9. November 2010
Der Rheinische Sauerbraten, erfreut sich nicht nur im Rheinland größter Beliebtheit. Er ist ein Klassiker in der deutschen Küche. Dieser Rinderschmorbraten wird einige Tage vor der Zubereitung eingelegt.
Je nach Region gibt es unterschiedliche Rezepte, typisch jedoch ist der süß-sauere Geschmack. Rheinischer Sauerbraten wird traditionell mit Kartoffeln und Rotkohl serviert. Manchmal gibt es auch Apfelmus, Salzkartoffeln oder Backobst dazu. Durch das mehrtägige Marinieren, wird das Fleisch besonders zart-mürb und dadurch bieten sich auch preisgünstigere Fleischstücke an. Früher wurde auch oft Pferdefleisch verwendet, heutzutage hat sich aber das Rindfleisch durchgesetzt.
Süß-sauer, soll das Fleisch auf der Zunge zergehen. Dafür wird das rohe Rindfleisch in eine Marinade aus Essig, Wein, Suppengrün und Gewürzen eingelegt. Diesen Vorgang nennt man auch beizen, der Braten soll mindestens zwei Tage in der Beize liegen. Die Beize durchdringt die Fleischfasern und sorgt für eine dunkle violette Farbe.
Für eine Rezept-Variante benötigt man: 2 kg Rinderbraten, 1/2 L Rotwein, 125 ml Rotweinessig, 1 Bund Suppengrün, 1 TL Senfkörner, einige Pfefferkörner, 3 Lorbeerblätter, 6 Wacholderbeeren, 2 Pimentkörner, 2 große Zwiebeln, ca. 30g Schweineschmalz, 1/2 Tasse Rosinen, 125 ml Gemüsebrühe, 100g Lebkuchen und etwas Salz.
Das Suppengrün wird geputzt, gewaschen und klein geschnitten. Rotwein und Essig mischt man. Die Zwiebeln werden geschält und in Ringe geschnitten. Nun gibt man das Suppengrün, die Zwiebeln, Pfefferkörner, Senfkörner, Pimentkörner, Lorbeerblätter und Wacholderbeeren dazu und lässt den Braten zugedeckt, mindestens 2 Tage, an einem kühlen Ort stehen. Man kann den Braten auch ein eine Plastiktüte geben und diese verschweißen.
Für die Zubereitung wird das Fleisch trocken getupft, kräftig gesalzen und dann im Schweineschmalz angebraten. Mit der Hälfte der Beize wird das Fleisch gelöscht. Dann gießt man die Gemüsebrühe dazu und noch etwas von der Beize. Bei geschlossenem Topf und kleiner Hitze, wird der Braten ungefähr 45 bis 60 Minuten geschmort. Nun wird der zerkleinerte Lebkuchen hinzugefügt, das Fleisch übergießt man immer wieder mit dem Sud und schmort es für weitere 30 Minuten.
Dann wird das Fleisch entnommen und die Soße durch ein Sieb passiert. Man gibt die Rosinen dazu und lässt es kurz aufkochen. Das Fleisch wird in Scheiben geschnitten und angerichtet.
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