Brot und Brötchen richtig einfrieren, schonend auftauen und knusprig aufbacken

Backen - Dunkler Brotlaib mit zwei abgeschnittenen Brotscheiben

Wer morgens nicht auf Brötchen oder Brot verzichten möchte und noch einen Vorrat im Gefrierschrank hat, sollte ausreichend Zeit um Auftauen mit einplanen

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  • von Paradisi-Redaktion

Frisch gebackenes Brot und knusprig aufgebackene Brötchen zum Frühstück sind eine tolle Sache – und noch schöner, wenn man nicht am Sonntag das Bett für den Gang zum Bäcker verlassen muss. Clevere Vorratshaltung macht's möglich, denn das Tiefkühlfach ist nicht nur für Rahmspinat und Fischstäbchen gedacht, sondern auch für Brot. Vorausgesetzt man weiß, wie es geht.

Brot in Scheiben einfrieren oder Brötchen wählen

Brot einfrieren ist gar nicht so schwer, wenn man ein paar Tipps beherzigt. Singles oder Paare ohne Kinder tun gut daran, Brot in Scheiben geschnitten einzufrieren – so können sie immer genau soviel auftauen, wie sie auch verbrauchen.

Wenn man hingegen erst den ganzen Laib auftauen muss, um ein paar Scheiben abzuschneiden und ihn dann wieder einfriert, kostet dies Zeit, schadet der Umwelt und nicht zuletzt auch dem Aroma von dem ständig aufgetauten und wieder neu eingefrorenen Brot: Irgendwann wird das Brot durch den Feuchtigkeitsverlust trocken.

Insofern lautet der erste Tipp: Scheibenweise einfrieren oder gleich auf Brötchen umsteigen, da diese leichter zu portionieren sind. Auch Familien tun gut daran, Brotlaibe zumindest zu halbieren, bevor sie sie einfrieren. Brot in Scheiben hält sich etwa drei Monate im Tiefkühl, ganze Brote und Brötchen etwa sechs Monate.

Tipps zum richtigen Einfrieren und Auftauen

  • Aus den Gefriertüten sollte vor dem Verschließen so viel Luft wie nur möglich herausgedrückt werden – auch dies verhindert ein Austrocknen des Brotes. Zudem gibt es eine simple Faustformel: Je frischer das Brot beim Einfrieren ist, desto besser schmeckt es nach dem Auftauen.

  • Auch beim Auftauen hilft ein kleiner Trick: Wird es schon am Vorabend aus dem Tiefkühlfach genommen und über Nacht in der Tüte aufgetaut, ist es am nächsten Morgen so frisch, wie gerade erst gebacken.

    Wer es eilig hat, mag zwar dazu neigen, das Brot direkt aus dem Tiefkühlfach in den Backofen zu geben oder es gar in der Mikrowelle aufzutauen – dem Aroma tut man damit aber nichts Gutes.

Zu schnell aufgetaute Backwaren werden hart und trocken. Sie sollten bei Zimmertemperatur auftauen dürfen – wenn schon nicht über Nacht, dann wenigstens ein bis drei Stunden lang. Hiernach das Brot mit etwas kaltem Wasser bestreichen und im vorgeheizten Ofen bei etwa 150 Grad acht Minuten lang aufbacken.

Dies ist bei Sauerteigbroten nicht notwendig – aber Brote aus Hefeteig und Brötchen sollten nach dem Auftauen noch einmal aufgebacken werden. Um ihnen einen knusprigen frisch-vom-Bäcker-Effekt zu verleihen ist es unverzichtbar, ihre Oberfläche dünn mit etwas Wasser zu bestreichen.

Brötchen aus Hefeteig sollte man nach dem Auftauen noch kurz aufbacken
Brötchen aus Hefeteig sollte man nach dem Auftauen noch kurz aufbacken

Auch wenn das Aufbacken mit dem Toaster-Aufsatz ungemein praktisch ist – knuspriger und vor allem gleichmäßiger gelingt das Aufbacken im Ofen.

Statt des Bestreichens der einzelnen Brötchen mit Wasser kann hier auch einfach eine feuerfeste Tasse mit Wasser mit auf das (Auf-)Backblech gestellt werden.

Von wegen Schlankmacher! Eiweißbrot als Diätmittel ist extrem fetthaltig

Frau im Feld riecht an frisch gebackenem Brot
frau genuß brot natur feld © drubig-photo - www.fotolia.de

Diättrends schießen wie Pilze aus dem Boden. Beinahe jeden Tag gibt es etwas Neues auf dem Markt, das die Pfunde zum Schmelzen bringen soll. Einer der aktuellen Trends: das Eiweißbrot. Dieses Brot verzichtet weitgehend auf dickmachende Kohlenhydrate und setzt stattdessen auf Proteine. Viele Anbieter schaffen es dabei inzwischen, dass nur noch rund sechs Prozent Kohlenhydrate verwendet werden. Das ist ein Traum für all jene, die streng auf ihren Verbrauch am Tag achten und diesen entsprechend ihrer Diät gering halten möchten.

Die Eiweiße sollen das Abnehmen deutlich erleichtern. Genauere Analysen dieser Brotart haben nun aber gezeigt, dass es sich in Wahrheit um einen Dickmacher handelt. Der Grund: zwar hat man wie versprochen weitgehend auf Kohlenhydrate verzichtet, doch zum Ausgleich gibt es nicht nur mehr Eiweiße, sondern auch auch mehr Fette. In den Backstuben werden derartig viele Fette eingebacken, dass von einem Abnehmeffekt keine Rede mehr sein kann. Verbraucherschützer machen auf diesen Umstand aufmerksam und warnen vor dem neuen Trendbrot. Ihren Analysen zufolge sei in den Eiweißbroten im Schnitt zehnmal so viel Fett wie in einem normalen Brot.

Zudem gibt es bisher noch keine wissenschaftlichen Studien, die das Abnehmen via Eiweißbrot belegt haben. Die Werbesprüche sind daher aus medizinischer Sicht nicht haltbar und dienen nur dem Kundenfang. Die vielen Proteine könnten sich auch negativ auf die Gesundheit auswirken, wie Verbraucherschützer betonen. Eine zu hohe Zufuhr kann zum Beispiel auf die Nieren gehen.

Auf die Ernährung achten: Was macht dicker - Brötchen oder Brot?

Verschiedene Sorten an Brot auf Holzbrett
Varied bread display © Patrick Hermans - www.fotolia.de

Gibt es etwas schöneres, als am frühen Morgen in ein knackig, frisches Brötchen zu beißen? Für die meisten wohl kaum. Doch unter dem Aspekt einer gesunden und ausgewogenen Ernährung kommt schnell die Frage auf, was denn nun gesünder ist: Brot oder Brötchen?

Pauschal kann diese Frage selbstverständlich nicht beantwortet werden, denn es kommt immer auf die Sorte an. Weißmehl-Brot und -Brötchen gelten grundsätzlich als Kalorienbomben und machen obendrein auch nicht lange satt. Sie bestehen nicht aus den langkettigen Kohlenhydraten. Die Folge: Es wird automatisch viel eher wieder zu etwas Essbaren gegriffen, als wenn man im Vorfeld bereits Vollkornbrot oder eben Vollkornbrötchen gegessen hätte.

Damit lässt sich die Frage, was denn nun dicker macht, nicht wirklich beantworten, denn letztendlich kommt es auch auf die Menge an. Ein Vollkornbrötchen zum Frühstück ist in jedem Fall keine Sünde für die Figur.

Grundinformationen und Hinweise zu Brot und Brötchen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Mischbrot © Peter Jobst - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: brötchen © Dron - www.fotolia.de

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