Nachspeisen aus aller Welt und ein Blick auf die weltweit teuersten und luxuriösten Desserts

Muffin mit Sahne auf Teller mit Löffel

Andere Länder, andere Sitten - ein Überblick über typische Desserts in Spanien, Italien, England, den USA und Co

Mit einem Dessert endet ein meistens mehrstündiges sowie ausgiebiges Mehrgangmenü. Das Dessert ist üblicherweise eine süße Nachspeise. Wenn die Hauptspeise bereits einen hohen vierstelligen Eurobetrag gekostet hat, dann darf das Dessert weder von seiner Ausgefallenheit noch von seinem Preis dem nachstehen.

Desserts aus aller Welt

Für den perfekten Abschluss eines Menüs ist ein Dessert sehr wichtig. Sie sind zum Großteil süß und können kalt oder warm gereicht werden. Doch wie wird eigentlich in anderen Ländern genascht?

England

Als Nachspeise werden hier hauptsächlich Kuchen ("cakes") oder Puddings kombiniert mit Eis und Saucen (z.B. "custard", eine Art Vanillesauce) serviert. Der Pudding besteht dabei traditionell zubereitet aus Milch, Eiern, Mehl und Butter. Verfeinert wird er dann mit frischen Früchten wie Erdbeeren oder Himbeeren, Keksen oder Sahne.

Spanien

Jeder, der schon einmal in Spanien war, kennt wohl die Crema Catalana, eine Spezialität der Region Katalonien. Die Crema Catalana ist ein Vanillepudding, der mit einer knackigen Karamellschicht überzogen ist. Doch auch Mandeltorte wird in Spanien gerne nach dem Essen gereicht.

Frankreich

Typisch französisch: Die Creme brulee
Typisch französisch: Die Creme brulee

Der Crema Catalana ähnlich ist die Crème brûlée, die aus Eigelb, Sahne, Milch und Zucker zubereitet wird. Der so entstandene Pudding wird mit Vanille, Zimt oder Orangenschalen verfeinert, mit Zucker bestreut und mit einem kleinen Gasbrenner flambiert, so dass eine knusprige Karamellschicht entsteht. Weitere beliebte Süßspeisen sind Brioche (Hefekuchen), Crêpes und Eclair.

Italien

Klassische "Dolci" sind in Italien

  • Tiramisu
  • Eis (Gelato)
  • Panna Cotta (ital. "gekochte Sahne", meist serviert mit Früchten oder Fruchtsauce) oder
  • Zabaione (eine Weinschaumcreme).

Türkei

In der türkischen Küche ist die Auswahl an Süßspeisen groß. So hat man beispielsweise die Wahl zwischen Baklava (eine in Sirup getränkte Süßspeise mit Pistazien oder Nüssen) oder Güllaç, einem Dessert aus Milch, Rosenwasser, Reisblätterteig und Granatapfel, welches vor allem im Fastenmonat Ramadan gegessen wird.

Asien

Eine traditionelle thailändische Nachspeise ist "Mango mit Sticky Rice". Darunter versteht man eine Art asiatischen Reis der mit Kokosmilch zubereitet wird. Dazu wird süße Mango gereicht. Weitere bekannte Nachspeisen sind gebackene Ananas oder Banane.

Zubereitung der indischen Nachspeise Rasgulla

Rasgulla ist in Indien ein beliebtes Dessert und kann auch mit deutschen Zutaten zubereitet werden. Man versteht darunter Käsenocken in einem süßen Zuckersirup.

Theoretisch können alle Gerichte weltweit auch bei uns zubereitet werden, doch für viele dieser Gerichte werden einheimische Zutaten benötigt. Dies macht es dann oft schwierig, exotisch zu kochen, wenn man keine Möglichkeit hat, in Feinkostgeschäften einzukaufen.

Ähnlich verhält sich dies auch mit einem indischen Dessert namens "Rasgulla". Hauptzutat für dieses Dessert ist ein spezieller Käse, der bei uns eher unbekannt ist. Man nennt ihn Paneer.

Zutaten

Um auch bei uns diese exotische Nachspeise kreieren zu können, benötigt man

Zubereitung

Damit Rasgulla auch gelingt, muss man unbedingt Vollmilch und keine H-Milch verwenden. Die Milch soll nämlich leicht gerinnen, und dazu eignet sich frische Milch besser als H-Milch. Neben den Zutaten benötigt man viel Zeit, damit dieses indische Dessert auch gelingen kann.

Zuerst wird die Milch aufgekocht. Währenddessen presst man die Zitronen aus und gibt den Zitronensaft anschließend in die kochende Milch. Dazu nimmt man den Topf von der Herdplatte und rührt den Zitronensaft in die Milch. Der Zitronensaft bewirkt eine Gerinnung der Milch.

Diese geronnene Milch schöpft man in ein Geschirrtuch ab. Hat man alles abgeschöpft, drückt man das Geschirrtuch nochmals gründlich aus, sodass die Flüssigkeit abtropfen kann. Anschließend muss die geronnene Milch 24 Stunden "ruhen", sodass daraus eine Käsemasse entsteht.

Am nächsten Tag wird der selbst gemachte Käse mit Speisestärke verrührt und vorsichtig zu kleinen Kugeln geformt. Nun benötigt man einen Topf mit Wasser und Zucker.

Das Zuckerwasser muss etwa fünf Minuten kochen. Dann vermindert man die Hitze und gibt die Käsebällchen vorsichtig hinein. Etwa eine Viertelstunde brauchen die Käsebällchen, bis man sie wieder aus dem Wasser nehmen und auf Dessertteller verteilen kann.

Angerichtet wird Rasgulla mit einem Schuss Rosenwasser, das jedoch erst dann eingerührt wird, wenn alles abgekühlt ist. Mit ein wenig Übung gelingt dieses Dessert ganz einfach und kann natürlich auch als Abschluss eines deutschen Essens serviert werden.

Der Vorteil ist, dass es sehr gut vorbereitet werden kann. Plant man also z.B. eine Grillparty mit Gästen, so kann man Rasgulla in Ruhe am Vortag zubereiten, am Vormittag kochen, dann gleich auf Teller anrichten und am Abend den Gästen servieren.

USA

Die Auswahl an Nachspeisen ist in den USA nicht so groß. Meist werden nur Früchte, Obstsalate oder Eiscreme gegessen.

Zu festlichen Anlässen gibt es Kuchen oder Pies. Im Gegensatz zum normalen Kuchen haben Pies eine knusprige Teighülle mit leicht flüssigem, warmem Inhalt, wie z.B. der klassiche Apple-Pie oder der Berry-Pie.

Die weltweit teuersten und luxuriösten Desserts

Vorspeise, Hauptgericht und Nachspeise sind die drei Bezeichnungen für einen oftmals abendfüllenden Aufenthalt in einem Gourmetrestaurant, oder auch in einem der weltweit bekannten und namhaften Luxusrestaurants. Luxuriös bedeutet in diesem Falle auch ausgefallen, also nicht alltäglich bis hin zu einmalig.

Zu den bekannten Desserts der europäischen Küche gehören gängige Süßspeisen wie

  • Creme
  • Früchte
  • Gebäck
  • Götterspeise
  • Kuchen
  • Pudding oder
  • Torten.

Eine Alternative zu diesen sowie anderen Süßspeisen ist die Käseplatte mit einer Auswahl an erlesenen Käsesorten. Damit ist der Gast normalerweise zufrieden.

Luxus - Ideenreichtum und hoher Preis

Molekulare Desserts für Jedermann

Die molekulare Küche erweitert die Methoden des normalen Kochens um einiges. Diesen Trend kann man jetzt auch zu Hause selber ausprobieren.

Mit einem Baukasten für molekulare Küche, der speziell auf Desserts ausgerichtet ist, kann man nun ganz ausgefallene Nachspeisen kreieren. Damit wird es zum Beispiel möglich heißes Eis oder Perlen aus Fruchtsaft herzustellen, die auf der Zunge zergehen.

Sofern das Dessert ein eigenes Highlight werden soll, muss einerseits auf den Ideenreichtum des Gastgebers gesetzt, und darf andererseits nicht auf den Preis geachtet werden. Solche Desserts unterscheiden sich in die insgesamt essbaren sowie in diejenigen, die mit einer "kleinen Aufmerksamkeit" im vier- oder fünfstelligen Eurobereich verziert sind. Sie macht das Dessert vom Preis her teuer und luxuriös, ist dann jedoch weniger die Dessertspeise selbst als vielmehr der Anlass, der das Dessert unvergesslich machen soll.

Darüber hinaus sollte auch in das Kreieren von Desserts einerseits, und in den tatsächlichen Verzehr andererseits unterschieden werden. Keineswegs alles, was die Dessertkarte anbietet, wird auch tatsächlich bestellt.

Die nachstehenden Desserts sind eine kleine Auswahl aus allem und können durchaus Appetit auf Mehr machen.

Diamanten im Dessert

Rund fünf Millionen US-Dollar kostet ein Dessert in einem Luxusresort auf den Seychellen. In das aufwändig zubereitete Dessert für die Begleiterin sind sieben 929er südafrikanische Diamanten eingebacken beziehungsweise eingearbeitet.

Anlass für dieses teure und luxuriöse Dessert ist der Valentinstag.

Sultan's Golden Cake

Ein Stück Früchtekuchen zum Preis von reichlich tausend US-Dollar ist mit Blattgold überzogen. Die Goldschicht ist auf das Kuchenstück aus Karamell, schwarzem Trüffel sowie einer Früchtekombination aus Aprikosen, Feigen, Pfirsichen und Quitten aufgetragen.

Der Name "Sultan's Golden Cake" lässt auf das Herkunftsland Türkei schließen. Serviert wird dieses Dessert auf Vorbestellung in einem der besonders luxuriösen Mehrsternehotels in Istanbul.

White Truffle Cream Cheese Bagel

Der Bagel ist normalerweise ein etwa handtellergroßes und rundes Hefeteiggebäck mit mittigem Loch. Als "White Truffle Cream Cheese Bagel" mit einem teuren Frischkäse-Aufstrich und aufgetragenem Blattgold kostet der Bagel tausend US-Dollar.

Serviert wird dieser Bagel außer zum Dessert auch als Frühstücksbelage im Restaurant eines der New Yorker Luxushotels.

Golden Phoenix

Auf seine Essbarkeit wird ausdrücklich beim "Golden Phoenix", einem der weltweit teuersten Cupcakes, hingewiesen. Die aufwändige Cupcake-Kreation ist recht üppig mit 23-karätigem Blattgold überzogen und kostet ebenfalls reichlich tausend US-Dollar. Serviert wird das Dessert auf Vorbestellung bei Bloomsbury.

Brownie Extraordinaire

Ebenfalls essbar ist "Brownie Extraordinaire", ein exquisiter Kuchen mit kostbaren Zugaben. Dunkle Schokolade, italienische Nüsse sowie eine Kugel Eis werden durch ein Glas Portwein Quinta do Novel Nacional ergänzt.

Das Dessert kostet rund tausend US-Dollar und wird in einem Hotelresort in Atlantic City im US-Bundesstaat New Jersey serviert.

Champagner mit Blattgold

Wenn zum Dessert nochmals ein Glas Champagner serviert wird, dann wirken tanzende Goldflocken darin besonders anregend. Der Preis pro Glas liegt bei rund tausendfünfhundert Euro.

Essbarer Luxus?

Diese Aufzählung an luxuriösen und teuren Desserts lässt sich zwar nicht beliebig, aber dennoch recht vielfältig fortsetzen. In den meisten Fällen handelt es sich um die Beigabe eines wertvollen Schmuckstückes oder von feingeschliffenen Diamanten.

Hier ist nicht das Dessert das Highlight, sondern der Anlass für das Präsent zum Abschluss eines harmonischen Beisammenseins.

Insgesamt essbare und teure Desserts sind fast ausnahmslos Süßspeisen. Mit deren Zutaten lässt sich deutlich besser und variantenreicher arbeiten als mit Milchprodukten für auserlesene Käsesorten. Außerdem können Süßspeisen mit Eisvariationen kombiniert werden, was ein insgesamt ideenreiches Dessert ergibt.

Das teuerste Dessert der Welt: Frrrozen Haute Chocolate

Der Eintrag in das Guinness Buch der Rekorde ist eine Bestätigung dafür, dass es sich auch wirklich um eines der weltweit teuersten Desserts handelt. Das trifft auf das Dessert "Frrrozen Haute Chocolate" zum Preis von fünfundzwanzigtausend US-Dollar zu.

Doch auch dieses Kunstwerk mit Kakao aus mehr als einem Dutzend Ländern, mit Trüffeln sowie mit gut bekömmlichem Gold kommt nicht ohne das "Goodie" aus hochkarätigem Gold aus.

Es gibt aber auch sündhaft teure Früchte, die gut als Luxusdessert genossen werden können, wie folgende Geschichte beweist:

Luxusobst für den Geschenkekorb - Japan und die Edelfrüchte

Japanische Geschäftskunden erhalten Luxusware in Form von Früchten

Intakte und geöfnete Cantaloupe-Melone auf dunklem Holz
Melonen © karepa - www.fotolia.de

Geschenke für wertgeschätzte Arbeitskollegen und Geschäftskunden - in Japan üblich. Wer sich in diesem Zusammenhang von seiner spendabelsten Seite zeigen möchte, greift in den Obstkorb, zumindest dann, wenn es sich um Früchte eines bestimmten Obstwarengeschäftes in Tokio handelt. Dessen Manager hat sich auf den Verkauf von luxuriösem Obst spezialisiert.

Besondere Wachstumsbedingungen

Die verschiedenen Obstsorten wachsen unter ganz bestimmten Bedingungen, nicht etwa wie gewöhnliche Früchte: sie werden in klinisch reinen Hightech-Räumen angebaut. Sauerstoffgehalt, Luftfeuchtigkeit und Temperatur unterliegen genauesten Kontrollen, dabei reifen beispielsweise Erdbeeren unter LED-Licht. Es gibt weder Schädlinge noch Wachstumseinbußen aufgrund von ungünstigen Wetterbedingungen.

Dabei zählt Qualität, statt Quantität: Bei Melonen beispielsweise schneiden Bauern einen großen Teil der Pflanzen ab, um weniger Früchten möglichst viele Nährstoffe zukommen zu lassen. Damit Melone und Co. letztendlich hochpreisig verkauft werden können, müssen sie in Form, Farbe und Gewicht perfekt sein.

Qualität hat ihren Preis

Mittlerweile haben auch viele Bauern den Trend des Edelobstes für sich entdeckt und bauen beispielsweise lediglich Erdbeeren an, die später für umgerechnet acht Euro pro Stück verkauft werden können. Für eine Melone muss man nicht selten 220 Euro übrig haben. Bei einer Luxusobst-Auktion wurde ein Paar Yubari-Melonen sogar für einen stolzen Preis von umgerechnet 12.000 Euro verkauft.

Auch der Händler des besagten Geschäfts in Tokio greift bei solchen Versteigerungen gerne mal zu; die gekauften Melonen verschenkt er jedoch weiter, und zwar an eine Grundschule. Von finanziellem Verlust ist dabei nicht die Rede, denn durch solche Geschenkaktionen erhält er die mediale Aufmerksamkeit, die er braucht, um neue Kunden zu gewinnen. Diese bestehen übrigens zum größten Teil aus Geschäftskunden, was nicht verwundert, schließlich ist der Obstwarenhändler von zahlreichen Großbanken umgeben. Obst hat damit enorm an Bedeutung gewonnen; Anbau und Verkauf der edlen Früchte sind zu einem sehr lukrativen Geschäft des Landes geworden.

Grundinformationen und Hinweise zu Desserts

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Cupcake © Ruth Black - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: cremé bruleé © Rod Luey - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: delicious cake © crolique - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: chocolate cake © Maksim Shebeko - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: dolci © Anna Khomulo - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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