Tipps für knusprige Ergebnisse und zum Vermeiden von unangenehmen Gerüchen beim Frittieren

Fett ist bekanntlich ein Geschmacksverstärker, daher ist das Frittieren sehr beliebt, um Speisen den richtigen Geschmack zu verleihen. Das Abbacken in heißem Öl oder Fett geht zügig und sorgt, sofern einige Regeln beachtet werden, für ein außen knuspriges und innen saftiges Ergebnis. Leider entsteht oft ein lästiger Geruch, der durch die ganze Wohnung zieht und sich festsetzt. Ein Geruch wie in der Frittenbude möchte keiner zu Hause haben.

Goldbraun, knusprig und saftig soll es sein -  wir zeigen, wie die Speisen in der Friteuse garantiert gelingen und wie man gegen entstehende Gerüche vorgehen kann

So wird es goldbraun, knusprig und saftig

können in der Friteuse in Pflanzöl, Schmalz oder Butter schmackhaft zubereitet werden.

Die Wahl des richtigen Öls

Die Wahl des richtigen Öls/Fettes, der richtigen Temperatur und andere Tipps tragen zu einem optimalen Ergebnis bei. Frittieren ist nicht die gesündeste Art Speisen abzubacken, aber die Verwendung von Pflanzenölen (Rapsöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl) ist gesundheitsbewusster als der Gebrauch von harten Fetten.

Pflanzenöle enthalten ungesättigte Fettsäuren, die sich günstiger auf den Cholesterinspiegel auswirken, als die gesättigten Fettsäuren in raffiniertem, gehärtetem Fett. Pflanzenöle können aber ihren Eigengeschmack auf das Frittiergut übertragen, so dass das "ungesunde" Fett oft bevorzugt wird.

Verwendung und Temperatur

Wird das Öl/Fett in der Friteuse erhitzt, muss mit der Zugabe der Speisen gewartet werden, bis die richtige Temperatur (ca. 140°-170°) erreicht ist. Werden sie vorher hinzugefügt, saugen sie sich mit Fett voll, da die Kruste nicht schnell genug abbacken kann.

Gemüse, Fleisch und Teige sollten immer getrennt frittiert werden, nicht im gleichen Öl/Fett. Nach dem Frittiervorgang kann das Öl in warmen Zustand gefiltert und nochmals verwendet werden, jedoch nicht zu oft, da sonst das Fett beim Erhitzen einen ranzigen Geruch verbreitet und der Gesundheit schaden kann.

Weitere Tipps

  1. Abgebackenes gut abtropfen lassen, evtl. auf ein Küchenpapier legen, das sich mit dem überschüssigen Fett voll saugt.
  2. Das Öl/Fett kühl und abgedunkelt lagern, aufs Ablaufdatum achten.
  3. Feuchte Lebensmittel erst abtrocknen, bevor sie in die Friteuse gegeben werden, um Verbrennung durch heiße Spritzer zu vermeiden. Das gilt auch für tiefgekühlte Speisen.
  4. Panierte Speisen etwas abschütteln, um unnötige Verunreinigungen im Fett zu vermeiden.
  5. Eine Temperatur von über 180° ist gesundheitsschädlich.

Das Sortiment an Friteusen ist vielfältig. Namhafte Hersteller bieten verschiedene Geräte in einem Preisrahmen von ca. 30-200 Euro an.

Die Säuberung eines Gerätes ist oft umständlich, so dass es von Vorteil sein kann, Friteusen mit spülmaschinenfesten Teilen zu benutzen.

Unangenehme Gerüche vermeiden

Es soll möglichst nicht zu heiß frittiert werden; die Herstellerangaben liegen da meistens zu hoch. Dabei entsteht auch unter anderem Acrylamid, das im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Die Stiftung Warentest beispielsweise empfiehlt, höchstens bei 170°C zu frittieren.

Verwendung von Deckel und Filter

Es ist eine gute Methode Geruch zu vermindern, wenn der Deckel der Friteuse möglichst wenig geöffnet wird, damit kein Geruch entweicht. Dieses ist aber Geräte abhängig mit einer bestimmten Funktion.

So gibt es beispielsweise Friteusen, deren Frittierkorb sich bei geschlossenem Deckel anheben, absenken oder auch zum Abtropfen einrasten lässt. Wichtig ist auch der Filter; ein Filter mit Aktivkohle bindet die entstehenden Gerüche.

Mögliche Hausmittel

  • Hausfrauen berichten von Hausmittelchen, wie beispielsweise Kaffeepulver auf eine heiße Herdplatte zu streuen; der Röstgeruch soll den Frittiergeruch neutralisieren. Diese Methode scheint aber nicht sehr nachahmenswert zu sein und dann hat man noch den Dreck auf der Platte oder dem Ceranfeld.
  • Oder es soll ein Stängel Petersilie mit frittiert werden, deren ätherische Öle helfen Gerüche zu neutralisieren.
  • Auch Haushaltsnatron, der in einem Topf mit Wasser zum Kochen gebracht wird, soll wahre Wunder wirken, um die Gerüche hinterher zu vertreiben.

Lüften und Verwendung von Raumdüften

Einfach gut zu lüften ist wohl der beste Weg und neben einem Lufterfrischer kann man auch eine Duftlampe anzünden und etwas ätherisches Öl hinein geben. Lemongrass beispielsweise ist ein kräftiger frischer Duft, der sofort für ein besseres Raumklima sorgt. Auch die Verwendung von Räucherstäbchen wäre eine Möglichkeit, für diejenigen, die den Geruch mögen.

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  • Petersilienbund © Birgit Reitz-Hofmann - www.fotolia.de

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