18. Januar 2010
Als Allergiemittel oder Antiallergika werden Medikamente bezeichnet mit denen Allergien behandelt oder gelindert werden. Diese Mittel lassen sich oral, als Nasentropfen, Sprays, Cremes oder Augentropfen verabreichen.
Ziel und Zweck von Allergiemitteln, die auch als Antiallergika bezeichnet werden, ist die Behandlung oder Linderung von Beschwerden, die von Allergien hervorgerufen werden.
Unter einer Allergie versteht man eine Überreaktion des menschlichen Immunsystems auf verschiedene Reize der Umwelt. In diesem Fall wehrt sich das Immunsystem mehr als notwendig gegen bestimmte Substanzen, die im Normalfall keine Gefahr für den Organismus darstellen. So kann es zu den verschiedensten Symptomen wie Hautausschlag, Heuschnupfen, Durchfall, Übelkeit oder starkem Augentränen kommen. Sogar lebensbedrohliche Reaktionen sind möglich. Mit Hilfe von Allergiemitteln lassen sich die unangenehmen Symptome einer allergischen Reaktion lindern oder sogar ganz unterdrücken. Auch zur Vorbeugung können sie verwendet werden.
Zu den gängigsten Allergiemitteln gehören Antihistaminika, Homöopathika, Mastzellstabilisatoren wie beispielsweise Nedocromil-Natrium oder Cromoglicinsäure, Hyposensibilisierungslösungen, pflanzliche Wirkstoffe sowie Mikroorganismenhaltige oder organhaltige Medikamente. Besonders Antihistaminika haben sich als wirksames Allergiemittel bewährt. Bei der Freisetzung von Histamin, das als Botenstoff des zentralen Nervensystems dient, kommt es während einer allergischen Reaktion zu Symptomen wie Augentränen, Niesen, Schnupfen, Juckreiz, Asthma oder Durchfall.
Mit Hilfe eines Antihistaminikums werden die Histamin-Rezeptoren im menschlichen Organismus blockiert, wodurch die Wirkung des Histamins aufgehoben wird. Unterschieden wird bei den Antihistaminika zwischen 1. und 2. Generation. Im Gegensatz zur 1. Generation, machen die Antihistaminika der 2. Generation weniger müde.
Es gibt aber noch weitere Allergiemittel wie z.B. Mastzellstabilisatoren, die die Ausschüttung von Histamin reduzieren. Da die Mastzellstabilisatoren jedoch nur eine relativ schwache Wirkung haben, setzt man sie vorwiegend zur Vorbeugung in Form von Nasen- oder Augentropfen ein. Wirksamer hingegen sind Leukotrien-Rezeptoren, die allergische Reaktionen in den Bronchien hemmen und deren Muskulatur entkrampfen. Dabei werden die körpereigenen Leukotrien-Rezeptoren blockiert, um die Freisetzung von Leukotrienen zu verhindern. Auf diese Weise wird eine allergische Reaktion wirksam unterbunden. Ein weiteres Allergiemittel sind funktionelle Antagonisten von Allergiemediatoren wie z.B. Alphasympathomimetika, Beta-2-Sympathomimetika, Adrenalin, Glukokortikoide oder Theophyllin.
Allergiemittel können auf vielfältige Weise angewandt werden. Sie lassen sie sich als Tabletten, Nasentropfen, Sprays, Augentropfen oder Cremes verabreichen. Dabei sollte die Einnahme aber stets mit dem Hausarzt koordiniert werden.
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