Rezept für klassischen Waffelteig und mögliche Waffelvariationen wie etwa die belgischen Waffeln

Waffeln sind ein leckeres Gebäck und sie eignen sich für viele Anlässe. Zum Kindergeburtstag, wenn überraschend Besuch kommt und kein Kuchen da ist oder einfach mal zwischendurch. Dabei sind sie noch schnell zubereitet. Man braucht nur das Waffeleisen und den entsprechenden Waffelteig.

Von Claudia Rappold

Das Grundrezept

Zutaten

Es gibt viele verschiedene Rezepte. Für ein klassisches Grundrezept braucht man

Zubereitung

Die Butter muss Zimmertemperatur haben und weich sein, dann wird sie mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig gerührt. Jetzt gibt man nach und nach die Eier dazu und verquirlt das Ganze mit dem Handrührgerät. Nun siebt man das Mehl in eine Schüssel und mischt das Backpulver darunter.

Die Mischung hebt man unter den Butter-Eier-Zucker-Schaum und rührt die Milch langsam ein. Es soll ein sämiger, dickflüssiger Teig entstehen. Der Waffelteig sollte vor dem Ausbacken noch eine halbe Stunde quellen.

Waffeleisen

Dann pinselt man das Waffeleisen mit wenig Butter aus und schaltet es ein. Den Teig portioniert man mit einer Schöpfkelle.

Man gibt eine Kelle voll Teig in das heiße Waffeleisen und backt die Waffeln bei mittlerer Einstellung, je nach Waffeleisen, ungefähr 3 bis 5 Minuten. Sie sollten eine schöne goldbraune Farbe haben.

  • Belgische Waffeln mit Puderzucker auf altem Holztisch

    © kolesnicov - www.fotolia.de

  • Waffeln mit Heidelbeeren und Erdbeeren auf weißem Teller

    © JJAVA - www.fotolia.de

  • Frühstück: Waffeln, Tasse Kaffee

    © El Vin - www.fotolia.de

Genuss der fertigen Waffeln

Am besten schmecken die Waffeln warm, man kann sie aber auch auf Vorrat backen; in einer gut verschließbaren Keksdose halten sie sich ein paar Tage. Sie können dann im Toaster aufgebacken werden, so dass man sie warm genießen kann.

Zu den Waffeln schmecken

Variationen des klassischen Waffelteigs

Anstatt dem Weizenmehl kann man auch Vollkorn- oder Dinkelmehl nehmen. Den Vanillezucker kann man ersetzen, indem man eine frische Vanilleschote ausschabt.

Das Grundrezept erhält einen anderen Geschmack, wenn man die Schale einer unbehandelten Zitrone hineinreibt oder die Schale einer unbehandelten Orange. Wenn die Waffeln für Erwachsene sind, kann man 3 EL Milch mit 3 EL braunem Rum oder Cognac ersetzen.

Für eine weitere Variation ersetzt man einen Teil des Mehls durch

Die Waffeln bekommen einen anderen Geschmack, wenn man einen TL Zimt oder 1 EL Kakao in den Teig gibt. Auch ein Schuss Sahne im Teig intensiviert den Geschmack. Der Zucker kann durch Honig oder Agavendicksaft ersetzt werden.

Für eine weitere Variation, den Apfelwaffeln, schält und entkernt man zwei mittlere Äpfel und schneidet diese in kleinen Stücken in den Teig. Für leckere Quarkwaffeln ersetzt man einen Teil der Milch durch Quark. Für Buttermilchwaffeln lässt man die Milch weg und ersetzt die gleiche Menge durch Buttermilch.

Um Haferflockenwaffeln zuzubereiten, muss man 200g kernige Haferflocken über Nacht in 3/8 Liter Milch einweichen. Dann nimmt man alle restlichen Zutaten aus dem Grundrezept und bereitet damit den Waffelteig.

Waffeln auf herzhafte Art

Waffeln müssen nicht zwangsläufig süß sein, sie können auch herzhaft und delikat genossen werden. Dafür lässt man den Zucker aus dem Grundrezept weg und ersetzt ihn durch eine Prise Salz. Zu den warmen Waffeln schmecken Käse und Wurst oder herzhafte Brotaufstriche.

Je nach Geschmack können auch andere Gewürze in den Waffelteig gegeben werden, beispielsweise Curry. Man darf ruhig ein bisschen experimentierfreudig sein und der Kreativität freien Lauf lassen. Schon bald hat man sein Lieblingswaffelrezept entdeckt. Die Waffeln backt man im heißen Waffeleisen am besten bei mittlerer Temperatur je nach Modell circa 5 Minuten; sie sollten eine schöne goldbraune Farbe haben.

Wählt man eine andere Form des Waffeleisens, kann man belgische Waffeln herstellen...

Quadratische Waffeln mit einem belgischen Waffeleisen

Belgische Waffeln als besondere Delikatesse
Belgische Waffeln als besondere Delikatesse

Waffeln haben ihren Ursprung in Frankreich und Belgien und das schon im Mittelalter. Daraus hat sich eine regelrechte Zunft der Waffelbäcker gebildet. Dieses leckere Gebäck war aber nicht alltäglich und besonderen Schichten vorbehalten, oder man verzehrte es an Feier- und Festtagen.

Belgische Waffeln sind viereckig und dafür gibt es spezielle Waffeleisen. Die klassischen Waffeleisen sind rund, sehen im Abdruck blumenförmig aus und der Teig drückt sich in die Form, aus der dann vier herzförmige Waffeln gelöst werden können.

Merkmale belgischer Waffeln

Belgische Waffeleisen sind quadratisch und es können in der Regel nur zwei Waffeln auf einmal gemacht werden. Dafür sind sie dicker und weisen ein tiefes Muster auf.

Belgische Waffeln unterscheiden sich auch in den Rezeptzutaten und der Zubereitung zu den klassischen Waffelrezepten. So kommt in den Teig der belgischen Waffeln beispielsweise Hagelzucker und bei manchen Rezepten auch Hefe.

Die Waffeln können warm und kalt verzehrt werden. Typischerweise werden zu den Waffeln

  • Sirup
  • geschmolzene Schokolade
  • Erdbeeren oder
  • Bananen

gegessen. Diese Waffeln können auch gut auf Vorrat gebacken werden und halten sich in einer Keksdose für einige Tage. Dann kann man sie im Toaster wieder aufbacken.

Merkmale und Bedienung des belgischen Waffeleisens

Das belgische Waffeleisen unterscheidet sich vom herkömmlichen aber nur in der Form. Von der Bedienung her funktionieren sie gleich. Sie werden mit einem Stromkabel betrieben und haben eine Antihaftbeschichtung. Eine Backampel meldet optisch, wenn die Waffeln fertig sind.

In der Regel ist der Bräunungsgrad durch einen Schieber oder Drehschalter wählbar. Manche Modelle haben eine Griffverriegelung, andere keine. Bei den meisten Modellen findet man ein Edelstahlgehäuse.

Ein Waffeleisen für belgische Waffeln kostet im Durchschnitt, je nach Ausführung zwischen zwanzig und hundert Euro. Es gibt aber auch wesentlich teurere Luxusmodelle.