Süßes in Maßen genießen: Tipps in Sachen Zahngesundheit und Körpergewicht

Tipps, wie ein Verzicht bzw. maßvoller Genuss von Süßigkeiten leichter fällt - wer zu viel Süßes isst, schadet seinen Zähnen und steigert das Übergewichtsrisiko

Süßigkeiten sind verführerisch, sie enthalten aber nicht nur viel Zucker, sondern meistens auch sehr viel Fett. Das fördert Übergewicht und ist allgemein ungesund.

Nahaufnahme Honig wird auf Holzlöffel gegossen

Frauen möchten das Essen wieder genießen

Einige Frauen haben sich nun besonnen und achten nicht mehr penibel auf ihre Figur. Sind Sehnsüchte nach einer Schlemmerei vorhanden, dann trauen sich immer mehr Frauen diese auch zu befriedigen.

Desweiteren hat eine Untersuchung ergeben, dass Frauen die gemeinsamen Mahlzeiten mit Freundinnen oder Partnern als zusammenführend betrachten. Es entsteht für sie dadurch ein gesünderes Lebensgefühl.

Nicht nur Kinder lieben Süßigkeiten, auch die meisten Erwachsenen können oft nicht widerstehen. Süßigkeiten sind ja auch nicht per se schlecht, unser Körper benötigt sogar Zucker. Schon Säuglinge erfahren die Süße der Muttermilch und zeigen später ein Wohlbefinden bei süßem Geschmack.

Zu viel Zucker im Körper

Nehmen wir Zucker mit der Nahrung auf, wird dieser von den Darmenzymen zerlegt und gelangt schnell als Traubenzucker (Glukose) über die Darmwand ins Blut. Dort erhöht sich der Blutzuckerspiegel und die Insulinausschüttung wird angeregt. Insulin ist ein Hormon und verhindert die Überzuckerung des Körpers.

Ist mehr Zucker vorhanden als benötigt, wird er in Fett umgewandelt und gespeichert. Ist viel Zucker im Blut, wird auch vermehrt Insulin ausgeschüttet. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel und man verspürt Hunger.

Wird dieser mit Süßigkeiten gestillt, steigt der Blutzucker wieder rasant an und es wird wieder viel Insulin ausgeschüttet und so setzt sich der Kreislauf fort.

Die richtige Menge und Auswahl

Man muss nicht auf Süßigkeiten verzichten, entscheidend ist wohl das richtige Maß. Auf keinen Fall dürfen Süßigkeiten eine Mahlzeit ersetzen; eine ausgewogene Ernährung ist für die Gesundheit unerlässlich. Nur wenn der Großteil des Energiebedarfs mit Süßigkeiten gedeckt wird, ist das problematisch.

Man sollte möglichst nach der Mahlzeit zu Süßigkeiten greifen, dann ist der Bauch voll, man ist satt und nascht nicht zu viel. Wichtig ist auch die richtige Auswahl der Süßigkeiten: auf die richtigen Kalorienbomben sollte man besser verzichten.

Die Süßigkeiten, denen man ganz sicher nicht widerstehen kann, sollte man am besten gar nicht im Haus haben und nur gelegentlich kaufen, um sich dann etwas Besonderes zu gönnen.

Alternativen, um den Heißhunger zu stillen

Wenn der Hunger auf Süßes kommt, kann man auch eine Obstmahlzeit einnehmen, so hat man noch zusätzliche Vitamine. Es ist auch ein guter Trick, beim Süßhunger ein Glas Wasser zu trinken.

Das füllt den Magen und lenkt erst einmal vom Süßen ab. Man braucht zwar etwas Disziplin, vor allen Dingen aber auch gute Alternativen.

Zu Hause sollte man Kuchen, Desserts und ähnliches nur sparsam süßen, so gewöhnt man sich an eine minimale Süße und mag dann übersüße Lebensmittel gar nicht mehr. Honig, Agavendicksaft oder Rohrzucker haben einen intensiven Eigengeschmack und lassen sich deshalb geringer dosieren.

Süßigkeiten sollen nicht mehr als zehn Prozent der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen. Damit ist aber auch der versteckte Zucker in Lebensmitteln gemeint.

Gesundheitswert von Süßigkeiten

Farbstoffe in Süßigkeiten können Allergien auslösen

Die hessische Verbraucherzentrale macht darauf aufmerksam, dass fast die Hälfte der Süßigkeiten und Süßgetränke für Kinder gesundheitsschädliche Farbstoffe enthalten.

Eine Sprecherin der Verbraucherzentrale in Frankfurt spricht über ein unnötiges Gesundheitsrisiko für Kinder. Nun wird ein Verbot des sogenannten Azofarbstoffes in Süßwaren gefordert, der von der EU vorgeschriebene Warnhinweis reicht in diesem Fall nicht aus. Einige der nachgewiesenen Substanzen könnten Allergien, oder auch zu Hyperaktivität und Konzentrationsschwierigkeiten bei den Kindern führen. Des Weiteren wurde der Verdacht laut, dass ein Farbstoff krebserregend sein könnte.

Man sollte beim Kauf von Süßwaren die Zutatenliste beachten und auf Alternativen wie Frucht- und Pflanzenfarbstoffe zurückgreifen.

Erhöhtes Risiko für Alzheimer durch zuviel Fett und Süßigkeiten

Wie eine Studie ergab, ist das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, durch zu viel Zucker und Fett in der Nahrung höher. Bei Testversuchen an Mäusen haben schwedische Forscher dies festgestellt.

Sie haben die Mäuse neun Monate lang mit süßen und fetten Nahrungsmitteln gefüttert und anschließend im Gehirn ähnliche Veränderungen, wie bei Alzheimerpatienten, entdeckt.

Man wollte mit diesen Versuchen die Wirkung des Gens apoE4, das für die Erkrankung an Alzheimer eine große Rolle spielt, nachahmen. Weltweit gibt es über 24 Millionen Menschen, die an Alzheimer oder ähnlichen Krankheiten leiden. Man schätzt, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet, alle 20 Jahre mit einer doppelt so großen Anzahl an Kranken.

Süßwarenverpackungen: Kleingedrucktes macht oft eine Lupe nötig

Ob aus gesundheitlichen Gründen oder aus Neugier: Viele Menschen möchten gerne wissen, was sich an Zutaten in Knabber- und Süßwaren befindet. Laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen stellt sich ein an sich einfaches Lesen als recht schwierig dar, denn oftmals ist die Zutatenliste so klein gedruckt, dass man zum Entziffern eine Lupe benötigt.

Der Vorstand der Verbraucherzentrale Klaus Müller appellierte nun an die Hersteller das Kleingedruckte in einer kundenfreundlichen Größe aufzudrucken. Innerhalb der Europäischen Union wurde der Vorstoß eine europaweite Schriftgröße von drei Millimeter festzusetzen, zunächst auf den kommenden Herbst verschoben.

Die Vorfreude auf Süßigkeiten senkt automatisch den Blutzuckerspiegel

Rückenansicht zwei Freundinnen auf Couch vor Fernsehen essen Pralinen
Two women in living room watching television eating chocolates s © Monkey Business - www.fotolia.de

Das Gehirn kann auf bevorstehende externe Ereignisse reagieren. Muskeln beginnen bereits dann mit der Blutzuckeraufnahme, wenn im Gehirn nur die Vorfreude auf Süßigkeiten geweckt wird. Fettzellen sondern dann das Hormon Leptin ab, welches Glukoseaufnahme und Fettverbrennung in den Muskeln aktiviert.

Japanische Wissenschaftler haben in Experimenten mit Mäusen herausgefunden, dass dieser Mechanismus den Glukosespiegel des Körpers im Gleichgewicht halten soll. Verantwortlich für die Auslösung des erhöhten Stoffwechsels ist das Hormon Orexin, welche im Steuerzentrum Essverhalten und Wachheitszustand reguliert.

«Die Vorfreude auf eine leckere Mahlzeit stimuliert die Muskeln, Glukose zu speichern - und damit senkt das Gehirn schon während des Essens den Blutzuckerspiegel», so Studienleiter Minokoshi.

Bluthochdruck bei zu viel Verzehr von Lakritze

Lakritz-Stangen und Lakritzschnecken
Licorice Spirals And Sticks © eZeePics Studio - www.fotolia.de

Wir alle kennen aus der Werbung den Slogan "Haribo macht Kinder froh, und Erwachsene ebenso", doch kann ein zu großer Verzehr von der "Colorado"-Mischung oder den Lakritz-Schnecken auch bei Erwachsenen zu mehr Wasser im Körper und somit einem höheren Blutdruck kommen.

Dies liegt an den Wirkstoffen, die in der Lakritze vorhanden sind und wie die Hormone Aldosteron und Cortisol sich auswirken. So wird der Flüssigkeitsausgleich durch beiden Hormone behindert. Aber im Normalfall führt bei einem gesunden Menschen der gelegentliche größere Verzehr von Lakritz nicht gleich zu Bluthochdruck, das heißt bei einem regelmäßigen Verzehr von täglich 100 Gramm könnte die Höchstmenge erreicht sein.

Schwangere sollten besser auf Lakritze verzichten, weil ansonsten das Ungeborene später durch das Stresshormon Cortisol Folgeerkrankungen erleiden könnte.

Diese süßen Sünden sollte man der Figur zuliebe meiden

Wir decken die kalorienreichsten Sünden auf und bieten leckere Alternativen

Glastasse mit Kakao, lächelnde frau hält sie auf Höhe des Mundes
cioccolata © olly - www.fotolia.de

Süßigkeiten sind nicht nur lecker, sie machen auch glücklich. Wer die süßen Leckerbissen in Maßen genießt, riskiert auch keine überflüssigen Fettpölsterchen.

Die kalorien- und fettreichsten Süßigkeiten

Einige Leckereien schlagen jedoch selbst in kleinen Portionen ordentlich zu Buche. Ganz oben auf der Liste der kalorien- und fettreichsten Süßigkeiten stehen

  1. Nougat,
  2. die gefüllten Tafel Lindor Milch von Lindt und
  3. die angeblich so leichten Rafaello-Kugeln,
  4. dicht gefolgt von der Milka Sahne-Creme.

Ebenfalls mit Vorsicht zu genießen ist

  • die Ganze Nuss von Lindt,
  • die Dunkle Vollnuss von Ritter Sport,
  • die I-Love-Milka Erdbeer-Rahm,
  • dragierte Erdnüsse,
  • die Ohne Gleichen Vollmilch von Bahlsen und
  • Kinder Maxi King von Ferrero.

Leichtere Alternativen

Wesentlich fettärmer sündigen kann man beispielsweise mit einem selbstgekochten Schokoladen-Pudding. Bereitet man ihn mit Vollmilch und Puddingpulver zu, kommt man bei einer 150-Gramm-Portion mit 150 kcal und drei Gramm Fett davon. Wer es noch fettärmer mag, kann den Pudding natürlich auch mit fettarmer Milch zubereiten.

Eine deutlich leichtere Alternative zu den oben genannten Sünden wäre auch ein heißer Kakao, der nicht nur den Heißhunger auf Süßes stillt, sondern im Winter auch noch schön warm hält. Pro 200-ml-Tasse enthält er 153 kcal und neun Gramm Fett.

Süßes ist nicht nur schlecht für die Zähne und Figur, sondern auch für das Gedächtnis

Süßigkeiten, bunte Bonbons in Schalen
Bunte Bonbons © Paylessimages - www.fotolia.de

Immer wieder bieten sich Gelegenheiten, Süßes zu essen. Ein schlechtes Gewissen sollte man den neusten Untersuchungen zufolge nicht mehr nur wegen der Figur oder der Zähne haben, sondern auch gegenüber seinem Gedächtnis.

Zusammenhang zwischen erhöhtem Blutzuckerspiegel und Leistung des Gedächtnis

Wissenschaftler aus Berlin sind der These nachgegangen, dass der Blutzuckerspiegel einen direkten Einfluss auf die Leistung des Gedächtnis hat. Hierzu wurden 141 gesunde Erwachsene im Durchschnittsalter von 63 Jahren herangezogen. Probanden mit einem erhöhten Blutzuckerspiegel wiesen eine deutlich geringer Merkfähigkeit auf, als jene, die einen nicht so hohen Blutzuckerspiegel hatten.

Als Aufgabe sollten sich die Teilnehmer 15 Wörter über einen Zeitraum von 30 Minuten merken. Die Probanden mit erhöhten Zuckerwerten im Blut konnten sich im Durchschnitt zwei Wörter weniger merken.

Untersuchung des Hippocampus

Des Weiteren wurde per Kernspintomographie die Beschaffenheit des Hippocampus untersucht. Das ist die Region im Gehirn, die für das Gedächtnis eine entscheidende Rolle spielt. Die Wissenschaftler stellten dabei fest, dass die Menschen mit einem erhöhten Blutzuckerspiegel einen kleineren Hippocampus hatten und dieser zudem auch noch von schlechterer Struktur war.

Die Ergebnisse sollten nun auch Menschen motivieren, die einen normalen Blutzuckerspiegel haben auch im Alter weiterhin auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, weniger Süßes zu essen und sich ausreichend zu bewegen. Das Gedächtnis wird es einem danken.

Die gesundheitlichen Vorteile des Kaugummikauens

Junge Frau nimmt lächelnd ein Kaugummi
Beautiful woman eating chewing gum © nyul - www.fotolia.de

In unserem Mundraum befinden sich zahlreiche Mikroorganismen, die beim Zersetzen von Eiweiß, der Abwehr von Krankheitserregern und der Unterstützung der Verdauung dienen.

Wenn die Anzahl dieser Mikroben jedoch stark ansteigt, kann es mitunter auch zu negativen Auswirkungen führen – wie zum Beispiel dem Mundgeruch. Dieser lässt sich schnell beseitigen, wie zum Beispiel durch das Zähneputzen.

Viele Menschen wählen zwischendurch jedoch auch einen Kaugummi, um wieder für einen frischen Atem zu sorgen. Wenn dieser zuckerfrei ist, kann er jedoch noch mehr als das.

Die gesundheitlichen Vorzüge des Kaugummikauens

Wenn wir einen Kaugummi kauen, produzieren wir mehr Speichel. Dieser wiederum hat eine desinfizierende Wirkung und kann ein Übermaß an Bakterien verhindern. Auch sorgt der Speichel für die Neutralisierung von Säuren und somit für die Vorbeugung von Karies.

Die Zähne werden durch die Bewegungen von Zunge und Backen gereinigt. Wissenschaftler haben in einer Studie zudem herausgefunden, dass das Kaugummikauen einen positiven Effekt für Patienten hat, die am Darm operiert worden sind, denn durch das Kauen wird der Magen-Darm-Bereich angeregt: durchschnittlich zwei Tage kürzer fiel dadurch der Krankenhausaufenthalt der Patienten aus.

Es folgen ein paar Tipps, wie man lernen kann, den Konsum von Süßigkeiten zu reduzieren...

Bewusster essen: Zucker und Schlanksein sind keine Todfeinde

Werden Sie aktiv und spüren Sie, dass auch Ihr Gehirn schneller arbeiten wird. Da das Gehirn Zucker benötigt, um leistungsfähig zu sein, essen Sie ab und an ein kleines Stück Schokolade, eine Frucht oder ein Stück Traubenzucker.

Natürlich liegt wie so oft die Empfehlung in der Abwechslung. Sollten Sie Ihr Essverhalten aus den Augen verlieren, dann orientieren Sie sich am Verhalten eines Kindes. Kinder essen für gewöhnlich das, worauf sie Appetit haben und boykottieren regelrecht das, was sie definitiv nicht wollen.

Auf diese Weise haben Kinder keinen Heißhunger auf etwas oder überessen sich an etwas. Sie kennen in jedem Moment Ihre Wünsche oder zumindest das, was Sie sich gerade nicht wünschen. Dies ist der Schlüssel zu einer gesunden Ernährung, die ab und an auch Süßigkeiten und weitere ungesunde Nahrungsmittel zulässt.

Den Ausgleich wieder finden

Wenn Sie in einer Woche bereits oft auf Naschereien reagiert haben, dann halten Sie sich in der kommenden Woche bewusst zurück und verzichten Sie auf Süßes. Auf diese Weise müssen Sie sich Süßigkeiten nicht grundsätzlich verbieten und bekommen ein positives Gefühl für Ihren Ernährungsplan.

Auch Menschen, die keine Probleme mit Übergewichtig haben, bejahen häufig Süßigkeiten. Das Geheimnis liegt in dem Halten des Überblickes. Werden Sie kritischer mit Ihrem Instinkt und hinterfragen Sie sich in dem Moment, in dem Sie aus dem Impuls heraus aufstehen, in die Küche gehen oder sich auf dem Weg zu einem Fast-Food-Restaurant machen.

Fragen Sie sich, welcher Wunsch und welches Bedürfnis hinter dieser Handlung steckt:

  • Haben Sie wirklich Hunger?
  • Brauchen Sie einen Grund, um aufzustehen?
  • Wollen Sie durch den Verzehr von Süßigkeiten oder eines gesunden Snacks für eine Stimmungsaufhellung sorgen?

Es gibt viele Gründe, die vom natürlichen Bedürfnis den Hunger oder Appetit zu stillen abweichen.

Den Instikt richtig einschätzen

Liefern Sie sich nicht Ihrem Instinkt aus, denn dieser ist in den meisten Fällen unfähig, gesund zu entscheiden. Erst mit einem gesunden Ernährungsplan und mit jahrelangem Einhalten des Planes können Sie spüren, dass Ihnen Ihr Instinkt die Kopfarbeit abnehmen kann und Sie können sich mehr auf Ihr inneres Gefühl verlassen, ohne Gefahr zu laufen, gerade eine Stimmungsschwankung durch Essen ausgleichen zu wollen.

Ein Mensch ist kein Haustier oder Tier im Zoo, das zu festen Zeiten und eine feste Menge an Nahrung zu sich nehmen muss. Lassen Sie sich nicht in geselligen Gruppen animieren zu essen oder bei drei Gängen im Restaurant ebenfalls alle drei Gänge mitzumachen. Hören Sie vielmehr auf Ihren Bauch, ob Sie wirklich Hunger haben und hören Sie auch nicht damit auf, wenn Sie sich in Gesellschaft befinden.

Formulieren Sie Ihr Vorhaben höflich und verständlich und rechnen Sie damit, dass Ihre Mitmenschen Sie nicht sofort verstehen. Es ist aber wichtig, dass Sie Ihre Grenzen nicht überlaufen, vor allem, wenn Sie sich gerade am Beginn der Ernährungsumstellung befinden. Schließen Sie sich nicht aus dem gesellschaftlichen Leben aus, sondern lernen Sie auch sich zu erklären und Ihren Standpunkt aufzuzeigen.

Unterschied zwischen Persipan und Marzipan

Besonders jetzt zur Weihnachtszeit werden wieder verstärkt neben Lebkuchen und sonstigen Süßigkeiten auch Marzipan-Produkte gekauft. Doch manchmal lesen wir auf der Verpackung auch Persipan, doch was bedeutet dies. Hierzulande dürfen in Marzipan nur die Zutaten Mandeln und Zucker enthalten sein.

Ursprünglich stammt das Marzipan aus dem Orient, doch mittlerweile ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Hansestadt Lübeck die "Marzipanhauptstadt" in Deutschland. Hat man bisher mit Hilfe von chemischen Analysen den echten Marzipan nachgewiesen, so erfolgt dies heute über ein von Chemikern in Köln und Hamburg neu entwickeltes Verfahren mit Hilfe eines Gentest.

Denn oft werden neben den Mandelkernen auch Aprikosen- oder Pfirsichkerne verwendet, was preiswerter ist. Hierbei handelt es sich dann um das sogenannte "Persipan".

Im letzten Jahr wurden in Deutschland zwischen September 2010 und Januar 2011 etwa 532 Millionen Euro für weihnachtliche Süßwaren in Supermärkten, Drogerien und Warenhäusern ausgegeben, darunter war natürlich auch Marzipan.

Bewusster essen

Beschäftigen Sie sich mit dem Essen, so dass Sie lernen, das ernst zu nehmen, was Sie mit dem Essen täglich machen und was das Essen mit Ihrem Körper macht.

Übergewichtige Menschen denken viel über Essen nach, doch wenn sie dann beim Essen selbst sind, kann es leicht passieren, dass sie den Kopf ausschalten und wie in Trance alles essen, was sich auf ihrem Teller oder in ihrem Kühlschrank befindet. Das Essen erfolgt in sehr hoher Geschwindigkeit und die körpereigenen Sättigungszeichen wie Völlegefühl, Aufstoßen oder das Schwererwerden des Körpers und das Einsetzen von Müdigkeit werden nicht wahrgenommen und somit überlaufen.

Gestalten Sie das Essen für den Anfang Ihrer Ernährungsveränderung störungsfrei. Lenken Sie sich nicht durch Tischgespräche, Fernseher oder Arbeiten am PC ab. Machen Sie sich bewusst, was Sie gerade tun und lernen Sie, bewusst zu kauen und das Essen mit Ihren Sinnen zu schmecken und wahrzunehmen.

Unterstützen Sie sich dabei, während des Essens zu entspannen. Sobald Sie eine Verkrampfung im Kiefer wahrnehmen, lockern Sie sich, atmen Sie tief durch und erspüren Sie das Essen. Sie werden erstaunt sein, dass nach wenigen Tagen des bewussten Essens die Portion Ihres Tellers immer kleiner wird.

Sie werden automatisch weniger essen, da Sie die Sättigungssignale Ihres Körpers wahrnehmen können und durch das langsame Essen auch nur das Essen, was in diesem Moment von Ihrem Körper benötigt wird.

Erfolgreiche Strategien

Naschverbot macht noch gieriger

Süßes ohne Reue genießen – für immer mehr Menschen, die mit ihren Pfunden kämpfen, ein Riesenproblem. Gerade zu den Feiertagen stehen für diese geplagten Zeitgenossen schwere Prüfungen an. Ein paar tröstliche Tipps hat die Gesundheitszeitschrift "Apotheken Umschau" für sie parat:

  • Wer gerne Süßes isst, sollte sich kein Naschverbot auferlegen, weil dadurch der Heißhunger nur wächst.
  • Legen Sie immer nur wenige Pralinen oder Schokoladestückchen auf einen kleinen Teller. Packen Sie den Rest wieder weg.
  • Genießen Sie Süßes in Ruhe.
  • Naschen Sie nicht, wenn Sie hungrig sind.
  • Vermeiden Sie den gefährlichen kleinen Hunger zwischendurch, indem Sie fünf kleine statt drei große Mahlzeiten planen.
  • Betreiben Sie Ursachenforschung! Wer merkt, dass er Ärger oder Langeweile mit Süßigkeiten kompensiert, muss die Ursache bekämpfen – und darf sich das Bonbon schmecken lassen.

Gene beeinflussen die Lust auf Süßes

Manche Menschen sind verrückt nach Süßigkeiten, manche brauchen sie gar nicht. Beeinflusst wird dieses Verlangen vom Gen GLUT2, das im Gehirn, in der Leber und in anderen Organen aktiv ist. Dies fanden Wissenschaftler der Universität Toronto heraus.

Demnach filtert das Gen Glukose aus dem Blut und transportiert es anschließend in die Zellen. Bei manchen Menschen läuft dieser Prozess des Zuckertransports sehr viel weniger effizient ab, sodass das Stopp-Signal erst später ausgelöst wird. Dies wiederum hat zur Folge, dass man mehr Zucker in die Zellen aufnimmt als eigentlich nötig, was zu einer gestiegenen Lust auf Süßes führt.

Bewegung senkt die Lust auf Süßes

Verschiedene Süßigkeiten auf Tellern
Sweets © Alena Ozerova - www.fotolia.de

Wie Forscher aus dem britischen Exeter in einer Studie mit 78 Schokoladenliebhabern herausgefunden haben, kann schon einer Viertelstunde Bewegung täglich das Verlangen nach Süßigkeiten deutlich senken. Die Probanden sollten zunächst Aufgaben lösen. Während der Arbeit hatten alle Teilnehmer eine Schale mit Schokolade auf ihrem Schreibtisch von der sie sich nach Lust und Laune bedienen konnten.

Anschließend wurde die Hälfte der Versuchsteilnehmer eine Viertelstunde lang auf das Laufband geschickt. Die andere Hälfte durfte sich ausruhen. Danach sollten die Probanden erneut Aufgaben lösen.

Es zeigte sich, dass diejenigen, die sich zuvor auf dem Laufband bewegt hatten nur halb so oft zur Schokolade griffen wie diejenigen, die faulenzen durften.

Vorsicht bei Candy-Sprays

Sogenannte Candy-Sprays, die durch eine Pumpflasche direkt in den Mund gesprüht werden, sind bei Kindern äußerst beliebt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und das Bundesamt für Risikobewertung warnen nun jedoch vor derartigen Süßigkeiten.

Durch ihre besondere Anwendungsform könnten die Sprays leicht ins Auge gelangen und zu extremen Schleimhautreizungen führen. Sprays mit einem hohen Gehalt an Zitronansäure könnten außerdem auch die Schleimhäute in Mund und Rachen reizen und Atembeschwerden auslösen, heißt es in der Warnung.

Beim Verzehr von Süßigkeiten sollte man natürlich auch auf seine Zähne achten...

Beim Naschen ans Zähneputzen denken

Gerade bei Kindern stehen Süßigkeiten und Schokolade auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Doch zu viel Nascherei kann böse Folgen für die Zähne haben.

Clever naschen für gute Zähne

Die gute Nachricht ist: Süßigkeiten sind natürlich nicht grundsätzlich verboten und dürfen auch einmal in größeren Mengen verzehrt werden. Nicht die Menge des Zuckers löst die Kariesbildung aus, sondern die Häufigkeit, mit dem er mit den Zähnen in Kontakt kommt.

Es darf also ruhig mal genascht werden, aber möglichst nicht in kurzen Abständen über den ganzen Tag verteilt. Der Grund dafür ist, dass der Speichel etwas Zeit braucht, um den pH-Wert im Mund wieder zu neutralisieren und so der Kariesbildung entgegen zu wirken.

Wird über den Tag verteilt immer wieder Zucker zugeführt, sorgen kariesbildende Bakterien langfristig für einen sauren pH-Wert im Mund und machen die Zähne weniger widerstandsfähig. Mineralien lösen sich aus dem Zahnschmelz und Zähne wie Milchzähne werden angegriffen.

Auch regelmäßiges Zähneputzen ist wichtig, wenn man gerne einmal nascht. Besonders fluoridhaltige Zahnpasta und Fluoridgel zur wöchentlichen Anwendung schützen den Zahnschmelz.

Wer sich nach dem Essen einen süßen Nachtisch gönnt und danach die Zähne putzt, muss nicht mit bösen Überraschungen rechnen.

Richtig Naschen schont die Zähne

Besonder Kinder sollten nur mäßig Zucker konsumieren und regelmäßig die Zähne putzen, um Karies vorzubeugen

Weihnachtsbäckerei: Lebkuchengebäck zur Adventszeit
Bunte Lebkuchen zum Advent © ChristArt - www.fotolia.de

Allüberall blitzen nicht nur goldene Lichtlein, sondern auch Verführungen der süßen Art. Weihnachten ist das Fest der Liebe und inzwischen auch des Genusses. Damit es nach den Feiertagen kein böses Erwachen beim Zahnarzt gibt, sollte man besonders bei den Kleinen auf maßvolles Naschen achten.

Natürlich möchte niemand den Kindern die Freude an den vielen Süßigkeiten verderben. Doch kann man mit einigen Tricks die Gefahr für die Zähne reduzieren.

Nach dem Süßigkeitenverzehr direkt die Zähne putzen

Besonders die Milchzähne sind in erheblichem Maße anfällig für Karies. Schlimm ist, dass dabei auch die Folgezähne geschädigt werden können.

Am besten für das Gebiss der Kinder ist es, wenn nach Verzehr von süßen Leckereien gleich die Zähne geputzt werden. Das gibt dem Zucker keine Chance den Zahnschmelz zu beschädigen und den Kariesbakterien die Bahn frei zu machen.

Statt zuckerhaltiger Getränke lieber auf Alternativen setzen

Zuckerhaltige Getränke, wie Limonade oder Kinderpunsch, gelangen auch in kleine Zwischenräume. Dort sind sie oft für Kinder schwer wegzuputzen.

sind geeignete Alternativen und als Durstlöscher sowieso viel effektiver.

Den gleichen schädlichen Einfluss haben klebrige Naschereien.

sind wahrer Kleister auf dem Gebiss.

Wenn gerade keine Möglichkeit zum Zähneputzen besteht, kann auch ein zuckerfreier Kaugummi die Mundhygiene verbessern. Auch einfaches Umspülen nach dem Schlemmen hilft auf die Schnelle.

Süßigkeiten sollten nicht zur freien Verfügung stehen

Süßigkeiten sollten nicht den ganzen Tag über zur freien Verfügung bereit stehen. Auch wenn ein Weihnachtsteller mit Naschwerk hübsch anzusehen ist, sollten besonders kleine Kinder nicht selbst darüber entscheiden, wann sie wie viel Zucker zu sich nehmen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: wild honey © Liv Friis-larsen - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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