20. April 2011
Der Hauch des Orient ist faszinierend, wenn man durch einen arabischen Lebensmittelladen geht. Oft kommen Urlaubserinnerungen auf und der Besuch erinnert an einen Bazar.
Die arabische Küche ist delikat, herzhaft und sehr abwechslungsreich. Man könnte meinen, sie wäre von der griechischen und italienischen Küche inspiriert oder umgekehrt, denn es gibt viele Ähnlichkeiten. So wird beispielsweise in der arabischen Küche vieles mit Tomatensoße zubereitet und man kocht häufig mit Olivenöl. Wenn man die richtigen Zutaten für ein arabisches Essen braucht, durchstöbert man einen arabischen Lebensmittelladen. Dort kann man viele exotische Köstlichkeiten entdecken.
Okra sind die Samenkapseln einer Pflanze, sie sehen ein bisschen wie kleine Gürkchen aus und haben einen intensiven, aromatischen Eigengeschmack. Sie werden als Gemüse, meist in Tomatensoße zubereitet. Arabische Lebensmittel sind so abwechslungs- und facettenreich, wie die vielen arabischen Länder. In der arabischen Küche kennt man viele kleine Vorspeisen, zum Essen wird immer Fladenbrot gereicht, dieses ist flach und dünn, also anders als man es aus dem türkischen Geschäft kennt. Eine beliebte Vorspeise ist Tahina, eine ölige Sesampaste, die mit Joghurt und Kreuzkümmel bereitet wird. Die Sesampaste findet man beim arabischen Händler in einem Schraubglas. Ohne Kreuzkümmel kommt die arabische Küche nicht aus. Den Kreuzkümmel findet man neben vielen anderen interessanten Gewürzen, wie zum Beispiel Helba, ein sehr intensiv duftendes Gewürz. Getrocknete Chilis, klein zerrieben, werden auch oft verwendet.
Kichererbsen, Kichererbsenmehl und Cous-Cous sind ebenfalls bei dem arabischen Lebensmittelhändler zu finden. Helva kennt man auch aus türkischen Geschäften und diese süße Sesammasse wird zu Fladenbrot gegessen. Aus Weinblättern, in Tüten oder Dosen, werden leckere Wickel gemacht, die mit Reis und Hackfleisch gefüllt werden. Das Wurst- und Fleischangebot ist mit dem eines türkischen Geschäfts zu vergleichen. So kennt man Pasterma, einen speziell eingelegten Rinderschinken und eine scharfe Knoblauchwurst aus Rindfleisch. Auch Lamm- und Hammelfleisch wird angeboten.
Das Obst- und Gemuseangebot ist mit dem europäischen Markt zu vergleichen. Selbstverständlich gehören Feigen und Datteln dazu. Gargir, bei uns als Rucola bekannt, wird oft zu den Mahlzeiten roh und natur gegessen ohne dass er als Salat angemacht wurde. Der arabische Kaffee schmeckt anders als Espresso. Er wird in kleinen Kännchen gekocht und hat einen würzigen Geschmack. Eine Schokoladen- und Süßigkeitenvielfalt wie bei uns kennt man weniger. Dafür gibt es wie im türkischen Geschäft auch, ein reiches Angebot an süßen Backwaren. Diese triefen dann oft vom flüssigen Honig. Der Gang durch ein arabisches Lebensmittelgeschäft kann wahrlich zu einem Erlebnis werden und dazu wird man noch gastfreundlich und zuvorkommend bedient.
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