immunsystems abgemildert werden. Bei Kindern wendet man zumeist schwach entzündungshemmende Mittel wie Montelukast, Nedocromil oder Cromoglicinsäure an, um Asthmaanfällen vorzubeugen.
Verabreicht werden Antiasthmatika in der Regel mit einem Inhalator. Dabei werden die Wirkstoffe direkt eingeatmet. Im Rahmen einer systemischen Dauertherapie können die Antiasthmatika jedoch auch als Tabletten eingenommen werden.
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