29. September 2010
Zahnkliniken behandeln sowohl Kinder als auch Erwachsene mit kariösen Zähnen, mit Zahnfleischerkrankungen und Patienten mit fehlenden oder zu ersetzenden Zähnen. Patienten, die besonders große Angst vor einer zahnärztlichen Behandlung haben und Patienten, bei denen aus medizinischen Gründen eine Vollnarkose zur Behandlung notwendig ist, werden ebenfalls in den Zahnkliniken aufgenommen und behandelt. Auch im Bereich der Zahnprophylaxe sind die Zahnkliniken tätig.
Viele Behandlungen und Prophylaxemaßnahmen, die in Zahnkliniken durchgeführt werden, erhält der Patient grundsätzlich auch bei einem niedergelassenen Zahnarzt. Viele Zahnkliniken bieten den Patienten jedoch ihren Service an 365 Tagen im Jahr an. Zudem werden hier komplizierte Zahnbehandlungen durchgeführt, die eine anschließende mehrstündige Überwachung nötig machen. Diese kann in der Regel in einer normalen Zahnarztpraxis nicht erfolgen.
Zu Beginn der Behandlung sieht sich der Zahnarzt die Zähne an und fragt nach evtl. Beschwerden. Der Zahnstein wird entfernt und ggfs. auch eine Röntgenaufnahme des Gebisses angefertigt. Teilweise ist für die nachfolgende Behandlung auch ein Gebissabdruck notwendig.
Hat ein Patient einen kariösen Zahn, so bohrt der Zahnarzt diese Stelle aus dem Zahn heraus und verschließt das Loch z.B. mit Zement oder mit einem Inlay, das im Zahnlabor individuell für den Patienten hergestellt wird. Reicht eine Füllung alleine nicht aus, um den Zahn zu erhalten, so benötigt der Patient meist eine Krone auf den Zahn. Fehlt ein Zahn, so kann dieser durch eine Brücke ersetzt werden, die auf zwei gesunden Zähnen neben der Zahnlücke angebracht wird.
Auch eine Versorgung mit Prothesen ist in der Zahnklinik möglich. Prothesen zählen zum so genannten herausnehmbaren Zahnersatz. Eine Alternative zu den Prothesen sind die Implantate. Die meisten Zahnkliniken bieten ein separates Implantatzentrum mit besonders spezialisierten Implantologen an. Um ein Implantat perfekt in die Zahnlücke einzupassen, fertigt der Zahnarzt zuerst eine Röntgenaufnahme an. Das Implantat wird anschließend im Rahmen eines komplizierten Eingriffes in den Kieferknochen eingepasst und verwächst dann mit dem Knochen. Nach einigen Wochen kann eine künstliche Zahnkrone auf dem Implantat befestigt werden.
Patienten, die massive Angst vor einer zahnärztlichen Behandlung haben, so dass eine normale Behandlung nicht möglich wäre, werden in der Zahnklinik in einen Dämmerschlaf versetzt. Durch diese leichte Narkoseform ist auch bei Angstpatienten eine Zahnbehandlung möglich. Einige Zahnkliniken bieten auch die Behandlung in Hypnose an.
Zahnkliniken entfernen auch kranke Zähne oder Weisheitszähne in örtlicher Betäubung oder Narkose. Zudem werden auch umfangreiche Eingriffe wie eine Wurzelspitzenresektion, eine Zahntransplantation, Mundvorhofplastiken und Kieferhöhlenoperationen durchgeführt.
Bei allen Eingriffen unter Vollnarkose ist neben dem Zahnarzt auch ein Anästhesist anwesend, der die Kreislaufparameter des Patienten wie Bluthochdruck, Hoher Blutdruck, Erhöhter Blutdruck, Niedriger Blutdruck, Blut, Kreislauf, Gefäßdruck, Hypertonie, Arterielle Hypertonie, Hypotonie, Adern, Arterien, Venen, Puls, Hoher Puls, Blutdruckmessung, systolischer Wert, diastolischer Wert Blutdruck, Puls und Herzschlag ununterbrochen während des zahnärztlichen Eingriffes beobachtet. Während der Vollnarkose wird der Patient künstlich beatmet. Dies geschieht über einen Schlauch in Mund oder Nase bzw. eine Maske. Nach dem Eingriff reduziert der Anästhesist das Narkosemittel langsam, so dass der Patient wieder zu sich kommt. Eine weitere Beatmung ist bei Patienten nach einem zahnärztlichen Eingriff in der Regel nicht notwendig, so dass Zahnkliniken keine Intensivstationen benötigen.
Patienten mit Grunderkrankungen wie z.B. einer schweren Herzerkrankung können in Zahnkliniken besonders umfangreich behandelt werden. Die Patienten werden auch nach der Behandlung medizinisch betreut und überwacht und ggfs. stationär zur weiteren Beobachtung aufgenommen.
Auch kosmetische Verschönerungen werden in den Zahnkliniken durchgeführt. Dazu werden z.B. kleine Schmucksteine auf den Zähnen aufgebracht, die Zähne aufgehellt oder Zahnfehlstellungen mit Keramik-Verblendschalen korrigiert.
In den Zahnkliniken arbeiten Zahnärzte, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, Oralchirurgen und Anästhesisten. Die meisten Ärzte und Zahnärzte haben zudem Weiterbildungen im Bereich der Implantologie, der ästhetischen Chirurgie, der Paradontologie und der Endodontologie. Die Ärzte der Zahnkliniken werden unterstützt durch zahnmedizinische Fachassistenten, zahnmedizinische Prophylaxehelfer, medizinische Fachangestellte, Zahntechniker, Verwaltungsmitarbeiter und Reinigungskräfte.
Oftmals sind die Zahnkliniken in Krankenhäusern integriert, teilweise sind sie jedoch auch ein Zusammenschluss vieler Zahnärzte, die in der Zahnklinik umfangreiche Zahnbehandlungen durchführen können und teure Geräte und Apparate gemeinsam benutzen können. Die Zahnkliniken verfügen über mehrere Behandlungsräume mit Röntgenapparaten sowie Operationsräume mit einem Aufwachbereich. Muss ein Patient nur wenige Stunden nach dem Eingriff überwacht werden, so kann er meist in den Räumen der Zahnklinik untergebracht werden. Bei einem notwendigen mehrtätigen stationären Aufenthalt erfolgt in der Regel eine Verlegung in eine nahegelegene Klinik. Einige Zahnkliniken verfügen auch über ein eigenes Zahnlabor, in dem Zahntechniker die Inlays und den Zahnersatz für die Patienten herstellen.
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