29. November 2007
Von R. Bachmann
Raclette ist ein aus geschmolzenem Käse hergestelltes Schweizer Nationalgericht. Der Name Raclette kommt aus dem französischen von "racler" = kratzen, schaben. Ursprünglich wurde in der Schweiz ein halber Käselaib so nahe ans Feuer gelegt, dass er anfing zu schmelzen, woraufhin Käse von dem angeschmolzenen Laib auf den Teller geschabt wurde.

Mittlerweile wird Raclettekäse in Scheiben gekauft und in eigens konstruierten Tischgeräten geschmolzen. Diese Tischgeräte sind mit einer Heizspirale versehen. Unter der Heizspirale werden, je nach Größe des Raclettegrills, 6-10 kleine Pfännchen eingeschoben, so kann sich jeder sein Raclette selber schmelzen. Die Raclettegrills haben heute in der Regel auch einen Grill über der Heizspirale, zum Grillen von z.B. kleinen Fleischstückchen. Besonders viel Spaß macht so ein Racletteabend vor allem an Silvester oder Heiligabend, wenn man einen ganzen Abend lang Zeit hat.
In den Pfännchen wird heute auch längst nicht mehr nur Raclettekäse geschmolzen, zu einem Racletteessen gehören die unterschiedlichsten Zutaten. Der Phantasie und dem Geschmack sind hier keine Grenzen gesetzt. Frisches Gemüse wie Paprika, Zucchini, Auberginen, Champignons, Artischockenherzen, Tomaten, Zwiebeln eignet sich genauso wie Konserven, z.B. Mais oder auch sauer eingelegte Mixed Pickles. Auch Pellkartoffeln dürfen bei keinem Racletteessen fehlen. Ergänzen lassen sich die Zutaten auch gut durch Obst, so passt z.B. Ananas sehr gut zu Schinken und Käse. Doch auch auf kleine Fleischstücke, Fisch und Shrimps muss nicht verzichtet werden. Diese Zutaten werden auf dem Hauptgrill erhitzt. Alles sollte natürlich kleingeschnitten sein, damit es in die Pfännchen passt. Und auch die Stücke für den Hauptgrill sollten klein genug sein, dass sie auch schnell gar werden.
Raclette bedeutet für die Gastgeber wenig Arbeit. Im Grunde müssen nur die Zutaten kleingeschnitten und der Tisch vorbereitet werden, das eigentliche Kochen entfällt ja. Außerdem ist Raclette das ideale Essen für unterschiedliche Geschmäcker, da sich jeder sein Essen selber brutzelt. So kommen sowohl Vegetarier wie auch Fleisch- und Fischesser voll auf ihre Kosten.
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