Galt die Ansicht einer fettfreien Ernährung einst als ideal, so ist es die differenzierte Sicht auf Fett, die diese Ansicht zu einer Falschaussage macht. Fett allein ist nicht das Übel einer ungesunden Ernährung und Auslöser von Übergewicht und damit einhergehenden gesundheitlichen Problemen.

Anfang der 90er Jahre wurde Fett weitestgehend verteufelt und sollte aus jeder gesunden Ernährung verbannt werden. Noch heute haben Fette mit diesem schlechten Ruf zu kämpfen, so dass es umso wichtiger ist zu verstehen, dass Fett nicht gleich Fett ist.
Zudem ist mittlerweile erwiesen, dass der menschliche Körper Fette zum Überleben benötigt. Wichtig ist zu klären, um welche Fette es sich hierbei handelt und die Faustregel zu befolgen, dass das Mittelmaß der Wahrheit entspricht und das Essen von zu vielen guten Fetten natürlich körperliche Schäden hervorbringen kann. Es empfiehlt sich, einen differenzierten Blick anzunehmen.
Fette liefern dem Körper Energie und sorgen für ein gutes Hautbild, eine gute Entwicklung der Haare und Nägel. Vitamine können durch Fett vom Körper besser verarbeitet werden. Bezeichnet werden die guten Fette mit dem Begriff einfach oder mehrfach ungesättigte Fette.
Einfach ungesättigte Fette sind unter anderem in Nüssen vorhanden und dienen der Senkung des schlechten Cholesterins. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren kommen zum Beispiel in Fisch vor und können Herzerkrankungen und dem Auftreten von Arthritis vorbeugen. Das Fettvorkommen in Fisch wird auch mit Omega-3-Fettsäuren bezeichnet.
Die Lebensmittelanbieter versuchen mittlerweile, den neuen Erkenntnissen der Forschungen Rechnung zu tragen und markieren ihre Produkte mit Omega-3-Fettsäuren-Aufklebern. Das Umdenken in der Ernährungsindustrie hat also mit großen Schritten begonnen, um den guten Fetten wieder den rechtmäßigen Platz in einem gesunden Ernährungsplan zu ermöglichen.
Doch nicht immer ist es auf den ersten Blick ersichtlich, ob es sich um gute oder schlechte Fette handelt. Schlechte Fette sind unterstützen unter anderem Herzerkrankungen und Verstopfungen der Arterien.
Gesättigte Fette kommen in Fleisch, Milch, Käse und anderen tierischen Produkten vor. Sie sind in einer gesunden Ernährung nicht untersagt, dürfen aber nur in geringer Menge zu sich genommen werden. Zu den ungesunden Fetten werden die als Transfette bezeichneten Fette verstanden.
Transfette befinden sich vornehmlich in Fast Food, in frittierten Gerichten und in Tiefkühlkost wieder. Vermeiden Sie in erster Linie diese Nahrungsmittelgruppen und nehmen Sie auch sonst Abstand von Fertigprodukten jeglicher Art.
Bei der Frage, wie viel an gutem Fett empfehlenswert für einen gesunden Ernährungsplan ist, werden 30 Prozent der täglichen Kalorienanzahl genannt. Diese Zahl ist als eine Empfehlung und nicht als Richtwert zu verstehen.
Nehmen Sie sich Ihren Ernährungsplan und typisieren Sie die Fette, die Sie durchschnittlich pro Tag zu sich nehmen. Klassifizieren Sie diese in gute und schlechte Fette, sowie in Transfette. Ersetzen Sie die schlechten Fette und die Transfette durch andere Nahrungsmittel oder durch gute Fette.
Sollte Ihr durchschnittlicher Fettanteil in der Nahrungsaufnahme unter 30 Prozent belaufen, dann müssen Sie sich nicht veranlasst fühlen, fettarme Lebensmittel durch Lebensmittel mit gesunden Fetten auszutauschen. Seien Sie sich aber bewusst, dass Sie mit der Zeit - hier bietet sich der Zeitpunkt an, wenn Sie Ihre Grundnahrungsmittel Ihres Ernährungsplanes verändern - freier in der Auswahl der Lebensmittel sind und Nahrungsmittel mit gesunden Fetten nun mit auswählen dürfen.
Investieren Sie etwas Zeit, um sich mit guten und schlechten Fetten auseinanderzusetzen und so im Alltag einfacher zu erkennen, welche Gerichte im Rahmen Ihres Ernährungsplanes liegen.
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