4. November 2011
Kortison ist der Oberbegriff für eine ganze Reihe von Medikamenten. Kortison ist aber auch ein Wirkstoff, der eigentlich in der Nebennierenrinde gebildet wird und im Stoffwechsel viele verschiedene Funktionen hat. In dieser Bedeutung ist Kortison für ein starkes Immunsystem mitverantwortlich.
Als Medikament wird Kortison, weil es die Immunabwehr bremst, gerne gegen schwere Allergien und starke Entzündungen eingesetzt. Prinzipiell ist die Einnahme von Kortison nicht gefährlich - es kommt vor allem auf die Intensität und Länge der Gabe an.
Egal ob Spray, gespritzt, als Salbe oder Tropfen: Kortisonhaltige Medikamente sind verschreibungspflichtig. Der Wirkstoff selbst ist nämlich so intensiv, dass er selbst unter Umständen Allergien auslösen kann. Unangenehme Nebenwirkungen wie ausgeprägte Müdigkeit, Immunschwäche, ja sogar Knochenschwund haben Kortison in Verruf gebracht. Bekannt ist dabei das aufgedunsene Gesicht, das von Wasser- und Fetteinlagerungen herrührt.
Juckreiz, Rötungen, Ekzeme und sogar ein allergischer Schock können nach längerer Einnahme von Kortison-Medikamenten auftreten. Kortisonsalben machen die Haut dünn und begünstigen Akne. Wer ein kortisonhaltiges Medikament nur kurze Zeit anwendet, braucht jedoch keine derartigen Nebenwirkungen fürchten. Die starken Nebenwirkungen von Kortison haben das Medikament umstritten gemacht. Kortison sollte nur in wirklich schweren Fällen verwendet werden, denn nach längerer Einnahme treten leider häufig Krankheitsbilder auf.
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