Mit Mittelmeerküche kann man der Arterienverkalkung vorbeugen

Von Jutta Baur
11. Januar 2012

Ein Risikofaktor für den Herzinfarkt ist die sogenannte Arterienverkalkung. Dabei handelt es sich nicht um reine Kalkablagerungen in den Adern. Vielmehr findet man Blutfette, Bindegewebe und Thrombozyten an den Wänden der Arterien. Sie entstehen meist über längere Zeit durch ungesundes Essen und mangelnde Bewegung. Norbert Smetak vom Bundesverband niedergelassener Kardiologen e.V. bestätigt, dass schon durch richtige Nahrung und moderatem Sport die Gefahr einer Arteriosklerose abnimmt. Damit reduziert sich auch die Bedrohung, einen Herzinfarkt zu erleiden.

Es hat sich bei verschiedenen Untersuchungen gezeigt, dass die sogenannte "Mittelmeerkost" hervorragend geeignet ist, um eine Arterienverkalkung zu vermeiden. Schaut man sich nämlich die Zahlen von Betroffenen bei uns an und vergleicht sie mit den Bewohnern von Mittelmeerländern, sieht man den deutlichen Unterschied. Dort erleiden Menschen, die sich kulturell herkömmlich ernähren, weitaus seltener einen Herzinfarkt.

Der Kontrast der mediterranen Küche zu unserer liegt in der Art der verwendeten Lebensmittel. Wo bei uns oftmals gehärtete Fette benutzt werden, steht in der südlichen Küche Olivenöl auf dem Speiseplan. Weniger Fleisch, dafür aber reichlich Fisch machen ebenso Unterschiede aus. Selbst das Glas Rotwein schadet nicht. Es sollte jedoch wirklich bei einem Gläschen bleiben. Wer sich auf diese Weise ernährt, kann, so Smetak, getrost auf zusätzliche Ergänzungsmittel verzichten. Nicht alle sind sinnvoll und manche, in falscher Dosierung, sogar schädlich.