18. Januar 2010
Abführmittel können bei Verstopfung sehr hilfreich sein. Man sollte sie aber nur kurze Zeit und in angemessener Dosierung anwenden.
Ein Abführmittel sollte grundsätzlich nicht länger als ein bis zwei Wochen eingenommen werden, damit sich der Darm nicht daran gewöhnt. Werden Laxativa jedoch über einen längeren Zeitraum eingenommen, kann es zur Entstehung von Polypen im Dickdarm kommen. Dies sind Wucherungen der Darmschleimhaut, die durch die ständige Reizung der Medikamente verursacht werden. Auch mit der Dosierung sollte man vorsichtig sein, da es sonst zu Durchfall kommen kann. Bei einer zu hohen Dosierung von Bittersalz oder Glaubersalz können schwere Nebenwirkungen wie Muskelschwäche, Blutdruckabfall und sogar Reflexausfälle auftreten.
In manchen Fällen werden Abführmittel auch zur Gewichtsreduzierung eingenommen. Durch diesen künstlich hervorgerufenen Durchfall kann es jedoch zu einem gefährlichen Mangel an Flüssigkeit (Dehydratation) kommen. Generell ist es empfehlenswert sich bei Verstopfung mit einem Arzt zu beraten, der bei Bedarf entscheiden kann, welches Abführmittel am besten für den Patienten geeignet ist, da es unter Umständen auch zu störenden Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen kann.
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