Wie bekämpfe ich Verstopfungen richtig?

Schon eine ballaststoffreiche Ernährung kann bei Verstopfung sehr hilfreich sein

Von Matthias Bossaller
20. Januar 2011

Wer unter hartnäckigen Darmverstopfungen leidet, kann sich durch Abführmittel Abhilfe verschaffen. Allerdings sollte genau darauf geachtet werden, welche Mittel, wie viel und wie lange sie genommen werden.

Einnahmehinweise

Es ist ratsam diese nicht länger als zwei Wochen zu verwenden, sonst können sie den gegenteiligen Effekt entwickeln. Dazu gehören Mittel mit den synthetischen Wirkstoffen Bisacodyl und Natriumpicosulfat oder Pflanzenextrakte aus Senna oder Aloe.

Quellstoffe wie Flohsamenschalen oder Leinsamen können dem Körper über einen ganz langen Zeitraum zugeführt werden. Es sollte dazu aber immer viel Flüssigkeit getrunken werden.

Auf die Konsistenz des Stuhls achten

Ist der Darm wieder in Schwung gebracht, sollte auf die Konsistenz des Stuhls geachtet werden. Ist er weich, ist alles okay. Ist er flüssig, könnte das auf eine zu hohe Dosis des Mittels hinweisen.

Sollten die eingenommenen Substanzen nicht gleich wirken, ist dies kein Grund unruhig zu werden. Sie helfen häufig erst nach ein paar Stunden. Zäpfchen oder Klistiere bringen einen durchschlagenden Erfolg oft schon nach einer halben Stunde.

Unterstützende Ernährungsweise

Verstopfungen liegen oft an der falschen Ernährung. Deshalb muss nicht immer sofort zum Abführmittel gegriffen werden. Manchmal reicht es schon aus, ballaststoffreiche Nahrung zu sich zu nehmen, um die Darmtätigkeit zu unterstützen. Hierzu gehören Vollkornbrot, Weizenkleie aber auch Milchprodukte wie Joghurt oder Buttermilch.

Sollten alle Hilfsmethoden über einen Zeitraum von drei Monaten keinen befriedigenden Stuhlgang hervorrufen, raten Apotheker zum Arztbesuch.