15. Mai 2007
(pgk) Mit den ersten warmen Frühlings-Wochenenden hat in Deutschland die Grillsaison begonnen.
Dass das Vergnügen schnell in einer Katastrophe enden kann, zeigt der Grillunfall Mitte April in Schloss Holte-Stukenbrock (Kreis Gütersloh) in Nordrhein-Westfalen, bei dem ein dreijähriges Mädchen schwer verletzt wurde. Laut Polizeiangaben war es zu einer Verpuffung gekommen, als ein Grill mit Spiritus angezündet werden sollte. Das Kind erlitt Verbrennungen zweiten Grades im Gesicht, am Oberschenkel und an der Hand und wurde in eine Spezialklinik für Brandverletzte in Hamm gebracht.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V., Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. und das Deutsche Grüne Kreuz e.V. warnen eindringlich vor der Verwendung flüssiger Grillanzünder.
In Deutschland kommt es jährlich zu etwa 4.000 Grillunfällen durch die Verwendung von Brandbeschleunigern. Mehr als 400 dieser Unfälle enden mit schwersten Verbrennungen. Zu den Verletzten zählen oft Kinder, die in der Nähe des Grills spielen.
Die Gefahr von Brandbeschleunigern wird häufig unterschätzt: Wer Spiritus oder andere Brandbeschleuniger auf die Grillkohle gießt, löst gefährliche Verpuffungen und Rückzündungen aus. Eine riesige Feuerwand kann entstehen – mit verhängnisvollen Folgen für alle, die sich in der Nähe befinden.
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