27. Dezember 2011
Von Andreas Hadel
Eine einjährige Studie brachte hervor, dass Frauen, die vormittags Snacks zu sich nehmen, nachweislich vier Prozent weniger Körpergewicht verlieren als Frauen, die ein ausgewogenes Frühstück zu sich nehmen und bis zum Mittagessen keine weiteren Snacks zu sich nehmen.

Grundsätzlich gilt, dass wenn das Naschen zu nahe an der Hauptmahlzeit erfolgt, sich das nachteilig auf das Ziel des Gewichtsverlustes auswirken kann. Genauso wie die zu langen Pausen zwischen den Mahlzeiten, die zu einem Hungergefühl führen. Die Folge ist, dass man dazu tendiert, bei den nachfolgenden Mahlzeiten größere Portionen zu sich zu nehmen und das Sättigungsgefühl nicht rechtzeitig bemerkt. Achten Sie daher darauf, dass Sie in Zeitabständen essen, die Sie nicht hungern lassen, sondern dann einsetzen, bevor Ihr Hunger für Sie fühlbar ist.
Neben dem Effekt der Gewichtszunahmen können Snacks allerdings im Rahmen einer Diät auch positiv eingesetzt werden. Wenn Sie zum Beispiel zwischen den Mahlzeiten auf einen gesunden Snack wie einen Apfel oder Nüsse oder einen Salat zurückgreifen, dann können Sie das Hungergefühl stillen, bevor es einsetzt, Ihre Leistungskurve stabil halten und bei der nächsten Hauptmahlzeit nicht mit Heißhunger essen, sondern mit einem gesunden Appetit, so dass Sie auch bewusst merken können, wann Sie genug gegessen haben und dementsprechend aufhören können zu essen.
Nehmen Sie sich die Zeit und überlegen Sie sich, welche gesunden Snacks Ihnen Appetit machen und achten Sie darauf, dass Sie die entsprechenden Lebensmittel in Ihren regelmäßigen Einkauf mit aufnehmen und dabei haben, wenn Sie sich nicht Zuhause befinden. Snacks, auf die Sie keinen Appetit haben oder auf die Sie sich nicht freuen können, machen keinen Sinn, von Ihnen vorbereitet zu werden. Testen Sie also für sich ein paar Tage oder eine Woche aus, welche gesunden Snacks gut und positiv für Sie sind und haben Sie diese dann regelmäßig bei sich. Ab und an ist ein kalorienhaltiger Snack natürlich erlaubt, aber achten Sie darauf, dass dies nicht zur Gewohnheit wird. Bleiben Sie bei den gesunden Snacks und Sie werden merken, wie Sie sich besser und gesünder fühlen und ein ausgeglichenes Gefühl den Mahlzeiten gegenüber entwickeln lernen.
Wichtig ist, dass Sie sich klar machen, wie bedeutend das bewusste Essen ist. Der Griff zu einem Snack kann aus Langeweile oder gedankenverloren erfolgen, ohne dass der Körper tatsächlich ein Hungergefühl signalisiert hat. Achten Sie auf Ihre Angewohnheiten und arbeiten Sie daran, sich bewusst zu machen, was Sie gerade tun und warum Sie gerade genau das und in genau dieser Menge essen wollen.
Seien Sie beruhigt, diese bewusste Kontrolle wird sich mit der Zeit in Ihr Verhalten einbetten und Sie werden sich ab einem bestimmten Zeitpunkt auf Ihr Gefühl verlassen können und müssen nicht immer über den Kopf gehen und sich die Fragen des was und warum stellen. Versuchen Sie bei dem Griff zu einem Snack zu hinterfragen, was Sie in dem Moment eigentlich beschäftigt und veranlasst und suchen Sie nach einer Möglichkeit anstelle des Snacks ein Glas Wasser zu trinken, sich zu bewegen oder das Thema, mit dem Sie gerade beschäftigt sind, zu wechseln. Lernen Sie sich besser kennen und erreichen Sie damit schneller und besser Ihre gesteckten Ernährungsziele.
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