2. März 2011
Der Hesse an sich, ist ein Gemütsmensch, so genießt er auch außergewöhnliche Spezialitäten am liebsten gemütlich bei einem Glas Ebbelwoi. Er isst gerne und oft Kartoffeln. Typische Spezialitäten sind Handkäs mit Musik, Frankfurter Grüne Sauce, Frankfurter Würstchen, Frankfurter Rippchen mit Sauerkraut, Kassler und Frankfurter Bethmännchen oder die Ahle Wurst.
Der Handkäs ist ein fettarmes Milchprodukt, es handelt sich um einen Sauermilchkäse. Dieser wurde früher mit der Hand geformt und dieser Tatsache hat er seinen Namen zu verdanken. Die Musik ist auf die Zwiebeln zurückzuführen, denn der Handkäs mit Musik wird in einer kräftigen und würzigen Marinade aus Essig, Öl, Kümmel und Zwiebeln eingelegt. Er wird gerne und oft in den Ebbelwoikneipen bestellt. Für die Marinade braucht man: 6 EL Essig, 3 EL Öl, 3 Zwiebeln und etwas Kümmel. Wenn man keinen Originalkäse hat, kann man auch einen durchgereiften Harzer nehmen. Die Zwiebel wird geschält und in Ringe geschnitten, dann vermischt man sie mit Essig und Öl sowie dem Kümmel. Der Käse muss in der Marinade gut durchziehen. Beim Servieren bestreut man ihn zusätzlich mit Kümmel. Dazu genießt man ein Butterbrot und am besten Apfelwein.
Die Frankfurter Grüne Sauce, die “Grie Soß” besteht aus mindestens sieben Kräutern, die ihr den typischen Geschmack verleihen. Es gibt ganz unterschiedliche Rezepte und sie soll zu Goethes Leibspeisen gehört haben. Für eine Rezeptvariante benötigt man: Eine Packung Kräuter für Frankfurter Grüne Soße (außerhalb der Region bekommt man die Kräutermischung oft tiefgefroren im Tiefkühlregal), einen gr. Becher Naturjoghurt, Salz, Pfeffer aus der Pfeffermühle, 1 Zitrone und Senf. Die klein gehackten Kräuter mischt man mit dem Joghurt. Die Zitrone presst man aus, man braucht etwa 1 EL, den gibt man zu dem Joghurt und würzt mit Salz, Pfeffer und Senf.
Frankfurter Würstchen sind besonders zart und delikat im Geschmack. Man erwärmt sie in siedendem Wasser und dazu wird oft Kartoffelsalat gegessen. Für eine Kartoffelsalatvariation braucht man: 8 gr. festkochende Kartoffeln (diese müssen schon ein Tag vorher abgekocht werden), 1 Zwiebel, 1 TL Instant Gemüsebrühe, 3 EL Kräuteressig, 3 EL Sonnenblumenöl, Flüssigwürze, 3 Gewürzgurken, Salz und Pfeffer aus der Pfeffermühle. Die Gemüsebrühe wird in einem ¼ L kochendem Wasser aufgelöst, dann lässt man sie abkühlen. Sie wird mit Essig und Öl gemischt und man gibt 15 Tropfen Flüssigwürze dazu. Die Gewürzgurken werden in dünne Scheiben geschnitten. Die Zwiebel geschält und fein gehackt, beides gibt man in das Dressing. Nun wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Die am Vortag gekochten Kartoffeln, werden geschält und mit eine Reibe fein gehobelt. Nun alles miteinander vermengen. Der Kartoffelsalat muss vor dem Servieren gut durchziehen.
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